Kleinbildkamera

KategorienGeschichte

Entstehung der Kleinbildkameras

In der langen Entwicklungszeit der fotografischen Kamera wurden aus den mehrere Kilogramm schweren, unförmigen Fotokästen der fotografischen Frühzeit immer kleinere, leichtere und komfortablere Kameras.

Für diese Entwicklung gab es drei entscheidende Einflüsse:
Mit der Einführung des Rollfilms (ab 1848 auf Papierbasis, ab 1888 auf Zelluloidbasis) wurde das Aufnahmematerial kompakter und vor allem flexibler.
Mit der Einführung von lichtempfindlichen Filmemulsionen wurde es möglich, das Negativ zu vergrößern; dies ermöglichte kleinere Aufnahmeformate und damit auch auf kompaktere Kameras.
Der enorme Erfolg der Amateurfotografie veranlaßte die Kameraindustrie zum Bau einfacherer und handlicherer Fotoapparate, um immer größere Märkte erreichen zu können.

Als erste Kleinbildkamera entwickelte Oskar Barnack (* Lynow [Kr. Luckenwalde] 1879, † Bad Nauheim 1936), einem Mitarbeiter der optischen Werke Werner Leitz in Wetzlar die Leica, eine Abkürzung für »Leitz Camera«.

Barnack hatte die Kamera seit 1913 entwickelt und stellte sie erstmals auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1925 der Öffentlichkeit vor.

Die Leica nutzte Edisons 70 mm-Kinofilm, versah ihn mit einer Perforation und halbierte die Bildgröße; damit ergab sich der 35 mm-Film mit einem Negativformat von 24 x 36 Millimetern, der sich als Standard bis heute durchsetzte.

1928 erhielt der Luftfahrtpionier Hugo Eckener (* Flensburg 1868, † Friedrichshafen 1954) die 10 000. Leica zum Geschenk, der Asienforscher Sven Hedin (* Stockholm 1865, † ebd. 1952) ein Jahr später die 25 000. Kamera.

1933 wurde die erste Spiegelreflexkamera für das Kleinbildformat konstruiert. Die ebenfalls noch heute üblichen Filmpatronen wurden 1936 von der IG Farben entwickelt.
Agfabox

Abbildung: Agfabox - Ausschnitt aus einem Werbemotiv.

Inhalt abgleichen