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Handkamera
Handkameras: Industrialisierung des Kamerabaus Mit der Einführung der Gelatine-Trockenplatten (1871) wurden die Belichtungszeiten kürzer, so daß nun leichtere und handlichere Plattenkameras hergestellt wurden, mit denen man aus der Hand, d.h. ohne Stativ, fotografieren konnte. Die erste noch kastenförmige Handkamera, auch Detektivkamara genannt, wurde 1881 von Thomas Bolas konstruiert und in England zum Patent angemeldet. 1888 kam die erste Rollfilmkamera, die Kodak Nr. 1 von George Eastman (1854-1932), auf den Markt, die das Fotografieren wesentlich vereinfachte. Diese Amateurkamera verfügt über einen Aufsicht-Sucher, lieferte runde Bilder und konnte auf einem Stripping Film hundert Bilder speichern. Der Preis lag bei verhältnismäßig kostspieligen 25 Dollar. Abbildung: George Eastman an Bord der S. S. Galia, Albuminpapierkopie nach einem Kodak-Filmnegativ. Der Fotograf musste bei diesem Konzept nichts weiter tun als Motive zu suchen, auf den Auslöser zu drücken und später dann die fertigen Papierbilder zu betrachten: Eastman bot einen Entwicklungsdienst für 10 Dollar, bei dem man die Kamera samt abgeknipsten Film einschickte; nach Verarbeitung im Labor erhielt man dann die entwickelten Papierabzüge mit Abzügen zurück, in die Kamera war dann bereits vom Labor ein neuer Film eingelegt worden. Die Papierbilder wurden nicht vergrössert, sondern entsprachen in ihren Abmessungen der Negativgröße Der einprägsame Werbeslogan dazu lautete: »You press the button, we do the rest«. Weitere Entwicklung Siehe Ähnliche Beiträge |
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