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Arenga
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Eine Arenga (von frz.: harangue = "feierliche Ansprache"; aus germanisch: hariring = "Heeresring", ringförmige Versammlung des Heeres für eine Ansprache) ist eine den Kontext einer mittelalterlichen Urkunde einleitende, literarische Formel, die nicht rechtserheblich ist. Bis zur Mitte des 10. Jahrhunderts war sie recht kurz gehalten, später dann oft ausführlicher. Unter Kaiser Heinrich II. wurde sie gelegentlich in Reimprosa verfasst.
Die Arenga bringt die allgemeinen Motive zum Ausdruck, die zur Ausstellung einer Urkunde geführt haben. Sie handelt - oft in pathetischer Art und Weise - von Herrschertugenden, von der Hoffnung auf himmlische Belohnung, vom Amt, vom Recht oder vom Frieden.
Für die Geschichtswissenschaft, vor allem für die so genannten Historischen Hilfswissenschaften stellen die Arengen wichtige Quellen zur mittelalterlichen Ideengeschichte dar, d.h. zur jeweils herrschenden Ideologie, zum jeweiligen 'Staatsdenken', zur Regierungstätigkeit bzw. zum 'Regierungsprogramm'.
Die päpstlichen Bullen werden nach dem Incipit der Arenga zitiert, z. B.:
- "Unam Sanctam", 1302
- "In coena Domini", 1627
Literatur
- Heinrich Fichtenau: Arenga. Spätantike und Mittelalter im Spiegel von Urkundenformeln (MIÖG Ergänzungsband 18), Wien 1957.
- Friedrich Hausmann / Alfred Gawlik (Hrsg.): Arengenverzeichnis zu den deutschen Königs- und Kaiserurkunden von den Merowingern bis Heinrich VI. (MGH Hilfsmittel 9), München 1987.
Weblinks
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