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Film
Film als fotografisches Speichermedium George Eastman experimentierte bei seinen Versuchen zur Industrialisierung der Fotografie um 1848 zunächst mit Papier als Trägermedium, was sich jedoch als zu körnig erwies. Daher beschichtete er das Papier mit einer Gelatineschicht, die nach der Belichtung abgezogen werden konnte. Dieser »Stripping Film« konnte aufgerollt werden, es handelt sich dabei also um den ersten Rollfilm auf Papierbasis; gemeinsam mit George Walker entwickelte Eastman einen Rollenhalter für den Film, der die Grundlage für die erste im industriellen Maßstab erfolgreiche Amateurkamera Kodak Nr. 1 bildete. Diese Kamera verfügt über einen Aufsicht-Sucher, lieferte runde Bilder und konnte auf einem Stripping Film hundert Bilder speichern. Der Preis lag bei verhältnismäßig kostspieligen 25 Dollar. Der Fotograf musste bei diesem Konzept nichts weiter tun als Motive zu suchen, auf den Auslöser zu drücken und später dann die feritgen Papierbilder zu betrachten: Eastman bot einen Entwicklungsdienst für 10 Dollar, bei dem man die Kamera samt abgeknipsten Film einschickte; nach Verarbeitung im Labor erhielt man dann die entwickelten Papierabzüge mit Abzügen zurück, in die Kamera war dann bereits vom Labor ein neuer Film eingelegt worden. Der einprägsame Werbeslogan dazu lautete: »You press the button, we do the rest«. Die Papierbilder wurden nicht vergrössert, sondern entsprachen in ihren Abmessungen der Negativgröße (siehe hierzu Kamera). Abbildung: Eastman-Werbeslogan »You press the button, we do the rest«. Papier als Träger erwies sich jedoch in der Weiterverarbeitung als nicht besonders praktisch, daher ersetzte Eastman und seine Firma »Eastman Dry Plate and Film Company« das Trägermaterial 1888 durch das von John Wesley Hyatt entwickelte Celluluid. Die auf diesen transparenten Träger aufgetragene Emulsion brauchte zum Kopieren der Negative nicht mehr abgelöst zu werden. 1889 fertigte George Eastman die ersten Rollfilme aus Zelluloid und brachte sie auf den Markt. Rollfilm auf Zelluluid-Basis hatte jedoch bereits ein Jahr zuvor der Geistliche Hannibal Goodwin (* 1822, † 1900) für Edison erfunden und patentiert. Es folgte ein Rechtsstreit, der sich bis 1898 hinzug; in der Zwischenzeit baute Eastman sein fotografisches Imperium auf. Nach einem langjährigen Prioritätsstreit wurde Goodwin das US-Patent am 13.9.1898 als zu Recht bestehend zuerkannt; Eastman mußte an Goodwin eine Entschädigung in Millionenhöhe zahlen, hatte in der Zwischenzeit jedoch die Fotoindustrie etabliert. Nachdem die Weiterverarbeitung durch den Stripping Film die Handhabung der Fotografie gegenüber den nassen und trockenen Plattenverfahren bereits stark vereinfacht hatte, etablierte Eastman 1891 einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung zum Massenprodukt: Er kapselte den Rollfilm und ermöglichte so eine Tageslichtwechslung. Ab 1896 wurden auch Planfilme auf Zelluloidbasis hergestellt; im Vergleich zum Rollfilm boten sie eine höhere Bildqualität, da sie ein größeres Negativformat boten. Der erste kommerziell entwickelte Filmprozeß zur Filmaufnahme und -wiedergabe stammte aus dem von dem amerikanischen Erfinder Thomas Alva Edison (* Milan [Oh.] 1847, † West Orange[ N. J.] 1931) 1887 in West Orange (N. J.) eingerichteten Laboratorium. Zwei Geräte gingen aus ihm hervor, die sich Edison 1891 patentieren ließ: Bis in die 1930er Jahre konkurrierten noch Platten und Filme. Wichtige Entwicklungsschritte waren: Daneben wurde die Empfindlichkeit und der Belichtungsspielraum der fotografischen Filme kontinuierlich verbessert. Nachdem das Problem des Speicherns der Fotografien weitgehend gelöst worden war, konzentrierte sich die weitere Entwicklung auf die Verbesserung der Aufnahmeobjektive und der Kameras. Ähnliche Beiträge |
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