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Al-Manar

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Al-Manar (arabisch: المنار

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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Al-Manar, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


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al-Manār, „Der Leuchtturm“) ist ein 1991 etablierter Hörfunk- und Fernsehsender mit Sitz in Beirut. Er gehört rechtlich zur Lebanese Communication Group, größter Anteilseigner ist mit 36% ArabSat, und wird täglich von rund 50 Millionen Menschen via Satellit im gesamten arabischen Raum bis nach Europa, empfangen.

Al-Manar ist auch der Name eines zwischen 1898 und 1935 von Raschid Rida publizierten einflussreichen islamischen Journals.

Inhaltsverzeichnis

Programminhalt

Zentraler Programmschwerpunkt ist die Propagierung muslimischer Werte. Häufig werden Standpunkte der Hisbollah und Reden von Hassan Nasrallah publiziert. Den Programmmachern von al-Manar wird von verschiedenen Seiten vorgeworfen, antijüdische Hetze zu verbreiten. In Frankreich, wo dem Sender am 19. November 2004 Auflagen erteilt worden waren, wurde Al-Manar auf Antrag der französische Rundfunkaufsicht (CSA) am 15. Dezember vom obersten Gerichtshof verboten, woraufhin er vom Satellitenbetreiber Eutelsat in der Haupt-Ausleuchtzone (Mitteleuropa) abgeschaltet wurde. Dabei bezog man sich besonders auf die 2003 ausgestrahlte, mehrteilige Fernsehserie "asch-Schatat" (Diaspora), die auf den Protokollen der Weisen von Zion beruht, einer antisemitischen Verschwörungstheorie.[1] Andere Satelliten übernahmen den Downlink.

Am 18. Dezember 2004 wurde der Sender in den USA in die Liste terroristischer Organisationen aufgenommen. Die Finanzierung al-Manars wird mit der libanesisch-schiitischen Hisbollah in Verbindung gebracht.

Da al-Manar auch in Deutschland zu empfangen war, zog er die Aufmerksamkeit des Landesamtes für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg auf sich. Hingewiesen wurde auf Inhalte, die Volksverhetzung, Gewaltverherrlichung und Judenhass befördern würden; insbesondere auch auf Cartoons für Kinder ab drei Jahren, „in denen schon den Jüngsten das Lebensideal eines Märtyrers – eines Gotteskriegers – vermittelt wird“.

Ende Juli/Anfang August 2006 hackte die israelische Armeee das Sendesignal des der Hisbollah nahe stehenden Fernsehsenders al-Manar zur psychologischen Kriegsführung. Während der Nachrichten unterbrachen die israelischen Techniker das Signal, sodass stattdessen eine 90-Sekunden-Sendung gezeigt wurde, die die Moral der Hisbollah untergraben sollte.[2]

Während des israelischen Libanonkrieges 2006 wurde das Gebäude der Sendezentrale am 13. Juli 2006 von der Israelischen Luftwaffe angegriffen und teilweise zerstört.

Al-Manar bietet auch Rechtsextremisten wie Ahmed Rami ein Forum.

Belege

  1. Country Reports on Human Rights Practices - 2004 Veröffentlicht vom Bureau of Democracy, Human Rights, and Labor des Außenministeriums der Vereinigten Staaten, 28. Februar 2005
  2. www.heise.de

Literatur

  • Avi Jorisch: Beacon of Hatred – Inside Hizballah's Al-Manar Television, Washington Institute for Near East Policy 2004, ISBN 0944029884
  • Kilpert, Daniel: Tödliche Sendung in Jungle World January 11, 2006 ISSN 1613-0766
  • Tatham, Steve (2006), 'Losing Arab Hearts & Minds: The Coalition, Al-Jazeera & Muslim Public Opinion' Hurst & Co (London) Published 1 Jan 06

Weblinks

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