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Bad Schwartau

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Wappen Deutschlandkarte
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Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Ostholstein
Koordinaten: Koordinaten: 53° 55′ N, 10° 42′ O53° 55′ N, 10° 42′ O
Höhe: 8 m ü. NN
Fläche: 18,39 km²
Einwohner: 19.832 (29. Sep. 2006)
Bevölkerungsdichte: 1078 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23611
Vorwahl: 0451
Kfz-Kennzeichen: OH
Gemeindeschlüssel: 01 0 55 004
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 15
23611 Bad Schwartau
Webpräsenz:
Bürgermeister: Gerd Schuberth
Lage der Stadt Bad Schwartau im Kreis Ostholstein
Bild:Bad Schwartau in OH.png
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Bad Schwartau ist eine Stadt im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein (Deutschland).

Bad Schwartau ist ein staatlich anerkanntes Jodsole- und Moorheilbad. Die Stadt liegt am Fluss Schwartau (von dem der Ortsname übernommen ist) unmittelbar nordwestlich angrenzend an Lübeck und bildet mit diesem eine Agglomeration.

Inhaltsverzeichnis

Nachbargemeinden

Geschichte

Der Ortsname geht auf den wendischen Namen des Flusses Schwartau zurück, der als „die Schlängelnde“ gedeutete wird. Damit wird Bezug auf den sehr gewundenen Unterlauf des Flusses vor der viel später erfolgten Begradigung genommen.

1177 wird der heutige Ortsteil Rensefeld erstmals in einer Urkunde erwähnt, 1215 die bischöfliche Mühle Schwartau Molendinium szwartowe in einem Dokument genannt. 1280 gründet der Lübecker Bischof Burkhard von Serkem den Wirtschaftshof Kaltenhof außerhalb der Stadt Lübeck an der Schwartau. Um 1640 wird das dort entstandene bischöfliche Amt Kaltenhof nach Schwartau verlegt, das sich zum Marktflecken entwickelt. 1842 werden die Ämter Kaltenhof und Großvogtei zum Amt Schwartau vereinigt.

Bad Schwartau hat eine lange Tradition als Kur- und Heilort. Bereits im 13. Jahrhundert wurde eine Aussätzigen-Station eingerichtet. Das Siechenhaus befand sich in der Nähe der heutigen Georgskapelle. Nachdem im 15. Jahrhundert die Lepra ("Aussatz") abklang, wurde das Siechenhaus geschlossen. Mit der Industrialisierung und der einhergehenden Luftverschmutzung in den Großstädten entwickelte sich Schwartau schon vor 1900 als Luftkurort. 1895 wird die erste Solequelle mit hohem Jodgehalt entdeckt. 1912 erhält Schwartau das Stadtrecht und 1913 wird es Bad. 1934 werden die Dörfer Rensefeld, Groß Parin und Cleve der aufgelösten Gemeinde Rensefeld eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

historisch:

  • 1912 - ca. 4.000
  • 1934 - ca. 7.000 (nach den erfolgten Eingemeindungen)

(jeweils zum 31. Dezember)

Politik

Wappen

Blasonierung: „Gespalten und halbgeteilt. Rechts in Silber ein schwarzer Schrägrechtswellenbalken, links oben in Blau ein goldenes, an den verdickten Enden einfach gekerbtes Steckkreuz, links unten in Gold zwei rote Balken.“[1]

Erläuterung des seit 1948 geführetn Wappens:

  • Auf der rechten Seite des Wappenschildes stellt die schwarze Schlangenlinie auf silbernem Grund den Fluss Schwartau dar.
  • Im oberen Viertel der linken Seite ist das goldene Kreuz auf blauem Grund aus dem Wappen des früheren Bistums Lübeck dargestellt.
  • Im unteren Viertel sind die roten Balken auf goldenem Grund aus dem Wappen des früheren Großherzogtums Oldenburg (Land) übernommen.

Fahne

Seit 1961 hat Bad Schwartau eine Fahne. Diese zeigt die schwarze Wellenlinie der Schwartau von oben links nach unten rechts sowie im linken unteren Viertel das rote Steckkreuz auf weißem Grund.

Partnerschaften und Patenschaften

Städtepartnerschaften gibt es mit folgenden Städten:

Die Stadt hat die Patenschaft für die 4. Kompanie des Panzeraufklärungsbataillons 6 der Bundeswehr in Eutin übernommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bad Schwartau trägt den Beinamen "Das Jodsole- und Moorheilbad des Nordens". Mit einem Jodidgehalt von 6,36 mg/l verfügt der Ort über eine der stärksten Jodsolequellen Norddeutschlands. Die Schwartauer Sole empfiehlt sich u.a. bei: degenrativen und entzündlichen Krankheiten der Bewegungsorgane, verschiedenen Frauenleiden und nach Operationen am Bewegungsapparat. Die Stadt vor den Toren Lübecks und in der Reichweite zu Ostsee (Lübecker Bucht) und Holsteinischer Schweiz lockt nicht nur zur Frühlings- oder Herbstzeit mit Natur pur oder gar nur als Kurstadt, hier findet man wirklich einen Ort zum Leben und Aufatmen vor. Einen guten Überblick gewinnt man von der Bismarcksäule auf dem Pariner Berg - nahe dem (bzw. im) Ortsteil Groß Parin. Für Spaziergänge und Wanderungen bietet sich der Kurpark und der Riesebusch (ein Wald) an.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bad Schwartau ist vor allem durch seine Lebensmittelindustrie bekannt. Der größte Arbeitgeber sind die Schwartauer Werke.

Verkehr

Die Stadt liegt an der A 1 (Vogelfluglinie). Über mehrere Buslinien des Stadtverkehr Lübeck besteht eine Verbindung nach Lübeck, Stockelsdorf, Lübeck-Travemünde und Timmendorfer Strand. In Bad Schwartau verkehrt auch der Berlinienbus, der Schleswig-Holstein mit Berlin verbindet. Etwas außerhalb des Ortskerns liegt der Bahnhof von Bad Schwartau an den Eisenbahnlinien Kiel-Lübeck-Hamburg (Hauptartikel: Ostküstenbahn) bzw. Kiel-Lübeck-Lüneburg sowie Puttgarden-Neustadt (Holstein)-Lübeck - Hamburg. Hier fahren mehrere Regionalzüge im Stundentakt.

Bild:Bad-schwartau-sprengschacht.jpg
Sprengschächte Kaltenhöfer Straße

Relikte des Kalten Krieges sind Sprengschächte im Verlauf der Kaltenhöfer Straße. Diese wurden in die Straße integriert, um die Brücke über die Schwartau im Ernstfall sprengen zu können.

Bildung

In Bad Schwartau gibt es drei Grund- und Hauptschulen, zwei Sonderschulen, eine Realschule, zwei Gymnasien und eine berufsbildende Schule. Außderdem gibt es ein privates Gymnasium.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Wilhelm Meyer-Schwartau, Architekt (* 1854 Schwartau, † 1935 Stettin)
  • Paul Peterich, Bildhauer (* 1864 Schwartau, † 1937 Rotterdam)
  • Gerd-Volker Schock, Fussballtrainer (* 1950)
  • Wolfram Kühn, Vizeadmiral (* 1952)
  • C. Cay Wesnigk, Filmemacher (* 1962 Bad Schwartau)

Persönlichkeiten die in Bad Schwartau leben und lebten

Quellen

  1. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Weblinks

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