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Cramm
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Die von Cramm sind eine Niedersächsische Adelsfamilie. Bereits im 12. Jahrhundert wurde das Rittergeschlecht derer von Cramm urkundlich erwähnt, ihre Herkunft wird im naheliegenden Dorf Cramme im heutigen Landkreis Wolfenbüttel vermutet. Sie waren ein begütertes Rittergeschlecht und angesehener Lehnsnehmer bei den geistlichen und weltlichen Herren der Region des heutigen Südost-Niedersachsens. Im Mittelalter waren viele Abkömmlinge Ritter oder Knappen, aber auch Ministeriale. In späteren Jahrhunderten dienten Familienangehörige den Welfenherzögen als Generäle, Kammerherren und Minister.
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Bekannte Namensträger
- Ludolf von Cramme, urkundlich erwähnt im Jahre 1246, mit dem die Stammreihe der von Cramm beginnt
- Aschwin IV., ein Söldnerführer des 16. Jahrhunderts. Er diente sowohl französischen Königen als auch lüneburgischen Herzögen auf europäischen Kriegsschauplätzen. Bei einem Aufenthalt in Wittenberg wurde er zum Paten eines Kindes von Martin Luther. Er verstarb bei einem Kriegszug 1528 in der Schweiz.
- Franz von Cramm (* 4. Januar 1610 auf Schloss Volkersheim bei Wolfenbüttel; † 19. Oktober 1661 in Plön ?)
- Armgard von Sierstorpff-Cramm (* 18. Dezember 1883 in Driburg/Westfalen, † 27. April 1971 in Het Warmelo/Niederlande)
- Gottfried von Cramm, der Tennisbaron und Boris Becker der 1930er Jahre, (1909-1976) wurde als Tennisspieler weltberühmt
- Dagmar von Cramm ist eine deutsche Expertin und Fachjournalistin für Ernährung
Besitzungen
Die Adelsfamilie war seit dem 13. Jahrhundert Mitinhaber und ab dem 17. Jahrhundert Alleineigentümer von Schloss Oelber in Oelber am weißen Wege, einem Ortsteil von Baddeckenstedt in Niedersachsen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg teilte das Familienoberhaupt Aschwin von Cramm den umfangreichen Grundbesitz der auf Schloss Brüggen (Leine) ansässigen Familie auf, da eine Bodenreform mit Enteignung befürchtet wurde. Zur Familie gehörten Jutta von Cramm, geborene von Steinberg, mit ihren 7 Söhnen. Der Ehemann war bereits 1936 verstorben. Die Kinder erhielten je ein Rittergut in der Nähe.
Sonstiges
Bekannt ist der Name "von Cramm" auch durch die Weizenkorn-Marke "Cramm", die es aber nicht mehr gibt. Er wurde seit 1750 auf dem Gut in Harbarnsen, ein Gemeindeteil von Lamspringe, hergestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die von Crammsche Brennerei zu einer der führender Kornbrennereien Niedersachsens. Ab 1984 wurde nur noch Rohalkohol hergestellt und Vertrieb sowie das Brennrecht an ein Unternehmen in Flensburg abgegeben. Später wurde der Betrieb in Harbarnsen komplett aufgegeben.
Weblinks
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