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Claude Monet

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Claude Monet 1899, Aufnahme Nadar
Claude Monet 1899, Aufnahme Nadar
Claude Monet (Portrait von Renoir - 1875)
Claude Monet (Portrait von Renoir - 1875)

Claude Monet auch bekannt als Oscar-Claude Monet oder Claude Oscar Monet (* 14. November 1840 in Paris; † 5. Dezember 1926 in Giverny) war ein französischer Maler des Impressionismus.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Claude Monet wurde am 14. November 1840 in der Rue Lafitte 45 in Paris geboren. Er war der zweite Sohn seines Vaters Claude Adolphe Monet und seiner Mutter Louise Justine Aubrée. Sein Vater besaß einen Kolonialwarenhandel, dessen wirtschaftliche Situation sich um 1845 so weit verschlechterte, dass die Familie nach Le Havre an die Mündung der Seine umzog, wo die Halbschwester des Vaters, Marie-Jeanne Lecadre, lebte. Ihr Mann, Jacques Lecadre, war Kolonialwarengroßhändler und Schiffslieferant und bot Monets Vater Arbeit in seinem Handelskonzern. Die Winter verbrachte die Familie Monets in ihrem Haus in Le Havre, die Sommer über hielt sie sich im Landhaus der Lecadres in dem Badeort Sainte-Adresse auf.

In Le Havre besuchte Claude Monet zwischen 1851 und 1857 das Städtische Gymnasium und erhielt dort Zeichenunterricht bei Jacques-François Ochard. Er lehnte die schulische Disziplin ab und hielt sich statt dessen lieber auf den Klippen oder am Meer auf. Im Unterricht fertigte Monet Karikaturen von Schülern und Lehrern an, die im Schaufenster des einzigen Rahmenhändlers in Le Havre ausgestellt wurden. Bereits im Alter von 15 Jahren war Claude Monet in der ganzen Stadt als Karikaturist bekannt. Er erhielt Aufträge für die er Preise von 20 Francs erzielen konnte.[1]

Ausbildung

Neben seinen Karikaturen wurden im Schaufenster des Rahmenhändlers Seelandschaften des Malers Eugène Boudin ausgestellt. Claude Monet mochte diese Bilder nicht und lehnte es ab, Boudin auf Vermittlung des Rahmenhändlers kennen zu lernen. Als er jedoch Boudin beim betreten des Geschäftes nicht bemerkte, ergriff der Händler die Möglichkeit, Boudin Monet als den Zeichner der Karikaturen vorzustellen. Der Maler lobte das Talent Claude Monets, gab ihm jedoch auch den Rat sich nicht mit dem Zeichnen zu begnügen und schlug ihm vor Landschaften zu malen.

Am 28. Januar 1857 starb Louise Justine Aubrée. Nach dem Tod seiner Mutter sorgte die Tante, welche selbst Hobbymalerin war und Kontakte zu Armand Gautier unterhielt, für Claude Monet. Nach dem Tod Jacques Lecadres übernahm Monets Vater dessen Geschäfte und zog mit seiner Familie in dessen Haus. In diesem Jahr entstand Monets erstes Landschaftsgemälde und er beschloss Maler zu werden. Sein Vater beantragte daraufhin für seinen Sohn ein Stipendium beim Magistrat von Le Havre.[2] Auch ein zweiter Antrag im Folgejahr wurde abgelehnt. Trotzdem reiste Monet nach Paris um die Ausstellung im Pariser Salon zu besuchen. Daneben nahm er Kontakt zu Künstlern wie Constant Troyon und Armand Gautier auf und arbeitete im Atelier des Malers Charles Montginot, welcher mit Boudin befreundet war. Während dieses Zeit erhielt Monet finanzielle Unterstützung durch seinen Vater. Daneben standem Claude Monet 2000 Francs zur Verfügung, die er mit seinen Karikaturen verdient hatte und die seine Tante für ihn verwaltete. Im Jahr 1860 verringerte sich die finazielle Unterstützung durch seinen Vater. Monet trat in die freie Malschule Académie Suisse ein, in der es sich vor allem mit Figurenstudien beschäftigte. Daneben kam er mit dem Stil der Maler der Künstlerkolonie Barbizon in Kontakt, indem er einige Ausstellungen ihrer Künstler besuchte. In der Schule von Barbizon hielt der Realismus Eingang in die Landschaftsmalerei, womit der Grundstein für den Impressionismus gelegt wurde. Außerdem hielt sich Claude Monet auch in der Brasserie des Martyrs, die ein Treffpunkt von vielen modernen Künstlern und Autoren war.

Im April 1861 erhielt Claude Monet die Einberufung zum sieben Jahre umfassenden Militärdienst. Es bestand die Möglichkeit sich vom Militärdienst für 2500 Francs freizukaufen. Dafür besaß Claude Monet jedoch nicht genug Geld. Seine Familie wollte die Summe nur stellen, wenn Monet dafür die Malerei aufgeben und das Geschäft in Le Havre übernehmen würde. Claude Monet entschied sich für die Malerei und wurde der Kavallerie in Algerien zugeteilt. Weil er an Typhus erkrankte, durfte er im Sommer des Jahres 1862 nach Le Havre zurückkehren. Dort lernt er den aus den Niederlanden stammenden Marinemaler Johan Barthold Jongkind und beschäftigt sich zusammen mit ihm mit Landschaftsstudien. Claude Monet wurde im November 1862 von seiner Tante vom Militärdienst freigekauft. Sie wies ihm Auguste Toulmouche, der ein Genremaler und Ehemann der Cousine von Marie-Jeanne Lecadres war, als künstlerischen Betreuer zu. Dieser empfahl Monet den Eintritt in das Atelier von Charles Gleyre beizutreten, in dem auch Pierre-Auguste Renoir, Alfred Sisley und Frédéric Bazille eingeschrieben waren. Zusammen mit Bazille reiste Claude Monet 1863 über Ostern nach Chailly in der Nähe von Barbizon und malte dort Landschaftsbilder, wie auch im Folgejahr. Er setzt darüber hinaus seine Studien bei Gleyre fort bis dessen Atelier im Juli 1864 schloss. Den Sommer über malten Monet, Bazille, sowie Jongkind und Boudin, die später folgten, an der Kanalküste der Normandie. Monets Familie drohte ihm in Folge von Streitigkeiten mit der Einstellung der finanziellen Unterstützung, so dass er Bazille zum ersten Mal um Geld bat.

Salon-Ausstellungen

1864 wurde ein Blumenstillleben von Claude Monet in der städtischen Kunstausstellung von Rouen ausgestellt. Daneben wurde Monet von Louis-Joseph-François Gaudibert mit dem Malen zweier Bilder beauftragt. Dieser Auftrag hatte für ihn eine besondere Bedeutung, weil auch Gaudiberts Sohn später Porträts in Auftrag gab und ihm darüber hinaus finalzielle Zuwendungen als Unterstützung zukommen ließ. Ende 1864 oder Anfang 1865 gründeten Claude Monet und Frédéric Bazille ein gemeinsames Atelier in Paris. Im Pariser Salon des Jahres 1865 durfte Monet zwei Marine-Gemälde zeigen. Diese beiden Bilder stießen auf positive Kritik, was Claude Monet dazu veranlasste, für die Salon-Ausstellung des Jahres 1866 ein monumentales Frühstück im Grünen zu planen, das er jedoch nicht fertig stellen konnte. Bei den Arbeiten an diesem Werk saß ihm Camille Doncieux Model, mit der Monet eine Beziehung einging. Als er das geplante Werk für den Salon nicht fertig stellen konnte, malte er innerhalb von vier Tagen das Bild Camille im grünen Kleid, welches im Salon positiv aufgenommen wurde.


Giverny

Letzte Lebensjahre und Tod

Werk

Karikaturen

Bilderserien

Werksliste (Auswahl)

Bild:Claude Monet 027.jpg
Herbst in Argenteuil, 1873
Seerosen, 1899
Seerosen, 1899
Bild:Monet Waterloo Bridge in London.jpg
Waterloo Bridge in London, 1902
  • 1866, Camille (Die Dame im grünen Kleid)
  • 1866, Die Kirche Saint-Germain-l´Auxerrois
  • 1867, Frauen im Garten
  • 1868, Der Fluss/Am Ufer der Seine bei Bennecourt
  • 1869, Der Regenbogen
  • 1870, Das Hotel de Roches Moires in Trouville
  • 1872, Regatta in Argenteuil
  • 1873, Impressionen - soleil levant, Musée Marmottan Monet
  • 1873, Boulevard des Capucines
  • 1873, Eisenbahnbrücke bei Argenteuil
  • 1873, Mohnfeld bei Argenteuil
  • 1874, Seine-Brücke bei Argenteuil
  • 1875, Spaziergang, Frau mit Sonnenschirm
  • 1876, Atelierboot des Künstlers
  • 1877, Der Bahnhof Saint-Lazare, Ankunft eines Zuges
  • 1878, Die Rue Saint-Denis am 30. Juni 1878
  • 1879, Die Kirche von Vétheuil, Winter
  • 1879, Camille Monet auf dem Totenbett
  • 1879, Vétheuil im Nebel
  • 1879, Der Eisgang bei Vétheuil
  • 1890, Stilleben mit Birnen und Trauben
  • 1882, Spaziergang über die Felsen von Pourville
  • 1885, Mohnblumenfeld
  • 1886, Die "Pyramide" bei Port-Coton
  • 1886, Felsklippen bei Belle-Ile. Gemälde gilt als Beispiel für die Integration der Sprache der Japanischen Holzschnitte in seine Malerei
  • 1887, Felder im Frühling
  • 1888, Antibes von Hügel`Notre Dame´aus gesehen
  • 1891, Drei Pappeln im Sommer
  • 1891, Serie: Heuhaufen
  • 1894, Kathedrale von Rouen (Monet)
  • 1898, Seerosen
  • 1899, Das Parlament von London
  • 1899, Die Japanische Brücke
  • 1901, Weg im Garten des Künstlers
  • 1903, Seerosen Wasserlandschaft, Wolken
  • 1904, London, das Parlament, Sonne und Nebel
  • 1904, Teich mit Seerosen
  • 1916, Seerosen
  • 1917, Seerosen
  • 1919, Seerosen
  • 1920, Seerosen (1916-26)
  • 1922, Seerosenteich abends (1916-22)
  • 1922, Die Japanische Brücke

Bedeutung

Rezeption

Quellen

  1. John Rewald: Die Geschichte des Impressionismus. DuMont Buchverlag, Köln 1979. 7. Auflage 2001, Seite 29
  2. Hirmer Verlag GmbH: Monet und Camille - Frauenportraits im Impressionismus. München 2005, Seite 23

Literatur

Weblinks

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