Tag der Pressefreiheit: Reporter ohne Grenzen veröffentlicht Fotoband ›Nahtstellen‹

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Zeit2000er Jahre
  2008

Nahtstellen‹ heißt der diesjährige Band aus der Reihe ›Fotos für die Pressefreiheit‹ von Reporter ohne Grenzen (ROG). Zehn Künstlerinnen und Künstler blicken in ihren Bildserien nach Osteuropa und Zentralasien. Sie interpretieren und dokumentieren, wie sich Altes und Neues zusammenfügt - oder nebeneinander stehen bleibt. "Spuren der Vergangenheit vermischen sich mit dem deutlichen Streben nach Zukunft und Fortschritt und drücken sich als Angst oder Zuversicht aus", schreibt GEO-Fotochefin Ruth Eichhorn in ihrer Einführung.

Jelena und Viktor Vorobjev etwa zeigen, wie die Kasachen das früher allgegenwärtige kommunistische Rot mit ihrer Lieblingsfarbe Türkisblau der Nationalflagge überstreichen. Andrei Liankevich durchstreift seine Heimat Weißrussland mit einem Blick für die Fluchtversuche der Menschen aus der Apathie der Politik. Die Aufnahmen von Robert Polidori sind Mahnmale der strahlenverseuchten Orte Pripjat und Tschernobyl. Und Boris Mikhailov' verbindet in seinen Bildern zentrale Elemente der russischen Gesellschaft: Schönheit und Leid.

Weitere Fotografinnen und Fotografen sind Simon Roberts mit "Motherland", Justyna Mielnikiewicz mit "Rückkehr an die Rote Riviera", Frank Herfort mit "Zwischen...Zeit", Kirill Golovchenko mit "7KM ½ Feld der Wunder" und Anastasia Khoroshilova mit "Russkie".

ROG hat den Fokus in diesem Jahr auf Osteuropa und Zentralasien gelegt, da in vielen Ländern der Region die Lage der Presse- und Meinungsfreiheit überaus prekär ist.

"Die Fotografinnen und Fotografen lenken den Blick auf die Menschen der GUS-Länder - auf betrogene Hoffnungen an Gerechtigkeit und Lebensglück. Aber auch auf die Notwendigkeit, Grundrechte und Freiheiten einzuklagen", begründet ROG-Vorstand Dirk Sager im Vorwort das Thema.

Nahtstellen‹ ist der 15. Band der Serie ›Fotos für die Pressefreiheit‹ und erscheint am 3. Mai, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit. Verschiedene Autorinnen und Autoren erläutern die einzelnen Serien. Ein Statement der Moderatorin Anne Will ergänzt den Band, zahlreiche Beispiele informieren über die Arbeit von Reporter ohne Grenzen.

Alle Fotografinnen, Fotografen, Autorinnen und Autoren haben ihre Bilder und Texte unentgeltlich zur Verfügung gestellt und so Reporter ohne Grenzen unterstützt. Mit den Erlösen finanzieren wir Anwaltskosten, medizinische Hilfe und schaffen Öffentlichkeit für verfolgte Journalistinnen und Journalisten.

Bibliografische Daten

Nahtstellen – Fotos für die Pressefreiheit 2008

Mit Fotografien von:

  • Boris Mikhailov - „Yesterday’s Sandwich”
  • Simon Roberts - „Motherland
  • Justyna Mielnikiewicz - „Rückkehr an die Rote Riviera“
  • Frank Herfort - „Zwischen...Zeit“
  • Robert Polidori - „Sperrzonen. Pripjat and Tschernobyl“
  • Kirill Golovchenko - „7KM | Feld der Wunder“
  • Anastasia Khoroshilova - „Russkie“
  • Andrei Liankevich - „In einem unbekannten Land“
  • Jelena und Viktor Vorobjev - „Kasachstan. Blaue Periode“

Der broschierte Band im Format DIN A4 hat einen Umfang von 100 Seiten und enthält 85 Abbildungen (4-farbig und schwarz-weiß).

Er kostet bis 31. Mai 10 Euro (inkl. Versand), danach 12 Euro (ISBN 978-3-937683-19-5).

Siehe auch

Weitere Fotobände aus der Reihe ›Fotos für die Pressefreiheit‹:

  • Fotos für die Pressefreiheit 2007: Traum und Trauma
  • Fotos für die Pressefreiheit 2006: Quer
  • Fotos für die Pressefreiheit 2005: Respekt
  • Fotos für die Pressefreiheit 2004: Grenzgänge
  • Fotos für die Pressefreiheit 2003: Willkommen im Wunderland
  • Fotos für die Pressefreiheit 2002: Überleben im Alltag

Netmarks

Quelle

  • Pressemitteilung von Reporter ohne Grenzen vom 23. April 2008.
Siehe auch
Querverweise auf andere Beiträge im ''Nexus Fotografie''.
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