Das Fotonexus-Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Auswärtiges Amt

Aus Fotonexus.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Deutsche Behörde Das Auswärtige Amt (abgekürzt AA) ist das deutsche Bundesaußenministerium und zuständig für die Außenpolitik sowie die deutsche EU-Politik. Leiter des Auswärtigen Amtes ist heute der Bundesminister des Auswärtigen.

Inhaltsverzeichnis

Das Auswärtige Amt

Bild:Berlin auswaertigesamt kl.jpg
Neubau des Auswärtigen Amtes in Berlin, links davon der Altbau, die ehemalige Reichsbank
Bild:Karte berlin auswaertigesamt.png
Lage des Auswärtigen Amtes in Berlin

Das Auswärtige Amt bildet gemeinsam mit den Auslandsvertretungen des Bundes den sogenannten Auswärtigen Dienst (§ 2 des Gesetzes über den Auswärtigen Dienst); er nimmt die auswärtigen Angelegenheiten des Bundes wahr, indem er die Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland zu auswärtigen Staaten sowie zwischenstaatlichen und überstaatlichen Einrichtungen, den Internationalen Organisationen, pflegt. Zu den sichtbaren Ansätzen der „Pflege der auswärtigen Beziehungen“ in den vergangenen Jahren zählt die Bewerbung Deutschlands um einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen im Zuge eines globalen VN-Reformpaketes des Jahres 2005, dem die erforderliche qualifizierte Mehrheit in der Generalversammlung der Vereinten Nationen bis dato aber versagt geblieben ist.

Das Auswärtige Amt hält auf seiner offiziellen Netzpräsenz Informationen über die Außenpolitik Deutschland, sowie umfangreiche Informationen zu allen Staaten der Welt parat. Es dient damit als Behörde, die dem Bürger direkt zugänglich ist. Seinen ersten Dienstsitz hat es im historischen Zentrum Berlins, am Werderschen Markt, unweit des abgerissenen früheren DDR-Außenministeriums. Der große Altbau war seit 1940 Sitz der Reichsbank, ab 1959 des Zentralkomitees der SED (siehe auch voriger Abschnitt, letzter Absatz). Der Zweitsitz ist in der Adenauerallee der Bundesstadt Bonn.

Amtsinhaber und damit Bundesaußenminister ist seit 2005 Frank-Walter Steinmeier (SPD) (siehe auch Bundesregierung).

Organisation

Neben der Zentrale des Auswärtigen Amts in Berlin und Bonn gibt es deutsche Auslandsvertretungen in den meisten Hauptstädten der Welt sowie in größeren Städten der Länder. Aufgabe der Zentrale ist es laut Website, als „zentrale Schaltstelle der deutschen Diplomatie, in der außenpolitische Analysen und Konzeptionen sowie konkrete Handlungsanweisungen für die deutschen Auslandsvertretungen erarbeitet werden“, zu fungieren. Die Auslandsvertretungen – also Botschaften, Ständige Vertretungen und Konsulate – werden dort als „Augen, Ohren und Stimme“ der Bundesregierung bezeichnet.

Heute unterhält das Auswärtige Amt 226 Auslandsvertretungen, darunter 145 Botschaften, 59 Generalkonsulate, 12 Ständige Vertretungen (bei Internationalen Organisationen) und 10 sonstige Auslandsvertretretungen (8 Außenstellen und 2 Vertretungsbüros). Des Weiteren werden drei Informationszentren unter der Bezeichnung „German Information Center (GIC)“ mit der Aufgabe, sprach- und regionalspezifische Informationen über Deutschland zu vermitteln, unterhalten. Das größte GIC befindet sich seit 2003 in Washington (vorher in New York). Im arabisch-sprachigen Raum ist ein GIC in Kairo tätig und für die französisch-sprachigen Gebiete wurde das GIC/CIDAL in Paris (Centre d’Information et de Documentation de l’Ambassade d’Allemagne) errichtet. Zusätzlich sind 356 Honorarkonsuln ehrenamtlich im Auftrag des Auswärtigen Amts tätig.

Die Berufung in die Spitzenpositionen an den Auslandsvertretungen geriet seit Ende der neunziger Jahre mehrfach in die Kritik. Die Vorwürfe richten sich gegen angebliche Parteibuchwirtschaft und gegen die noch häufiger anzutreffende Günstlingswirtschaft, u. a. in der Form der angeblichen Versorgung von Familienangehörigen (Nepotismus). Das Auswärtige Amt hält sich unter Verweis auf die Persönlichkeitsrechte seiner Bediensteten mit Stellungnahmen regelmäßig zurück; insofern kann aus dem dem Umstand, daß das Auswärtige Amt die Vorwürfe der Ämterpatronage selten entkräften konnte, in der Regel nur auf einen Mangel an Transparenz in seiner Personalpolitik geschlossen werden.

Probleme

Der Mangel an Transparenz in der Personalpolitik besteht mindestens seit den achtziger Jahren, als das Auswärtige Amt nach dem Überfall auf die Deutsche Botschaft Stockholm im Jahre 1975 und die Ermordung des AA-Diplomaten Gerold von Braunmühl 1986 durch Terror-Kommandos der RAF die Veröffentlichung der Besetzung ihrer Auslandsvertetungen und Führungspositionen in der Zentrale zum Schutze der Amtsträger einstellte. Die in allen anderen Staaten gepflegte, jährliche Veröffentlichung eines „Annuaire Diplomatique“ (Diplomatischen Jahrbuchs) mit den Stationen der Karriere jedes einzelnen Diplomaten des betreffenden Landes bietet ein gewisses Maß an öffentlicher Kontrolle über die Entstehung von Seilschaften, die im Falle des Auswärtigen Amtes nicht mehr gegeben ist.

Auch die Bekämpfung der Korruption bereitet dem Auswärtigen Amt zunehmend Probleme, die den Deutschen Bundestag in der Visa-Affäre beschäftigt haben. Kritiker der Entwicklung machen hierfür eine Günstlingswirtschaft in der Zentralabteilung des Auswärtigen Amtes und ein unzureichendes Inspektionswesen an den Auslandsvertretungen verantwortlich.

Geschichte

Das Auswärtige Amt wurde 1870 als Behörde des Norddeutschen Bunds gegründet. Es wurde zunächst von einem Staatssekretär geleitet. Der Hintergrund ist der, dass der spätere Reichskanzler Otto von Bismarck alle außenpolitischen Angelegenheiten als die seinen erachtete und ein dafür zuständiges Ministerium nicht duldete. Bis heute hat sich die Bezeichnung erhalten, obgleich das „Auswärtige Amt“ heute selbstverständlich kein bloßes Amt mehr ist und über erheblich bedeutendere Kompetenzen verfügt als noch zu Bismarcks Zeiten. Andere Länder kennen diese Tradition nicht; daher ist es unangemessen, etwa vom „Auswärtigen Amt“ Frankreichs oder Polens zu sprechen.

Bei den Koalitionsregierungen der Bundesrepublik Deutschland seit 1966 wurde der Außenminister vom jeweils kleineren Koalitionspartner gestellt, bis zur Bildung der gegenwärtigen Großen Koalition war er gleichzeitig auch Vizekanzler, mit der kurzfristigen Ausnahme der Vizekanzlerschaft von Jürgen Möllemann.

Zweites Kaiserreich

Im Kaiserreich war das Auswärtige Amt ein Reichsamt, das sich federführend um die Außenpolitik kümmerte. Es entstand 1871 nach der Gründung des Kaiserreiches und hatte seinen Sitz in der Berliner Wilhelmstraße 76.

Das Reich übernahm das Auswärtige Amt vom Norddeutschen Bund in unveränderter Form als Reichsbehörde, die von einem Staatssekretär geleitet wurde. Obwohl das Auswärtige Amt nun als Behörde einer gesamtdeutschen Außenpolitik fungierte, behielten die deutschen Bundesstaaten ein beachtliches Maß an Eigenständigkeit in ihrer jeweils eigenen Außenpolitik. Bismarck prägte mit seiner Außenpolitik den weltweit guten Ruf dieses Amtes, durch seine Bündnispolitik wurde das Auswärtige Amt zu einer der meistbeachteten Behörden Deutschlands. Obwohl nach Bismarcks Entlassung unter Wilhelm II. die meisten außenpolitischen Entscheidungen vom Kaiser selbst getroffen wurden, behielt das Auswärtige Amt die Schlüsselfunktion in der Deutschen Diplomatie und stellte sogar eine gewisse Opposition gegen Wilhelms Zickzackkurs in der Außenpolitik dar.

Im Auswärtigen Amt gab es zunächst zwei Abteilungen, welche den beiden streng getrennten Laufbahnen Diplomat und Konsul entsprachen.

Abteilung I

Die erste Abteilung war die politische, die sich mit den Angelegenheiten der höheren Politik, Personalien, Generalia, Zeremonien, Ordenssachen, Etats, Kassensachen, Angelegenheiten der Schulen und Kirchen etc. beschäftigte. Leiter dieser Abteilung war ein Staatssekretär, der zugleich als ständiger Vertreter des Reichskanzlers im Auswärtigen Amt fungierte. Der Reichskanzler besaß die oberste Verantwortlichkeit in außenpolitischen Belangen, weswegen der Staatssekretär ihm gegenüber weisungsgebunden war. Stellvertreter des Staatssekretärs war wiederum ein Unterstaatssekretär.

Abteilung II

Die zweite Abteilung war für die Bearbeitung der Angelegenheiten des Handels, Verkehrs, Konsulatswesens, Staatsrechts, Zivilrechts, der Kunst und Wissenschaft, der Privatangelegenheiten Deutscher im Ausland und der Gegenstände, die das Justiz-, Polizei- und Postwesen, die Auswanderung, die Schiffsangelegenheiten, die Grenzsachen und Ausgleichungen mit fremden Staaten etc. betrafen, zuständig. Sie war dem Direktor des Auswärtigen Amtes unterstellt.

Einrichtung weiterer Abteilungen

1885 verlor die zweite Abteilung die Zuständigkeit für Rechtssachen, da eine neue Abteilung III als Rechtsabteilung aus der Taufe gehoben wurde. Fünf Jahre später folgte eine eigene Kolonialabteilung, die 1907 zum Reichskolonialamt wurde. Des Weiteren schuf man 1915 im Ersten Weltkrieg eine Abteilung IV, welche die Funktion einer Nachrichtenabteilung übernahm.

Direktoren der Kolonialabteilung
Nr. Name Amtsantritt Ende der Amtszeit
1 Friedrich Richard Krauel 1890 1890
2 Paul Kayser 1890 1896
3 Oswald Freiherr von Richthofen 1896 1898
4 Gerhard von Buchka 1898 1900
5 Oscar Wilhelm Stübel 1900 1905
6 Ernst Fürst von Hohenlohe-Langenberg 1905 1906
7 Bernhard Dernburg 1906 1907

Weimarer Republik

In der Weimarer Republik hatte das Auswärtige Amt den Status eines Reichsministeriums. Ihm stand ein Reichsminister vor. Es ging 1919 aus dem Auswärtigen Amt des Kaiserreichs hervor, das lediglich eine Reichsbehörde war, deren Staatssekretär gegenüber dem Reichskanzler weisungsgebunden war. Zudem besaß das Reich nun die Alleinverantwortlichkeit für die Außenpolitik. Der Name der Behörde wurde jedoch aus positiver Tradition beibehalten („Amt“). Besonders Gustav Stresemann prägte den Charakter der deutschen Außenpolitik in der Weimarer Republik und setzte Bismarcks Tradition in großen Teilen fort.

Nationalsozialismus

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten war das Auswärtige Amt der Gleichschaltungspolitik der NSDAP ausgesetzt, ebenso wie alle anderen Reichsministerien. Im Unterschied zu diesen gingen aus dem Auswärtigen Dienst aber auch bekannte Widerstandskämpfer hervor, wie Adam von Trott zu Solz und Ulrich von Hassell.

Nach Ende des 2. Weltkrieges dauerte es eine Weile, bis 1951 in der Bundesrepublik seine Wiedereinrichtung erfolgte, zumal das Land bis 1949 keine Souveränität besaß und also auch kein solches Amt brauchte.

Bundesrepublik Deutschland

Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 und der Zurückerlangung der außenpolitischen Souveränität 1951 gründete man das Amt am 15. März 1951 in der neuen Bundeshauptstadt Bonn wieder und behielt den Namen. Damit bekannte sich die Behörde in der Bundesrepublik – als mit dem Deutschen Reich identischer Staat – eindeutig zu ihrer Tradition und Kontinuität bis hin zu Bismarck. 1955 zog das Auswärtige Amt in einen architektonisch schlichten Neubau am Rande des künftigen Regierungsviertels. Das Gebäude war eines der ersten Ministeriumsneubauten in Bonn und zum Eröffnungszeitpunkt der größte Verwaltungskomplex in Deutschland.

Federführend beim Wiederaufbau des Auswärtigen Dienstes agierten Beamte, die bereits in der NS-Zeit im Außenministerium beschäftigt waren. Der Umfang des Einflusses ehemaliger NSDAP-Mitglieder und in NS-Verbrechen verstrickte Diplomaten ist derzeit Gegenstand der Untersuchung durch eine im Jahre 2005 eingesetzte internationale Historikerkommission; vorläufigen Schätzungen zufolge sollen im Jahr 1952 zwei Drittel der leitenden Beamten und vier Fünftel der Referatsleiter ehemalige Mitglieder der NSDAP gewesen sein. Gegebenenfalls beschäftigte damit das AA während der 1950er Jahre mehr NSDAP-Mitglieder als zu Zeiten des „Dritten Reichs“.

In der DDR vertrat das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten die Außenpolitik der dortigen Regierung.

1999 verlegte das Auswärtige Amt seinen ersten Dienstsitz nach Berlin, wo es die Räume des ehemaligen Zentralkomitees der SED, dem früheren Erweiterungsbau der Reichsbank (die unmittelbar danebengelegene Reichsbank wurde bei den Bombenangriffen im 2. Weltkrieg restlos zerstört), bezog sowie einen Neubau errichten ließ. Im Bonner Gebäude wurde ein Zweitsitz behalten, in dem nach wie vor über 450 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Außenminister

Außenstaatssekretäre, 1871–1919

Nr. Name Amtsantritt Ende der Amtszeit
1 Hermann von Thile 1871 1872
2 Hermann Ludwig von Balan1 1872 1873
3 Bernhard Ernst von Bülow 1873 1879
4 Josef Maria von Radowitz1 1879 1880
5 Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst1 1880 1880
6 Friedrich Graf zu Limburg-Stirum1 1880 1881
7 Clemens Busch1 1881 1881
8 Paul Graf von Hatzfeld zu Trachenberg 1881 1885
9 Herbert Fürst von Bismarck2 1885 1890
10 Adolf Freiherr Marschall von Bieberstein 1890 1897
11 Bernhard Fürst von Bülow 1897 1900
12 Oswald Freiherr von Richthofen 1900 1906
13 Heinrich Leonhard von Tschirschky und Bögendorff 1906 1907
14 Wilhelm Freiherr von Schoen 1907 1910
15 Alfred von Kiderlen-Waechter 1910 1912
16 Gottlieb von Jagow 1913 1916
17 Arthur Zimmermann 1916 1917
18 Richard von Kühlmann 1917 1918
19 Paul von Hintze 1918 1918
20 Wilhelm Heinrich Solf 1918 1918
21 Ulrich Graf von Brockdorff-Rantzau 1918 1919
1 Die Ausübung des Amtes erfolgte nur kommissarisch.

2 Die Ausübung des Amtes erfolgte bis zum 17. Mai 1886 kommissarisch.

Reichsminister des Auswärtigen, 1919–1945

Nr. Name Amtsantritt Ende der Amtszeit Partei
1 Ulrich von Brockdorff-Rantzau 13. Februar 1919 21. Juni 1919 parteilos
2 Hermann Müller 21. Juni 1919 26. März 1920 SPD
3 Adolf Köster 10. April 1920 8. Juni 1920 SPD
4 Walter Simons 25. Juni 1920 4. Mai 1921 parteilos
5 Friedrich Rosen 10. Mai 1921 22. Oktober 1921 parteilos
6 Joseph Wirth 26. Oktober 1921 31. Januar 1922 Zentrum
7 Walther Rathenau 1. Februar 1922 24. Juni 1922 DDP
8 Joseph Wirth 24. Juni 1922 14. November 1922 Zentrum
9 Friedrich von Rosenberg 22. November 1922 11. August 1923 parteilos
10 Gustav Stresemann 13. August 1923 3. Oktober 1929 DVP
11 Julius Curtius 4. Oktober 1929 9. Oktober 1931 DVP
12 Heinrich Brüning 9. Oktober 1931 30. Mai 1932 Zentrum
13 Konstantin Freiherr von Neurath 1. Juni 1932 4. Februar 1938 NSDAP (ab 1937)
14 Joachim von Ribbentrop 4. Februar 1938 1. Mai 1945 NSDAP
15 Arthur Seyß-Inquart 1. Mai 1945 2. Mai 1945 NSDAP
16 Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk 2. Mai 1945 23. Mai 1945 parteilos
Vorlage:Zeitleiste Deutsche Außenminister 1919-1923Vorlage:Zeitleiste Deutsche Außenminister 1923-1945

Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR, 1949–1990

Nr. Name Amtsantritt Ende der Amtszeit Partei
1 Georg Dertinger (19021968) 12. Oktober 1949 15. Januar 1953 CDU
2 Anton Ackermann1 (19051973) 15. Januar 1953 Juli 1953 SED
3 Lothar Bolz (19031986) Juli 1953 24. Juni 1965 NDPD
4 Otto Winzer (19021975) 24. Juni 1965 20. Januar 1975 SED
5 Oskar Fischer (* 1923) 3. März 1975 12. April 1990 SED
6 Markus Meckel (* 1952) 12. April 1990 20. August 1990 SPD
7 Lothar de Maizière2 (* 1940) 20. August 1990 2. Oktober 1990 CDU
1 Die Ausübung des Amtes erfolgte nur kommissarisch.

2 Lothar de Maizière übte das Amt nach dem Rückzug der SPD (und mit ihr Markus Meckels) aus der Regierung kommissarisch und in Personalunion mit dem Ministerpräsidenten der DDR aus.

Vorlage:Zeitleiste DDR Außenminister

Bundesminister des Auswärtigen seit 1951

Nr. Name (Lebensdaten) Amtsantritt Ende der Amtszeit Partei
1 Konrad Adenauer (18761967) 15. März 1951 6. Juni 1955 CDU
2 Heinrich von Brentano (19041964) 6. Juni 1955 17. Oktober 1961 CDU
3 Gerhard Schröder (19101989) 14. November 1961 30. November 1966 CDU
4 Willy Brandt (19131992) 1. Dezember 1966 20. Oktober 1969 SPD
5 Walter Scheel (* 1919) 21. Oktober 1969 15. Mai 1974 FDP
6 Hans-Dietrich Genscher (* 1927) 17. Mai 1974 17. September 1982 FDP
7 Helmut Schmidt (* 1918) 17. September 1982 1. Oktober 1982 SPD
8 Hans-Dietrich Genscher (* 1927) 1. Oktober 1982 17. Mai 1992 FDP
9 Klaus Kinkel (* 1936) 18. Mai 1992 26. Oktober 1998 FDP
10 Joschka Fischer (* 1948) 27. Oktober 1998 22. November 2005 GRÜNE
11 Frank-Walter Steinmeier (* 1956) 22. November 2005 SPD

Vorlage:Zeitleiste Außenminister BRD

Zwei Bundeskanzler übten das Amt in Personalunion aus, Konrad Adenauer als erster Außenminister der Bundesrepublik Deutschland und Helmut Schmidt, nachdem sich die FDP aus Koalition und Kabinett zurückgezogen hatte. Hans-Dietrich Genscher bekleidete es sowohl unter einer SPD- als auch unter einer CDU-Kanzlerschaft.

Staatsminister beim Bundesminister des Auswärtigen

bis 1974: Parlamentarische Staatssekretäre

Staatsminister
Name Amtsantritt (Jahr) Ende der Amtszeit (Jahr) Partei
Gerhard Jahn 1967 1969 SPD
Ralf Dahrendorf 1969 1970 FDP
Karl Moersch 1970 1976 FDP
Hans Apel 1972 1974 SPD
Hans-Jürgen Wischnewski 1974 1976 SPD
Klaus von Dohnanyi 1976 1981 SPD
Hildegard Hamm-Brücher 1976 1982 FDP
Peter Corterier 1981 1982 SPD
Alois Mertes 1982 1985 CDU
Jürgen Möllemann 1982 1987 FDP
Lutz Stavenhagen 1985 1987 CDU
Irmgard Adam-Schwaetzer 1987 1990 FDP
Helmut Schäfer 1987 1998 FDP
Ursula Seiler-Albring 1990 1994 FDP
Werner Hoyer 1994 1998 FDP
Ludger Volmer 1998 2002 Bündnis 90/Die Grünen
Günter Verheugen 1998 1999 SPD
Christoph Zöpel 1999 2002 SPD
Hans Martin Bury 2002 2005 SPD
Kerstin Müller 2002 2005 Bündnis 90/Die Grünen
Gernot Erler 2005 heute SPD
Günter Gloser 2005 heute SPD

Beamtete Staatssekretäre im Auswärtigen Amt

Staatssekretäre
Name Amtsantritt (Jahr) Ende der Amtszeit (Jahr) Partei
Walter Hallstein 1951 1958 CDU
Hilger van Scherpenberg 1958 1961
Karl Carstens 1960 1966 CDU
Rolf Lahr 1961 1969
Klaus Schütz 1966 1967 SPD
Georg Ferdinand Duckwitz 1967 1970
Günther Harkort 1969 1970
Sigismund Freiherr von Braun 1970 1972
Paul Frank 1970 1974 FDP
Hans-Georg Sachs 1973 1975
Walter Gehlhoff 1974 1977
Peter Hermes 1975 1979 CDU
Günther van Well 1977 1981
Hans Werner Lautenschlager 1979 1984
Berndt von Staden 1981 1983
Andreas Meyer-Landrut 1983 1987
Jürgen Ruhfus 1984 1987
Jürgen Sudhoff 1987 1990
Hans Werner Lautenschlager 1987 1993
Dieter Kastrup 1990 1995
Jürgen Trumpf 1993 1994
Hans-Friedrich von Ploetz 1994 1998 CDU
Peter Hartmann 1995 1998 CDU
Gunter Pleuger 1998 2002
Wolfgang Ischinger 1998 2001
Jürgen Chrobog 2001 2005
Klaus Scharioth 2002 2005 parteilos
Georg Boomgaarden 2005 heute SPD
Reinhard Silberberg 2005 heute SPD

Inoffizielle Mitarbeiter des MfS im Auswärtigen Amt

Spione der DDR-Staatssicherheit
Name Jahr des Eintritts in den Auswärtigen Dienst Jahr der Anwerbung durch das MfS Deckname
Christine Bauer 1986 Jasmina
Helge Berger
Hagen Blau 1961 1960 Detlef, Merten
Herbert Kemper
Ruth Kemper
Reiner Müller
Ludwig Pauli Adler
Lilli Pöttrich 1983 1976 Angelika
Gisela von Raussendorff Blume
Klaus von Raussendorff 1957 Brede
Karl-Heinz Rode Maro

Siehe auch

wikt:
Wiktionary
Wiktionary: Auswärtiges Amt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Filmographie

  • Hitlers Diplomaten in Bonn. Das Auswärtige Amt und seine Vergangenheit. 45 Min. Dokumentation; Buch und Regie: Heinrich Billstein und Mathias Haentjes; Produktion: WDR; Erstausstrahlung: 18. Januar 2006 [1]

Literatur

  • Jens Ruppenthal: Die Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt der Weimarer Republik In: Ulrich van der Heyden & Joachim Zeller (Hg.) "… Macht und Anteil an der Weltherrschaft". Berlin und der deutsche Kolonialismus Unrast, Münster 2005 ISBN 3897710242
  • Christopher R. Browning: The final solution and the German Foreign Office. A study of referat D III of Abteilung Deutschland 1940-43 Holmes & Meier, New York & London 1978 ISBN 0841904030
  • Enrico Brandt & Christian F. Buck: Auswärtiges Amt 4. Aufl., VS-Verlag, Wiesbaden 2005 ISBN 3531147234
  • Berndt von Staden: Zwischen Eiszeit und Tauwetter. Diplomatie in einer Epoche des Umbruchs Erinnerungen. WSJ, Berlin 2005 ISBN 3937989056
  • Heribert Schwan & Helgard Heindrichs: Das Spinnennetz. Stasi-Agenten im Westen: Die geheimen Akten der Rosenholz-Datei Knaur, München 2005 ISBN 3426777320

Weblinks

[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/fotonexus/w/images/c/ca/Wikipedia_lexikon3e.jpg': No such file or directory.
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Ausw%C3%A4rtiges_Amt, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Koordinaten: 52° 30' 53" N 13° 23' 58" O

[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/fotonexus/w/images/c/ca/Wikipedia_lexikon3e.jpg': No such file or directory.
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Ausw%C3%A4rtiges_Amt, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge