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Alternative (Subkultur)
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Unter der alternativen Subkultur fasst man - zumindest im westlichen Kulturraum - von den Normen der Masse abweichende Lebensstile und -einstellungen zusammen, welche sich mehr oder weniger von der Hauptkultur, dem „Mainstream“, abgrenzen. Der Oberbegriff umfasst mehrere Lebensstile, welche sich häufig einer bestimmten Subkultur zuordnen lassen, obgleich nicht notwendigerweise ein Zusammengehörigkeitsbewusstsein unter den Alternativen oder Alternatives besteht. Auch kann das Urteil über die Alternativität eines Menschen oder einer Subkultur Ansichtssache sein.
Das Eintrittsalter in die Alternativität liegt meistens in der Jugendzeit. Zum Alternativen fühlen sich proportional mehr Jungen und Männer als Mädchen und Frauen zugehörig.
Die Definition des Alternativen gestaltet sich dem Begriff gemäß mehr oder weniger schwammig - sobald die Populärkultur (insbesondere der Jugend) in Richtung Alternative schwankt, wird diese schnell zum Mainstream und ist somit nicht mehr alternativ. Insbesondere in der Musik und im Bekleidungsstil gibt es immer wieder populärkulturelle Phasen, die die alternative Sub- und Jugendkultur nachzuahmen suchen.
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Subkulturen und einzelne Alternative
Auf der einen Seite werden Menschen als Alternative bezeichnet, die sich nicht einer bestimmten Subkultur zuordnen lassen, sich aber gleichzeitig von ihrer Hauptkultur durch Musik, Auftreten u. ä. distanzieren.
Oft wird man jedoch zum Alternativen durch das Eingliedern in eine (Jugend)subkultur. Subkulturen welche oftmals unter dem Terminus zusammengefasst werden sind beispielsweise Punk, Heavy Metal, Gothic, Independent, Hardcore, und/oder Rocker. Daneben lässt sich jedoch auch jede andere, nichtintegrierte, nicht ethnisch bestimmte Lebenseinstellung (etwa Menschen mit anormalen Sexualpräferenzen oder Mitglieder von Sekten) innerhalb einer Gesellschaft mit diesem Begriff bezeichnen, da obige Kriterien hier ebenso zutreffend sind.
Von einer konkreten alternativen Subkultur lässt sich allerdings nicht reden, da die Angehörigen der verschiedenen Subkulturen sich häufig nur ihrer eigenen Subkultur zugehörig fühlen. Ihr Auftreten wird von den Codes ihrer Subkultur bestimmt, und sie konsumieren bevorzugt oder ausschließlich die Musik ihrer Szene. Teilweise kommt es zu Konflikten zwischen diesen Szenen. Ein übergeordnetes Gruppengefühl findet sich nur vereinzelt. In einem engeren Sinne spricht man von Alternativen, wenn Leute sich in einer oder mehreren dieser Szenen aufhalten.
Im engsten Sinne dient die Bezeichnung "Alternative" für Menschen, welche keiner Subkultur zuordbar sind, sich aber dennoch nicht mit der Popkultur identifizieren können oder wollen. Diese müssen nicht notwendigerweise als solche erkennbar sein; entscheidend ist vielmehr die innere Einstellung.
Alternatives Gedankengut
Unter den meisten Alternativen lässt sich ein starker Individualitätsgedanke ausfindig machen, welcher die Abgrenzung des eigenen Individuums von der „Masse“, dem „Mainstream“, betont. In ihren extremeren Formen, kann diese Abgrenzung auch extremistische Züge annehmen; gewaltsamer Widerstand gegen Andersdenkende und -lebende wird hier als legitim angesehen. Es ist jedoch zu beachten, dass der absolut überwiegende Teil alternativ lebender Menschen eher unpolitisch pazifistisch eingestellt ist und sich vielmehr in einer Art "innerer Emigration" befindet.
Die eigene „Alternativität“ wird oftmals, sehr bewusst, als wichtiger Bestandteil der eigenen Identität und Persönlichkeit aufgefasst.
Alternatives Auftreten
Grundsätzlich muss man angesichts der kaum bis gar nicht vorhandenen Szene sagen, dass es keine bestimmten Merkmale, etwa Vorlieben im Styling, in der Sprache oder sonstigem Auftreten gibt, welche allen Alternativen gemein wären.
Unter Betrachtung der meisten Alternativen fällt allerdings eine generelle Tendenz zu gesellschaftlich nicht allgemein anerkannten Kleidungsstilen, Verhaltensweisen und abweichenden Frisuren auf.
Die Rolle der Musik
Sich als Alternativ einschätzende Menschen definieren sich häufig über ihren bevorzugten Musikstil. Wie auch in den besagten Subkulturen, ist die Musik auch hier rockorientiert, obwohl auch Stile wie Reggae oder bestimmte elektronische Musikrichtungen sich auffinden lassen. Grundsätzlich verstehen viele, sich als alternativ sehende Menschen, auf sogenannte Independent-Musik; Musik also, die abseits von großen Labels und populärer, kommerziell ausgerichteter Musik produziert wird.
Nicht nur die selbst gehörte Musik ist in der Alternativen Szene identitätsstiftend, auch „Feindbilder“ werden häufig klar definiert. Hip-Hop, Pop, Techno, ausschließlich kommerziell orientierte sowie jegliche Art von „zusammengecasteten Bands“ werden häufig als dasjenige genannt, was am Weitesten vom Alternativem Musikstil entfernt sei. Wobei jedoch zu beachten ist, dass es im Bereich Hip Hop und Techno auch Menschen gibt, die sich als alternativ sehen, da Techno und Hip Hop heute sehr kommerziell geworden ist, die Wurzeln dieser Musik jedoch weit ab von jedem Kommerz liegen.
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