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Unterwasserfotografie
Als Unterwasserfotografie bezeichnet man die Fotopraxis des Fotografierens unter Wasser beim Gerätetauchen, Schnorcheln oder Schwimmen. Detaillierte Hinweise zur Technik der Unterwasserfotografie finden sich im entsprechenden Artikel in der Rubrik Technik der fotografischen Praxis. BesonderheitenUnterwasserfotografie ist aus mehreren Gründen eine besondere fotografische Herausforderung: Zum einen erfolgt die Aufnahme nicht in dem Medium, für das die Fotoausrüstung konzipiert und für das der Film sensibilisiert ist – der Luft –, sondern in Wasser, das andere physikalische Eigenschaften aufweist:
Zum anderen sind sowohl der Fotograf als auch das Motiv (Fische, Meeressäugetiere, Algen) potenziell in ständiger Bewegung; insbesondere durch Wasserströmungen bei Riffen kann es schwierig sein, die Kamera auch nur halbwegs unbeweglich zu halten. Absorbtion des FarbspektrumsDie Absorption des elektromagnetischen Wellenspektrums beginnt im Infrarotbereich bei einer Wellenlänge um 700 nm und bei den Rotanteilen, was bereits ab einem Meter Tauchtiefe bemerkbar wird und auf dem Foto einen Grünstich bewirkt. Ab einer Tiefe von etwa 5 Metern ist dann das orange Licht weitgehend ausgefiltert. Ab etwa 10 Metern Tauchtiefe ist der Gelbanteil, ab ca. 20 Metern auch noch der Grünanteil ausgefiltert. Danach verbleiben nur noch die Blauanteile um 400 nm Wellenlänge, was eine Verblauung bzw. Blaustich des Fotos bewirkt. Ab 30 Meter Tauchtiefe lässt dann auch das blaue Licht sichtbar nach.
Abbildung: Unterwasserfotografie eines Kalifornischen Seelöwen. Aufnahmeort: Monterey Bay National Marine Sanctuary; Quelle: National Oceanic and Atmospheric Administration; Lizenz: Public Domain. AusrüstungFür Unterwasserkameras und Zubehör siehe
Praktische TippsTageszeitAls günstigste Tageszeit für die Unterwasserfotografie ohne künstliche Lichtquelle gilt – ganz im Gegensatz zur normalen »Oberflächenfotografie« – die Mittagszeit zwischen etwa 11:00 und 14:00 Uhr, da hier das Licht nahezu senkrecht einfällt. KondenswasserDurch Temperaturunterschiede zwischen Luft und Wasser kann sich Kondenswasser bilden, das sich auf der Objektivlinse niederschlagen oder die Kameraelektronik beschädigen kann; das Trockenmittel Silicagel (Kieselgel) bindet diese Feuchtigkeit, was an der Verfärbung der Kristalle von blau nach rosa erkennbar ist. Silicagel kann durch (behutsame) Trockung, beispielsweise im Backofen, mehrfach verwendet werden. Siehe auch
Quelle und LizenzEine ältere Fassung dieses Artikels wurde am 6. Juli 2004 in der Wikipedia veröffentlicht. Zur älteren Artikelfassung, die unter den Bedingungen der GNU FDL lizenziert wurde und dort als eigenständiges Derivat weiterentwickelt wird. LiteraturBildbände mit Unterwasserfotografien
Literatur zur Technik der Unterwasser-Fotografie
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