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Dänische Kolonien

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Bild:Denmark-Norway and possessions.png
Dänemark-Norwegen und die kolonialen Besitztümer Dänemarks in Dänisch-Westindien, an der Goldküste und in Indien

Die dänischen Kolonien sind Kolonien bzw. historische Besitzungen des Königreiches Dänemark außerhalb des eigenen Kernlandes. Dänemark war eine der ersten europäischen Kolonialmächte.

Das dänische Kolonialreich erstreckte sich vom Indischen Ozean über die Karibik bis in die Arktis. Heute gehören nur noch Grönland und die Färöer als autonome Gebiete zum Königreich Dänemark.

Inhaltsverzeichnis

Übersicht der Kolonien

Europa

Wichtigster ökonomischer Aspekt waren der Walfang und die Fischerei. Da die Färöer heute weitgehende Autonomie besitzen, werden sie nicht mehr als Kolonie angesehen. Die Inselgruppe strebt die volle Souveränität an. Entscheidende Rolle spielt hierbei das noch unerschlossene Erdöl, das schon Norwegen zu einem reichen Land gemacht hat.

Arktis

Grönland gehörte von 1380/1397/1721 bis 1814 zu Norwegen, das in Personalunion mit Dänemark verbunden war.

Nachdem die Siedlungen der Nordmänner untergegangen waren, wurde Grönland ab dem 18. Jahrhundert „wiederentdeckt“. 1721 begann Hans Egede die protestantische Mission. Ökonomisch waren lediglich Stützpunkte für Walfang und Fischerei für Dänemark interessant. 1921 erklärte Grönland die staatliche Oberhoheit über Grönland, die ihm dann vom Internationalen Gerichtshof in den Haag auch zugesprochen wurde.

Eine eigentliche Kolonisierung Grönlands setzte erst 1945 ein, da einerseits Grönland nun den Wert einer geostrategischen Basis hatte (US-Luftwaffenstützpunkt Thule) und andererseits die technischen Möglichkeiten vorhanden waren (Flugzeuge, Eisbrecher), eine mit europäischen Verhältnissen vergleichbare Versorgungslage zu erreichen.

Die Grönländer sind (wie die Färinger) gleichberechtigte Bürger des Königreiches Dänemark.

Amerika

Bild:Dvi-briefmarke.jpg
Briefmarke aus Dänisch-Westindien

Dänisch-Westindien in der Karibik war für dänische und schleswig-holsteinische Farmer wichtig. Sie hielten schwarze Sklaven und bauten in erster Linie Zuckerrohr an, der dann in Flensburg und Kopenhagen raffiniert wurde. Die heutigen Spuren in Dänisch-Westindien sind nicht nur gut erhaltene Gebäude, sondern auch ein sehr reger Tourismus von Dänen dorthin.

Asien

Die dänischen Kolonien in Asien wurden als Dänisch-Ostindien [1] bezeichnet, da sie alle im historischen Indien lagen. Dies waren:

Wichtigster wirtschaftlicher Aspekt war hier unter anderem der Gewürzhandel und generell der Zugang zum asiatischen Raum mit dem weiter östlich gelegenen Kaiserreich China. In China selbst unterhielt Dänemark keine Kolonien, aber Handelskontore. Zuständig für indischen Kolonien war die dänische Ostindien Kompanie.

Afrika

An der Goldküste Westafrikas (heutige Küste von Ghana) hatte Dänemark im 17. und 18. Jahrhundert jeweils kurze Zeit verschiedene Stützpunkte und Festungen.

Siehe auch Liste der historischen Forts von Ghana.

Siehe auch

Literatur

  • Paiewonsky, Isidor: Eyewitness Accounts of Slavery in the Danish West Indies; St. Thomas, US Virgin Islands 1987 (englisch)
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