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Amigo-Affäre
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Amigo-Affäre ist die umgangssprachliche Bezeichnung eines Bestechungsskandals um den ehemaligen Ministerpräsidenten von Bayern, Max Streibl, in die auch andere bayerische Politiker verwickelt waren. Inwieweit der aktuelle bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber in die Affäre verstrickt war, ist umstritten.
Streibl trat am 27. Mai 1993 von seinen Ämtern zurück. Ihm war vorgeworfen worden, sich unrechtmäßigerweise beim Bundesministerium der Verteidigung für den Zuschlag des deutschen Flugzeugbauers Grob-Werke Burkhart Grob e.K. beim Auftrag für das EloKa-System LAPAS verwendet zu haben. Dies soll vor allem im Gegenzug für zwei 1983 von seinem Freund (spanisch amigo) Grob finanzierte Privaturlaube in Brasilien und Kenia und als Dank für Parteispenden desselben geschehen sein. Daneben soll Streibl auch beim Bundesministerium für Forschung und Technologie und der Landesanstalt für Aufbaufinanzierung hohe Fördermittel für seinen Schulfreund Grob erschlichen haben.
Die Amigo-Affäre wurde durch Recherchen der Journalisten Michael Stiller, Christiane Schlötzer-Scotland, Hans Holzhaider, Klaus Ott (Süddeutsche Zeitung) und vom Münchener Korrespondenten der Augsburger Allgemeinen, Fridolin Engelfried, durch Material aufgedeckt, das nur von Insidern stammen konnte. Die fünf Journalisten wurden für ihre Enthüllungen mit dem Wächterpreis der deutschen Tagespresse ausgezeichnet (2. Preis, 1993).
Nachfolger im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten wurde Edmund Stoiber.
„Amigo-Affäre“ wird seitdem oft als Synonym für Affären um die Verstrickung von Politik und Wirtschaft verwendet.
Siehe auch
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