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Makrofähigkeit
Makrofähigkeit Die Kamerahersteller geben leider nur Angaben über den maximalen Abstand vom Objekt heraus; das ist zwar ganz nett als Vergleichswert (bei der Dimage 25 bis 60 cm, bei der Coolpix 3 cm bis unendlich), sagt aber in der Praxis recht wenig aus. Der m.E. wirklich wichtige Wert ist der maximal erzielbare Abbildungsmaßstab, der wird aber aus irgendwelchen Gründen fast nie angegeben. Bei dem Minolta AF 1:4,0/70-210mm liegt der bei 1:4, bei einem speziellen Macro- Wechselobjektiv für eine analoge SLR i.d.R. bei 1:1. 1:1 bedeutet bei Kleinbild, dass ein Objekt 1:1 auf einem 24x36mm- Negativ abgebildet wird. Die Entsprechung bei Digitalkameras hierzu ist vermutlich die Fläche (oder die Diagonale?) des Sensors, da der im Falle der Coolpix und der Dimage deutlich kleiner ist als ein KB-Negativ. Daher müsste ein Abbildungsmasstab von 1:1 bei einer Digitalkamera ein Objekt also deutlich grösser darstellen, eben um den Faktor, um den der Sensor kleiner ist als ein KB-Negativ. Ein Beispiel für einen ausgezeichneten Makrobereich bietet die Coolpix; Siehe www.dpreview.com/reviews/nikoncp5700/page17.asp (Beispiele für die 5700) oder meine Makro-Bilder (Beispiele von der 995). Steffen Siebert schreibt dazu: »[...] da der Sensor bei Minolta und Nikon wohl 8,8mm breit ist (lt. dpreview), müßten die Kameras beim Maßstab 1:1 8,8mm breite Objekte formatfüllend abbilden. Die Nikon kann maximal 30mm (lt. dpreview), die Minolta 55mm (lt. dpreview), wobei nach meinen Tests (siehe Attachments) es eher 49mm sind. Also wäre der Abbildungsmaßstab bei der Nikon doppelt so groß wie bei der Minolta« (via E-Mail vom 13-May-2003). In Makrostellung lassen sich mit der Dimage etwa 5 cm grosse Objekte Formatfüllend abbilden:Abbildung: Maximal erzielbarer Abbildungsgrösse bei der Minolta Dimage mit Makroeinstellung; Abgebildete Objektbreite: ca. 49 mm (Bild Anklicken für vergrösserte Abbildung; Jpeg, ca. 160 kB). Quelle: Steffen Siebert mit Minolta Dimage 7i; Foto ohne Stativ mit 1/180s, f9,5; bei ISO 100, Brennweite ca. 50mm. Durch das 49 mm- Filtergewinde lassen sich leicht Vorsatzlinsen nutzen, beispielsweise Nahlinsen zur Verbesserung der Makrofähigkeiten; wie bei einer SLR müssen dabei im Setup der Kamera keine Korrekturen eingestellt werden -- einfach aufschrauben und fotografieren:Abbildung: Maximal erzielbarer Abbildungsgrösse bei der Minolta Dimage mit Makroeinstellung und Nahlinse 3; Abgebildete Objektbreite: ca. 36 mm (Bild Anklicken für vergrösserte Abbildung; Jpeg, ca. 160 kB). Quelle: Steffen Siebert mit Minolta Dimage 7i; Foto ohne Stativ mit 1/180s, f9,5; bei ISO 100, Brennweite ca. 50mm. Aufgrund des grösseren Abstandes zum Objekt kann man bei der Dimage den eingebauten Blitz zum Ausleuchten bei maximaler Makrovergrößerung verwenden. Mit Nahlinse (55mm mit Step-up Ring) wird allerdings die untere Hälfte abgeschattet, ähnlich wie bei der Coolpix. Eine ausführliche Diskussion der Makrofähigkeiten findet sich im Erfahrungsbericht zur Minolta Dimage 7Hi. In der Makrofotografie gibt es jedenfalls einen klaren Gewinner: Die Macro- Fähigkeiten der Coolpix- Kameras sind legendär, und die 5700 macht da keine Ausnahme. Der maximal erzielbare Abbildungsmasstab liegt im Bereich von 1:2 bis 1:1, was für eine Standardoptik ein aussergewöhnlich guter Wert ist. Für die Dimage spricht allerdings, dass man durch das 49mm- Filtergewinde problemlos Nahlinsen oder andere Vorsätze nutzen kann, ausserdem existiert hervorragendes Systemzubehör für die Nah- und Makrofotografie (z.B. ein Ringblitz). Ähnliche Beiträge |
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