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Asta Nielsen
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Asta Sofie Amalie Nielsen (* 11. September 1881 in Kopenhagen; † 25. Mai 1972 in Frederiksberg) war eine dänische Schauspielerin.
Leben und Werk
Asta Nielsen wuchs in Schweden und Dänemark auf. Bereits als Kind kam sie mit dem Theater in Berührung. Ab 1902 war sie in Kopenhagen fest angestellt. Ihr erster Film, Afgrunden (1910), brachte ihr und dem Regisseur Urban Gad gleich einen Vertrag zur Produktion von mehreren Filmen in Deutschland, der aufgrund des einsetzenden Erfolges bis 1915 verlängert wurde.
Sie drehte anfangs ausschließlich unter der Regie ihres damaligen Ehemannes Urban Gad. Meist waren ihre Rollen konfliktbeladene Frauen, deren Verhalten nicht den gesellschaftlichen Konventionen entsprach, so in Der fremde Vogel (1911) und Die arme Jenny (1912). Nielsen hatte aber auch Talent für komische Rollen und war beim Publikum damit vor allem in Engelein (1914) so erfolgreich, dass ein Sequel gedreht wurde.
1916 ging sie wieder nach Dänemark und kehrte erst nach Ende des Ersten Weltkrieges wieder nach Deutschland zurück, wo sie fortan vorwiegend in Literaturverfilmungen und Dramen auftrat. Zwischen 1920 und 1922 produzierte sie drei Filme selbst. Darunter eine Verfilmung von Shakespeares Hamlet, in der sie den Dänenprinzen spielt. Nach der im Film vertretenen Theorie war Hamlet eine als männlicher Thronfolger erzogene Prinzessin, was seine/deren abweisende Haltung gegenüber Ophelia erklären soll, in Wahrheit aber wohl eher Asta Nielsen zu einer interessanten Rolle verhelfen sollte. Herausragend ist auch ihre Darstellung von Frauen am untersten Rand der Gesellschaft in Die freudlose Gasse (1925) von Georg Wilhelm Pabst und Dirnentragödie (1927) von Bruno Rahn.
Ihre Filmkarriere endete mit dem Tonfilm, sie trat nur in einem einzigen auf. Obwohl sie eine angenehme Stimme hatte, ging ihr gekonntes Mienenspiel in diesem neuen Medium unter. Filmangebote lehnte sie kontinuierlich ab. Sie widmete sich fortan dem Theater und veröffentlichte 1946 ihre Autobiographie Die schweigende Muse. 1963 wurde sie mit dem Filmband in Gold für ihr langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film ausgezeichnet. 1968 erschien ein von ihr produzierter, autobiografischer Dokumentarfilm.
Asta Nielsen war der große Star des Stummfilms, wenn nicht sogar der erste weibliche Filmstar in der Geschichte des Kinos und galt als eines der ersten Sexsymbole. Asta Nielsen ließ sich nie auf ein Rollenfach festlegen: Sie spielte sowohl gebrochene, leidende Frauen als auch Prostituierte; Tänzerinnen ebenso wie einfache Arbeiterinnen. Ihre Körpersprache war immer dezent, dabei aber unglaublich ausdrucksstark.
Asta Nielsen besaß auf der Ostseeinsel Hiddensee ein Haus, das sie "Karusel" nannte (dänische Bezeichnung für Karussell). Der Name leitet sich von der runden Form des Gebäudes ab.
Sie wurde auf dem Vestre Kirkegard (Westfriedhof) in Kopenhagen in einem anonymen Gemeinschaftsgrab
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(Askefællesgrave) beigesetzt.
Filme
- 1910 - Afgrunden (Abgründe), Dänemark - Regie: Urban Gad
- 1911 - Nachtfalter - Regie: Urban Gad
- 1911 - Heißes Blut - Regie: Urban Gad
- 1911 - Ballettänzerin, Dänemark - Regie: August Blom
- 1911 - Der fremde Vogel - Regie: Urban Gad
- 1911 - Der schwarze Traum, Dänemark - Regie: Urban Gad
- 1912 - Die arme Jenny - Regie: Urban Gad
- 1912 - Der Totentanz - Regie :Urban Gad
- 1912 - Jugend und Tollheit - Regie: Urban Gad
- 1913 - Die Sünden der Väter - Regie: Urban Gad
- 1913 - Die Filmprimadonna - Regie: Urban Gad
- 1913 - Die Suffragette - Regie: Urban Gad
- 1914 - Engelein - Regie: Urban Gad
- 1914 - Zapatas Bande - Regie: Urban Gad
- 1914 - Die falsche Asta Nielsen - Regie: Urban Gad
- 1915 - Vordertreppe - Hintertreppe - Regie: Urban Gad
- 1916 - Die Börsenkönigin - Regie: Edmund Edel
- 1919 - Rausch - Regie: Ernst Lubitsch
- 1920 - Der Reigen - Ein Werdegang - Regie: Richard Oswald
- 1921 - Hamlet - Regie: Svend Gade
- 1921 - Irrende Seelen/Sklaven der Sinne - Regie: Carl Froelich
- 1921 - Fräulein Julie - Regie: Felix Basch
- 1922 - Vanina - Die Galgenhochzeit - Regie: Arthur von Gerlach
- 1923 - Erdgeist - Regie: Leopold Jessner
- 1924 - Lebende Buddhas - Regie: Paul Wegener
- 1924 - I.N.R.I. - Regie: Robert Wiene
- 1925 - Die freudlose Gasse - Regie: Georg Wilhelm Pabst
- 1927 - Dirnentragödie - Regie: Bruno Rahn
- 1927 - Gehetzte Frauen - Regie: Richard Oswald
- 1927 - Das gefährliche Alter - Regie: Eugen Illés
- 1932 - Unmögliche Liebe - Regie: Erich Waschneck
Weblinks
- Asta Nielsen in der Internet Movie Database
- FemBiographie
- Der Stern des Stummfilms - Asta Nielsen
- Hotel-Pension Funk - Eine Pension in der ehemaligen Wohnung von Asta Nielsen in Berlin
- Bio- und Filmographie auf film-zeit.de
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nielsen, Asta |
| KURZBESCHREIBUNG | dänische Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 11. September 1881 |
| GEBURTSORT | Kopenhagen |
| STERBEDATUM | 25. Mai 1972 |
| STERBEORT | Frederiksberg |
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