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Erfahrungsbericht zur Konica Minolta Dynax 7 Digital
In diesem Bericht fasse ich meine bisherigen Erfahrungen mit der Konica Minolta Dynax 7 Digital (kurz: D7D) zusammen. Folgende einführende Informationen zu dieser Kamera sind verfügbar: Inhaltsübersicht zum Erfahrungsbericht: • Vorgeschichte Die Konica Minolta Dynax 7 Digital ist meine erste digitale Spiegelreflexkamera von Konica Minolta; daneben besitze ich alle drei »semiprofessionellen« Analog-SLRs von Minolta – Minolta 9000, die Dynax 9xi und die Dynax 9 – und weiß daher recht gut, was die Minolta-Ingenieure bauen können, wenn man sie nur lässt: Ich fotografiere seit ziemlich genau zwei Jahrzehnten mit Minolta-Equipment und kenne die wechselhafte Unternehmensgeschichte recht gut. Neben den »ernsthaften« Spiegelreflexkameras besitze ich auch noch eine Dimage 7Hi von Minolta und konnte auch schon einige Erfahrungen mit kompakten Digitalkameras wie der Hitachi MP-EG1 (2000 ff.), der Canon Digital IXUS (2001 ff.) und der Nikon Coolpix E-995 (2001 ff.) sammeln. Als Konica Minolta die D7D am 12. Februar 2004 auf der PMA in Las Vegas erstmals offiziell vorstellte, war ich ziemlich sicher, diese Kamera nicht haben zu wollen. Nachdem Minolta nahezu ein Jahrzehnt hatte verstreichen lassen, bis sie einen Nachfolger zur RD-175 (1995) vorstellten, hatte auch ich keine Eile; entnervt durch die Unzulänglichkeiten der Dimage 7Hi schwebte mir als digitaler Nachfolger eher eine Dynax 9 Digital vor, also eine massiv schnelle und robuste Kamera; die D7D basiert dagegen auf dem Gehäuse der analogen Spiegelreflexkamera Minolta Dynax 7, also einer Mittelklasse-Kamera mit viel unnützem und empfindlichen elektronischem Spielkram sowie noch mehr Plastik im Gehäuse. Anfang November 2004 ergab sich eine Möglichkeit, kurz vor der Markteinführung der D7D an einem halbtägigen Produktpräsentations- und -schulungstermin der Konica Minolta System Academy in Berlin teilzunehmen. In den recht aufschlußreichen und angenehm moderierten Stunden konnte ich ein Vorserienmodell mit meinen Minolta-Objektiven und eigenen Speicherkarten ausprobieren. Unter diesen ersten Praxisbedingungen lernte ich die Kamera, wenn auch noch recht kritisch, schätzen. Vor allem drei Merkmale gefielen mir von Anfang an: • Die D7D war kompatibel. Die Kamera zeigte keine Probleme mit meinen Altobjektiven von Minolta, selbst die Anti-Shake-Funktion funktionierte einfach, mit allen Objektiven. Selbst das hundsmiserable Fremdobjektiv Sigma Aspherical 1:3,5-4,5/18-35 mm, das ich ja mittlerweile zu hassen gelernt habe, schien klaglos zu arbeiten, ohne die Kameraelektronik zum Absturz zu bringen oder den Verschlußmechanismus zu blockieren. • Die D7D war Available-Light-tauglich. Bei schummerigem Raumlicht funktionierten sowohl Autofokus als auch Anti-Shake-System zufriedenstellend. Mit ISO 3200 waren recht scharfe und vergleichsweise rauscharme Bilder mit 200-mm-Telebrennweite aus der Hand bei Belichtungszeiten von 1/60 und 1/30 Sekunde möglich. Eindrucksvoll. • Die D7D war schnell. Sowohl Bildfolgezeiten als auch Autofokus waren zwar nicht berauschend, aber durchaus zufriedenstellend; der AF kommt nicht ganz an die Geschwindigkeit und Sicherheit meiner Dynax 9 heran, aber immerhin in deren Nähe; vor allem jedoch ist der TTL-Phasendetektions-AF kaum vergleichbar mit dem mülligen Video-AF der Dimage 7Hi, der bei Restlicht oder rasch bewegten Objekten allenfalls Zufallstreffer zulässt. Um es noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Die D7D bildet einen historischen Meilenstein in der Geschichte der Fotografie! • Durch das Anti-Shake-System der D7D werden Bilder möglich, die nie zuvor fotografiert werden konnten. Durch den effektiven Gewinn von zwei bis drei Blendenstufen durch das Anti-Shake-System können bei Restlicht mit ISO 3200 scharfe Bilder aus der Hand in Situationen fotografiert werden, in denen man früher ein Stativ oder ein Nachtsichtgerät benötigt hätte; es gibt kein fotografisches Aufnahmematerial jenseits von ISO 6400, und man kann auch mit keinem Film diese Grenze durch eine extreme Push-Entwicklung mit brauchbaren Ergebnissen überschreiten. Das System von Konica Minolta ist auch nicht mit älteren Bildstabilsierungssystemen anderer Anbieter vergleichbar, da es eben nicht an eine bestimmte Objektivkonstruktion gekoppelt ist. Canon und Nikon bieten zwar Telebrennweiten mit Bildstabilisierung, es gibt jedoch kein anderes System, das eine Bildstabilisierung bei Brennweiten-/ Blendenkombinationen wie 1:1,4/35 mm oder 1:1,4/85 mm ermöglicht. Konica Minoltas Anti-Shake-System bildet damit einen ebenso dramatischen Meilenstein in der Geschichte der Fotografie wie die Etablierung des Autfokus mit der Minolta 7000 im Jahr 1985! Weniger überzeugend waren bei meiner ersten Begenung mit der D7D die Bildfolgezeiten – die D7D fotografierte eine Bildserie und war anderthalb Minuten durch den Speichervorgang blockiert – und der Handgriff, der sich allzu sehr nach klappriger Plastik anfühlte. Beides waren allerdings nach Aussage des Moderators Vorserienerscheinungen, die in den vermarkteten Produkten nicht mehr auftreten sollten. Alles in allem eine angenehme Erstbegegnung mit der D7D, die allerdings kein akutes Kaufinteresse bewirkte; ich verließ das Maritim-Hotel voller Zufriedenheit mit meiner geliebten Dynax 9 und weiterhin auf der Suche nach einem Ersatz für die Dimage 7Hi; ich rechnete damit, mir in Kürze eine Dimage A2 zuzulegen. Zumindest einen Erfolg hatte dieser Abend allerdings: Ich schloß nicht mehr aus, mir irgendwann einmal eine D7D zu kaufen... und wenig später fiel dann die Kaufentscheidung. Weitere Erfahrungsberichte zu Kameras von Minolta: • Digitale Kompaktkameras: • Analoge Spiegelreflexkameras: Vergleiche von Kameramodellen: Ähnliche Beiträge |
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