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Bevölkerungsdichte
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Die Bevölkerungsdichte ist die mittlere Anzahl der Einwohner pro Fläche für ein bestimmtes Gebiet (Staat, Region oder ähnliches), in der Regel angegeben in Einwohner pro km². Man errechnet sie, indem man die Einwohnerzahl des Gebietes durch die Fläche des Gebietes teilt.
Manchmal wird der Kehrwert, die Arealitätsziffer angegeben. Diese bezeichnet dann die "durchschnittliche Fläche pro Einwohner".
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Die Länder der Welt
Das Land mit der
- höchsten Bevölkerungsdichte (Stadtstaat): Monaco 18.078 Einwohner/km²
- höchsten Bevölkerungsdichte (Flächenstaat): Bangladesch 1.002,2 Einwohner/km²
- niedrigsten Bevölkerungsdichte: Mongolei 1,78 Einwohner pro km²
Zum Vergleich: Deutschland 231 Einwohner/km²
Grönland hat mit 0,025 Einwohner/km² eine noch geringere Bevölkerungsdichte als die Mongolei, ist aber kein eigenständiges Land, sondern ein autonomer Bestandteil Dänemarks. Der dünnstbesiedelte Kontinent ist Antarktika mit 0,0001-0,0003 Einwohner/km².
Städte
Innerhalb der Fläche eines Landes ist die Bevölkerungsdichte höchst unterschiedlich. Die höchsten Bevölkerungsdichten findet man in Städten, und oftmals kann man nochmals um ein Vielfaches höherere Bevölkerungsdichten in einzelnen Stadtteilen finden. Beispielsweise hat Macao (heute Volksrepublik China) bereits eine sehr hohe Dichte von 16.521 Einwohner/km². Der Distrikt Freguesia de Santo Antonio innerhalb von Macao hat jedoch noch eine viel höhere: hier kommen fast 100.000 Einwohner auf einen Quadratkilometer. (Quelle: en:List of selected cities by population density.)
Die vermutlich höchste jemals erreichte Bevölkerungsdichte der Welt wies die Walled City auf, ein Stadtteil in Hong Kong, der 1993 abgerissen wurde. Hier lebten 50.000 Bewohner auf nur 0,026 km², was einer Weltrekord-Bevölkerungsdichte von 1.900.000 Einwohner/km² entspricht.
In Europa besitzt Paris mit 24.672 Einwohnern/km² eine sehr hohe Bevölkerungsdichte; das 11. Arrondissement hat die höchste Dichte von Paris mit 40.672 Einwohnern/km². Nach einer bisher ungesicherten Quelle soll allerdings der Stadtteil Vicaria von Neapel die höchste Bevölkerungsdichte Europas aufweisen, eine Zahlenangabe liegt hierfür derzeit jedoch noch nicht vor.
Deutschland
Die statistisch am dichtesten besiedelte Großstadt in Deutschland ist München mit 4.272 Einwohner je km² vor Berlin mit 3.801 Einwohner/km² und Herne im Ruhrgebiet (3.300 Einwohner/km²). Hamburg als zweitgrößte deutsche Stadt beherbergt dagegen nur rund 2.300 Einwohner/km².
Die statistische Bevölkerungsdichte sagt allerdings nur sehr begrenzt etwas über die tatsächliche Bebauungsdichte und Einwohnerdichte einzelner Wohngebiete aus. Die Stadtgrenzen sind oft ziemlich willkürlich aus historischen Entwicklungen heraus entstanden. München verdankt seinen Spitzenplatz hier dem Zustand, dass die Stadtgrenzen relativ eng gewählt sind. Auch die Wohnungsbelegung, das heißt die Anzahl der Personen je Wohnungseinheit hat einen Einfluss auf die Bevölkerungsdichte. So haben Städte oder Stadtteile mit vielen Singlehaushalten eine tendenziell geringere Einwohnerdichte.
Hamburg hat durch den Hafen südlich der Elbe, sowie größere ländliche Gebiete große Flächen, auf denen nur sehr wenig Menschen wohnen, so dass der Durchschnitt der Bevölkerungsdichte gedrückt wird.
Dichtbebaute Wohngebiete ohne größere unbewohnten Gebieten mit eng gefassten Grenzen erreichen sehr schnell Werte von über 10.000 Einwohner pro km². So hat der Bezirk Berlin-Kreuzberg eine Bevölkerungsdichte von über 15.000 Einwohner/km², Hamburg-Eimsbüttel von knapp 17.000 Einwohner/km².
Der am dichtesten besiedelte Landkreis Deutschlands ist mit 1.239 Einwohner/km² der Kreis Mettmann, der zwischen Düsseldorf und dem Ruhrgebiet liegt.
Die am zweitdünnsten besiedelte Gemeinde in Deutschland ist Grimme im Fläming. Hier kommen 153 Einwohner auf 28,77 km², was einer Bevölkerungsdichte von 5,31 Einwohnern/km² entspricht.
Spitzenreiter ist jedoch die Gemeinde Wiedenborstel in Schleswig-Holstein, in der fünf Einwohner auf 4,52 km² kommen, die Einwohnerdichte also 1,11 Einwohner/km² beträgt.
Das am dichtesten besiedelte Flächenbundesland in Deutschland ist Nordrhein-Westfalen vor dem Saarland. Das am wenigsten besiedelte ist Mecklenburg-Vorpommern.
Aussagekraft
Die Aussagekraft des Wertes der Bevölkerungsdichte wird oft als gering betrachtet, da sie eine Durchschnittszahl darstellt. Sie gibt keinen Aufschluss über die unterschiedliche Bevölkerungsdichte aufgrund geographischer Besonderheiten, wie z.B. unbewohnbare Gebiete. Für Länder mit einem hohen Anteil an Wüsten oder Gebirge, wie Algerien, Saudi-Arabien oder auch China ist die Zahl daher wenig erhellend. Genauer wäre in diesem Fall die Besiedlungsdichte, bei der man sich nur auf die theoretisch besiedelbare Fläche bezieht.
Siehe auch
- Liste unabhängiger Staaten nach Bevölkerungsdichte
- Liste deutscher Städte nach Bevölkerungsdichte
- Liste der deutschen Bundesländer, nach der Bevölkerungsdichte geordnet
- Portal:Geographie
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