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Ölmühle
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In einer Ölmühle wird aus Pflanzenteilen wie Rapssamen, Leinsamen, Palmfrüchten, Sonnenblumenkernen, Oliven, Sojabohnen, Färberdistelsamen, Walnüssen, Haselnüssen oder Kürbiskernen Pflanzenöl gewonnen. Die entsprechende Berufsbezeichnung ist Ölmüller.
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Pressverfahren
Abhängig von den jeweils zu verarbeitenden Ölfrüchten beginnt die Ölgewinnung zunächst mit dem Zerkleinern bzw. Zerquetschen der Saaten. Raps und Mohn werden in der Schrotmühle geschrotet bzw. gequetscht. Im Gegensatz zu Getreidemühlen findet hierbei aber kein Mahlvorgang statt. Sonnenblumenkerne oder Bucheckern werden im ersten Arbeitsschritt von zwei Mahlsteinen, dem sogenannten Kollergang, zerrieben. Danach wird der Brei unter Umständen erwärmt, in ein Tuch geschlagen und ausgepresst.
Zum Beispiel entsteht so aus zwei Kilogramm Walnüssen ein Liter Walnussöl.
Extraktionsverfahren
Neben der antiken Pressmethode wird heutzutage meist ein Extraktionsverfahren in Ölmühlen eingesetzt. In vielen Verfahrensschritten werden Schleimstoffe extrahiert und das Öl mit Lösungsmitteln (Hexan) vom Wasser in den Ölfrüchten getrennt (Raffination).
Zentrifugation
Besonders bei der Herstellung von Olivenöl wird ein Zentrifugationsverfahren eingesetzt. Der unter Umständen mit Wasser versetzte und erwärmte Brei wird hier bei etwa 20 000 Umdrehungen pro Minute zentrifugiert.
Rückstände
Die Pressrückstände, auch Ölkuchen genannt, werden als Tierfutter oder Mehl für die Brotherstellung weiter verwendet.
Historische Ölmühlen
Die Ölmühle Berschweiler ist eine historische Ölmühle, die jedoch nicht mehr in Betrieb ist. Die ursprüngliche Technik ist vollständig erhalten. Diverse Ölmühlen finden sich in Freilichtmuseen, so beispielsweise im Vogtsbauernhof (Schwarzwald), die Ölmühle Wern in Fürth im Ostertal oder als Außenstelle im Freilichtmuseum Roscheider Hof (Obermosel).
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