2005 – 1985

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Rückblick auf die Fotografie vor zwanzig Jahren - 2005 – 1985.

  • Minolta AF-Serie: Minolta 7000, Minolta 9000,
  • Einführung von AF-SLR-Kameras.

Das Jahr 1985 bildet einen massiven Einschitt in die Kamerageschichte: Minolta präsentierte eine voll funktionierende Autofokuskamera mit Wechselobjektiven. Weder Nikon noch Canon konnten eigene AF-Systeme vorweisen, obwohl die meisten Hersteller mit der automatischen Fokussierung bereits seit Jahren herumexperimentierten, Canon zuletzt mit der erfolglosen T80.

Die Wirkung dieses Ereignisses auf die Fotoindustrie ist nicht unähnlich dem Sputnik-Schock und stellt einen der wichtigsten Meilensteine in der Kamerageschichte des 20. Jahrhunderts dar und ist durchaus vergleichbar mit der Erfindung der Kleinbildfotografie durch Oskar Barnack (1913).

Zwischen 2001 und 2002 etablierten sich Digitalkameras als Massenware im Consumer-Markt. Trotz vergleichsweise exorbitant hoher Preise für kompakte Knipskameras hatten sich die digitalen Einsteigermodelle mit brachialer Gewalt durchgesetzt und verkauften sich besser als ihre analogen Gegenstücke.

Die Aufrüstung der Pixelzahl setzte sich kontinuierlich fort, bis die Entwicklung Ende 2002 ins Stocken geriet: Bei den Mittelklasse-Kameras hatte sich ein Standard von vier bis 5 Megapixel etabliert und die Bedeutung der Kameraoptik für die Bildqualität nahm zu, was viele der Newcomer aus dem Elektronik-Segment vor Probleme stellte; ausserdem reicht diese Auflösung für tadellose Ausdrucke und Ausbelichtungen bis zu einem Format von etwa 20x30 cm, mehr verlangen die meisten Hobbyfotografen ohnehin nicht. Auch die Verarbeitungkette stoppte hier das Pixelwachstum: Tintenstrahldrucker im Format A4 waren preiswert und in guter Qualität erhältlich, grössere Formate erforderten die eher exotischen A3-Drucker; die gab es zwar auch für etwas mehr Geld, Fotopapier im Format A3 zu beschaffen war jedoch nahezu unmöglich.

Eine Entwicklungslinie brachte Digitalkameras mit immer grösseren Zoombereichen auf den Markt; dies setzte dem optischen Sucher dieser recht einfach konstruierten Kompaktkameras ein Ende. Die Alternative sollten elektronische Sucher sein, die den Bildausschnitt dem Zoomfaktor präzise anpassen konnten; allerdings waren diese Displays im Sonnenlicht meist nicht erkennbar und nicht für das manuelle fokussieren geeignet; ambitionierte Fotografen mussten sich mit immer wilderen Bastellösungen behelfen, da digitale Spiegelreflexkameras noch nicht bezahlbar waren bzw. von einigen Herstelleren erst gar nicht angeboten wurden.

Ende 2002 kamen dann im Profi-Segment die ersten digitalen SLR-Kameras mit "Vollformat"-Sensor auf den Markt, d.h. die Grösse des Sensors entsprach etwa der Fläche eines Kleinbild-Negativs; der berüchtigte Verlängerungsfaktor entfiel bei diesen Modellen und die entsprechenden Nikon- und Canon-Wechselobjektive konnten ohne Einschränkungen genutzt werden.

Siehe auch

  • Chronologie 1975-1999 (Chronologie)
  • Chronologie 2000 ff. (Chronologie)
  • Chronologie der Digitalkameras (Chronologie)
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