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Bundesautobahn 39

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Vorlage:Infobox Bundesautobahn

Die Bundesautobahn 39 (Abkürzung: BAB 39) – Kurzform: Autobahn 39 (Abkürzung: A 39) – ist eine Bundesautobahn in Niedersachsen. Sie soll einmal die Städte Salzgitter, Braunschweig, Wolfsburg und Lüneburg verbinden. Nachdem das Teilstück zwischen den Anschlussstellen Sickte und Cremlingen am 30. September 2006 für den Verkehr freigegeben wurde, ist derzeit noch das 7 Kilometer lange Teilstück zwischen der AS Cremlingen und dem AK Wolfsburg/Königslutter im Bau. Dieser Abschnitt soll bis 2009 fertiggestellt werden.

Für den geplanten Weiterbau ab Wolfsburg in Richtung Lüneburg wurde am 27. März 2006 das Raumordnungsverfahren eingeleitet. Bedingt durch die unerwartet hohe Anzahl von Einwendungen seitens betroffener Kommunen und Bürger wurde das ROV entgegen der im Raumordnungsgesetz vorgesehenen Frist von sechs Monaten verlängert. Erst etwa Ende 2006 sei gemäß Landesplanungsbehörde mit der Vorlage der Vorzugsvariante zu rechnen und damit das ROV abgeschlossen.

Inhaltsverzeichnis

X- und I-Variante

Es gab verschiedene Pläne, die Autobahn ab Wolfsburg weiterzuführen. Definiert und untersucht wurden sie 1995 in der Verkehrsuntersuchung Nord-Ost (VUNO). Bei der so genannten X-Variante, welche unter anderem vom ADAC befürwortet wurde, verläuft sie nach Schwerin und kreuzt bei Salzwedel die A 14, welche von Magdeburg nach Lüneburg verlängert werden soll.

In einer anderen Planung, der 2004 der Vorzug gegeben wurde, der sogenannten I- oder „Hosenträger“-Variante verläuft hingegen die A 14 nach Schwerin und die A 39 nach Lüneburg. Salzwedel soll dabei durch eine „leistungsfähige“ Bundesstraße, die B 190n, in Ost-West-Richtung an beide Autobahnen angebunden werden. Hierunter ist eine 2+1-Lösung zu verstehen. Bei dieser Variante ergeben sich zusammen mit der A 7 drei parallel verlaufende Autobahnen im Abstand von nicht einmal fünfzig Kilometern. Allerdings ermöglicht diese Variante eine große flächenräumliche Erschließung dieser, durch die Jahre der deutschen Teilung bedingt, weitgehend autobahnfreien Region.

Aus der Diskussion geraten ist dagegen trotz eines Nutzen-Kosten-Faktors (NKF) von 3,5 die G-Variante, die auch den Bau der A 14 zwischen Magdeburg und Schwerin vorsah, aber als Anbindung von Lüneburg und Wolfsburg Bundesstraßen favorisierte. Die G-Variante hatte sich in der VUNO 1995 als beste Lösung herauskristallisiert, wurde aber aus politischen Gründen zugunsten der I-Variante (NKF 3,4) verworfen.

Ebenfalls parallel dazu wird momentan zwischen Braunschweig und Lüneburg die Bundesstraße 4 ausgebaut. Die ebenfalls für den vordringlichen Bedarf angemeldeten Ortsumgehungen zwischen Lüneburg und Uelzen an der B 4 (Melbeck = NKF 7,5 und Kirchweyhe = NKF 7,6) wurden zurückgestuft mit der Begründung, dass die A 39 diese Orte nachhaltig entlasten würde.

Die A 14 gemäß der I-Variante geht im April 2004 ins Raumordnungsverfahren, das im November 2004 mit einer Vorzugsvariante abgeschlossen sein soll. Die A-39-Verlängerung wird hingegen vermutlich auf unbekannte Zeit hinausgezögert.

Besonderheiten

Das Dreieck Salzgitter ist als Autobahngabelung ausgeführt. Möchte man aus Richtung Braunschweig/Berlin in Richtung Hannover weiterfahren, so muss an der Abfahrt Baddeckenstedt auf die B 6 in Richtung Hildesheim gewechselt werden und an der Abfahrt Derneburg/Salzgitter in die A 7 eingefahren werden.

Am Dreieck Braunschweig-Südwest folgt die südliche A 39 dem abzweigenden Strang. Der gerade Strang geht direkt in die A 391 über. Es existieren jedoch Planungen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Wolfenbüttel, zu einem Umbau, die vorsehen, die Teilstücke der A 39 direkt ineinander zu führen und den Abschnitt zwischen dem Dreieck BS-Südwest und dem Kreuz BS-Süd auf sechs Spuren zu verbreitern, weil es dort einen staugefährdeten Bereich handelt und dieser durch den Weiterbau in Richtung Wolfsburg durch den Durchgangsverkehr von z.B. Frankfurt a. M. und Kassel nach Berlin und Polen noch mehr belastet wird. Im Bundesverkehrswegeplan ist dieser Ausbau aber nur als „weiterer Bedarf“ eingestuft, was auf eine Realisierung nicht vor 2015 schließen lässt. Der Geschäftsbereich Wolfenbüttel rechnet hingegen mit einer Fertigstellung zum Jahre 2010, finanziert durch das Land Niedersachsen.

Die im Bau befindliche Verlängerung der A 39 von Cremlingen zum Kreuz Wolfsburg-Königslutter (A 2) beinhaltet eine Besonderheit. Trotz der recht kurzen Strecke wird hier in Höhe Schandelah eine weitere Abfahrt gebaut, die vorgesehen war insbesondere für Verkehr zu den dort liegenden Bundeswehr-Übungsplätzen. Diese sind inzwischen aufgelöst und als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Die Abfahrt wird jedoch trotzdem gebaut.

Die A 395 beginnt nicht direkt am Kreuz BS-Süd, sondern einige hundert Meter südlich davon. Die A 39 kreuzt genaugenommen die B 4.

Der Förderturm des stillgelegten Bergwerkes und geplanten Atommüllendlagers Schacht Konrad ist von der Autobahn aus gut zu erkennen.

Das Planfeststellungsverfahren für dem Umbau/Ausbau des Autobahnkreuzes Südwest hat Ende Februar 2007 begonnen. Viele Anwohner sorgen sich dabei sehr um die Lebensqualität im Braunschweiger Süden.

Weblinks

Zur Auseinandersetzung über die A 39

Zur Auseinandersetzung über den geplanten Umbau des Kreuzes Südwest


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