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Clerf

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Wappen Karte
Bild:Coat of arms clervaux luxbrg.png
Basisdaten
Distrikt: Diekirch
Kanton: Clerf
Fläche: 2549 ha
Einwohner: 1.892
Website: www.clervaux.lu
Politik
Wahlsystem: Majorzwahl
Bürgermeister: Yves Arend
1. Schöffe: Victor Seil
2. Schöffe: Willy Oestreicher

Clerf (lux. Klierf, Kliärref, fr. Clervaux) ist eine von 116 Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg und Verwaltungssitz des gleichnamigen Kantons.

Inhaltsverzeichnis

Zusammensetzung der Gemeinde

Die Gemeinde Clerf besteht aus den Ortschaften:

  • Clerf,
  • Eselborn,
  • Mecher,
  • Reuler,
  • Urspelt,
  • Weicherdange.

Sehenswürdigkeiten

Das Schloss oder besser die Schlossburg wurde im 12. Jahrhundert, möglicherweise auch früher, von den Herren von Clerf auf einem Felsvorsprung errichtet. Die Burg wurde im 15. und 16. Jahrhundert zur heutigen Größe ausgebaut und sollte 1691 zur Tilgung von Kriegsschulden versteigert werden – blieb aber im Familienbesitz. Danach verfiel die Burg und gelangte 1927 durch Versteigerung in Privatbesitz. Während der Ardennenoffensive im Dezember 1944 wurde die Burg von deutschen Truppen stark zerstört. Die Restaurierungsarbeiten der Schlossburg, die sich heute im Besitz des Staates Luxemburg befindet, wurden erst 1994 abgeschlossen. Im Schloss befinden sich zur Zeit (2006) vier Ausstellungen:

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Benediktinerabtei St. Mauritius und St. Maurus vom niederländischen Architekten Johann-Franz Klomp (1865-1946) die über der im Tal liegenden Stadt thront. Sie wurde 1909 / 1910 von der Mönchsgemeinschaft aus Solesmes gegründet und besteht noch bis heute. Bei dem Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Kirche weitgehend verändert. Für Besucher ist die Abtei mit Ausnahme des Vorhofs, der Klosterkirche und der Krypta nicht zugänglich. In der Krypta gibt es eine kleine Ausstellung über die Sitten und Gebräuche des Klosterlebens.

Westlich des Schlosses, auf einem felsigen Bergrücken, befindet sich die Pfarrkirche, die 1910 bis 1912 im rheinisch-romanischen Stil erbaut wurde. Die reiche und kunstvolle Innenausstattung – Altäre, Kreuzigungsstationen und Kanzel - wurden durch den Aachener Kirchenbildhauer Lambert Piedboeuf geschaffen.

Erwähnenswert ist außerdem die vom Clerfer Graf de Lannoy 1762 im Rokokostil errichtete Lorettokapelle, die sich unweit des Bahnhofs auf einer kleinen Anhöhe befindet.

Bilder

Literatur

  • Reinhard Tiburzy: Luxemburg (Dumont-Reise-Taschenbücher Nr. 2137), Verlag DuMont, Köln 1997, ISBN 3-7701-3805-8
  • Martin Thomas, Michael Neumann-Adrian: Belgien - Luxemburg, Verlag C. J. Bucher GmbH, München 1996, ISBN 3-7658-1097-5

Weblinks


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Koordinaten: 50° 3′ 15" n. Br., 6° 1′ 45" ö. L.

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