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Boudicca

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Bild:Boudiccastatue.jpg
Die Statue der Boudicca in London

Boudicca (auch Boudica, Boadicea, Bodvica, Bonduca) war eine britannische Königin und Heerführerin, die in den frühen Jahren der römischen Besetzung Britanniens den letztlich erfolglosen Boudicca-Aufstand (60–61 n. Chr.) anführte.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Boudicca war die Frau des Prasutagus, des Königs der Icener, eines keltischen Stammes im Gebiet des heutigen East Anglia (Norfolk und Suffolk). Nach Prasutagus’ Tod im Jahr 60 n. Chr. erhoben sich Icener und Trinovanten gegen die Römer und zogen zusammen nach Süden, um die römischen Siedlungen anzugreifen und zu plündern. Ihr erstes Opfer war die Veteranenkolonie Camulodunum, das heutige Colchester. Darauf folgten Londinium (London) und Verulamium (Saint Albans).

Die britische Streitmacht wurde schließlich nordwestlich von Verulamium durch den römischen Feldherrn und Statthalter Britanniens Gaius Suetonius Paulinus gestellt und vernichtend geschlagen.

Über das weitere Schicksal Boudiccas gibt es zwei Versionen: Tacitus berichtet, dass Boudicca sich ihr Leben durch Gift nahm (Annalen 14,37,3), Cassius Dio hingegen meint, dass Boudicca erkrankte und starb (62,12,6).

Nachleben

Nachdem Boudicca während des Mittelalters in Vergessenheit geraten war, gelangte sie mit der Wiederentdeckung der antiken Quellen in der frühen Neuzeit (oft in der Namensform Boadicea oder Bonduca) wieder in das historische Bewusstsein. John Fletcher und Francis Beaumont schrieben 1610 die Tragödie Bonduca. Vor allem im 19. Jahrhundert wurde Boudicca (in implizierter Parallelisierung zur Königin Victoria) oft dargestellt, so von Alfred Tennyson in seinem Gedicht Boadicea oder vom Bildhauer Thomas Thornycroft in einer Statuengruppe, die sie zusammen mit ihren Töchtern auf einem Streitwagen zeigt und die am Themseufer in London an der Westminster Bridge steht.

Der Boudicca-Stoff wurde in zahlreichen historischen Romanen und Jugendbüchern vor allem britischer Autoren verwendet. Songs über Boudicca gibt es von der niederländischen Sängerin Petra Berger (Boudicea), der irischen Sängerin Enya (Boadicea) und der Band The Libertines (The Good Old Days).

Literatur

  • Antonia Fraser: Boadicea's chariot. The warrior queens. Weidenfeld and Nicolson, London 1988, ISBN 0-297-79486-8.

Weblinks

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