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6. Jahrhundert

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Das 6. Jahrhundert begann am 1. Januar 501 und endete am 31. Dezember 600.

Es ist die Epoche des Übergangs zwischen der Spätantike und dem Frühmittelalter.

Inhaltsverzeichnis

Zeitalter/Epoche

Europäischen Kulturraum

Letztes Jahrhundert der Spätantike und zugleich erstes Jahrhundert des Frühmittelalters. In die Mitte des 6. Jh. fällt das Ende der Periode, die man Völkerwanderungszeit nennt.

Das weströmische Reich war bereits vor einigen Jahrzehnten zerfallen, und in Mitteleuropa beginnen sich Reiche von germanischen Stämmen zu bilden: Das Ostgotenreich Theoderichs in Italien, Westgoten in Spanien, Reich der Franken unter den Merowingern, Burgunder, Thüringer, Gepiden in Ungarn und Siebenbürgen, Vandalen in Nordafrika, Sardinen und Korika. Die formale und teils auch faktische Oberhoheit der Oströmischen Kaiser war aber auch im Westen noch weitgehend unangefochten. Kaiser Justinian I. erneuert in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts das Oströmische Reich von Südspanien, über Italien und den Balkan bis nach Ägypten, Syrien und Georgien, ein letzter Höhepunkt der spätrömischen Kultur, und das Ende der Antike.

Ab den 570er-Jahren drängen die Langobarden gegen die Nordgrenze des Reiches und fallen in Italien ein, die Baiuwaren besiedeln das nördliche Alpenvorland. In die durch die Völkerwanderung entvölkerten ehemaligen ostgermanischen Gebiete wandern allmählich slawische Völker (Wenden) ein. Etwa um diese Zeit beginnt auch die slawische Besiedlung des Balkanraumes, die durch die Balkanfeldzüge des Maurikios nur vorübergehend gestoppt wird. Zusammen mit den Langobarden siedeln auch die ursprünglich zentralasiatischen Awaren in den Raum Ungarn/Östliches Österreich ein.

In England bedrängen die Angelsachsen zunehmend die heimischen romano-keltisch-christlichen Regenten. Der Abwehrkampf lässt wohl die Sage von König Artus entstehen. Die keltische Kirche geht in der römisch-katholischen Kirche auf.

Naher und mittlerer Osten

Von Syrien bis Pakistan und an die Grenzen der Gobi erstreckt sich das neupersische Reich der Sassaniden, unter Chosrau I. auf dem Höhepunkt seiner Macht. Mit einem persischen Angriff beginnt 540 ein Krieg zwischen Ostrom und den Sassaniden, der (mit zwei kurzen Unterbrechungen) bis 630 dauert und die Islamische Expansion erst ermöglicht; siehe auch Römisch-Persische Kriege.

Um 570 ist die Geburt des Propheten Mohammed, der dann (gemäß muslimischer Tradition) um 610 den Erzengel Gabriel empfangen und damit zum Begründer einer neuen Weltreligion werden sollte. In Folge deren militärische Expansion ist ab etwa 632 das endgültige Ende der Antike im Nahen Osten markiert.

Ferner Osten

Das Kaiserreich China ist seit 420 in die Südliche und Nördliche Dynastien gespalten, erst die Sui-Dynastie eint 581 das Reich für knapp 40 Jahre wieder, mit wirtschaftlichem Aufschwung und kultureller Neuorganisation. Über die Seidenstraße beginnt sich der Buddhismus in China zu verbreiten, dehnt sich auch nach Korea und auch Japan (Ende der antiken Kofun-Zeit, Beginn der Asuka-Zeit: 582 Übernahme des Buddhismus als Staatsreligion, 590 Beginn einer buddhistischen Kaiserdynatie) aus. Damit einher geht die Verbreitung der chinesischen Schrift in Japan.

Ereignisse

Persönlichkeiten

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