Man Ray - STERN spezial Fotografie Portfolio Nr. 38 (2004)

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Zeitschrift

Man Ray - STERN spezial Fotografie Portfolio Nr. 38 ist ein Sonderheft über den Meisterfotografen Man Ray. Der Fotograf und Pionier des Dadaismus und Surrealismus experimentierte seit Anfang der 20er Jahre mit der Technik der Fotografie. Er erfand die "Rayografie", verwandte Solarisation und Grobkörnigkeit als Stilmittel. Bis heute gibt es keinen Fotografen, der dem Lichtbild so viele Impulse gegeben hat wie Man Ray.

Die broschierte Ausgabe im Format: 27x36 cm hat einen Umfang von 92 Seiten und erschien im März 2004 im teNeues Buchverlag. Das Magazin enthält 68 Schwarzweiß-Abbildungen.

Die Auflage des Stern Spezial Fotografie Nr. 35 "Man Ray" ist wie alle Ausgaben der Reihe auf 10.000 Exemplare limitiert und für Liebhaber und Sammler fortlaufend numeriert. Ein Serviceteil am Ende des Heftes informiert über neue Fotobücher und -magazine und gibt einen Überblick über aktuelle internationale Fotografie-Ausstellungen. Das Magazin erscheint am 9. März 2004 und kostet 15 Euro.

Es kann bestellt werden unter der Bestellnummer 70037264 beim

stern-Versand-Service,
20080 Hamburg,
Telefon 040/3703-3803,
Fax 040/3703-5657,
E-Mail: Heft-Service@guj.de.

Die Foto-Edition gibt es im Abonnement zum Vorzugspreis von 12,50 Euro pro Heft (Bestellnummer 241817F). Die Hefte sind auch in Fotografie-Buchhandlungen und in Museumsshops erhältlich.

Inhalt

"Man Ray ist eine Legende. Das Multitalent war Mitbegründer des Dadaismus und Surrealismus und prägte in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts maßgeblich das kulturelle Leben der Avantgarde-Metropolen New York und Paris".

"Zunächst nutzte der gebürtige Amerikaner die Fotografie als Mittel der Dokumentation, entdeckte aber bald die künstlerischen Möglichkeiten des Mediums. So erfand er die Rayographie, das Fotografieren ohne Kamera. Seine Werke, die oftmals durch Verfremdungstechniken entstanden, machten ihn zu einem der meistgeschätzten Künstler des 20. Jahrhunderts" (Verlagsinformation).

Man Ray wird 1890 als Emmanuel Radnitzky in Philadelphia geboren, seine Eltern sind aus Russland emigrierte Juden. Als er sieben Jahre alt ist, zieht die Familie nach Brooklyn / New York. Bereits zu dieser Zeit malt er alles ab, was er sieht - besonders die ersten Fotos, die die Zeitungen damals drucken, kopiert und koloriert er. Später arbeitet er zunächst als Radierer und Landkartenzeichner und er belegt Abendkurse an der National Academy of Design. 1914 heiratet er die belgische Schriftstellerin Adon Lacrois, von der er sich bald wieder trennt, und ändert beim Meldeamt seinen Namen in Man Ray - der "Strahlemann" oder "der Mann der Strahlen". Ein Jahr später zeigt er seine erste eigene Gemäldeausstellung. Ebenfalls 1915 lernt er Marcel Duchamp kennen, mit dem er gemeinsam die New Yorker Dada-Bewegung begründet.

1921 geht Man Ray nach Paris und beschäftigt sich immer mehr mit Fotografie. Er kauft sich eine Kamera und fotografiert seine Werke, "weil ich mit der Art und Weise, wie professionelle Fotografie meine Gemälde reproduzierte, nicht zufrieden war", sagt Man Ray später. Diese dauernde Unzufriedenheit gehört zu den Wesenszügen des Tüftlers Man Ray. Er steht schnell im Mittelpunkt der Pariser Dada-Bewegung, macht Porträts berühmter Zeitgenossen wie Salvador Dali, André Breton oder Jean Cocteau und dokumentiert das kulturelle Leben seiner Zeit mit der Kamera. Die als "Kiki von Montparnasse" bekannt gewordene Alice Prin wird sein Modell und seine Geliebte. Sie inspiriert ihn 1924 zu "Le Violon d'Ingres", dem Rückenakt mit aufgemalten Schallöffnungen einer Violine und zu einem weiteren seiner bekanntesten Bilder "A l'heure de l'oberservatoire - Les amourex": riesige Lippen, die am Himmel über einer friedlichen Landschaft schweben.

Um seine Aufnahmen zu entwickeln, sitzt er stundenlang in seinem Kellerlabor, meistens nachts, weil er noch kein Geld für die Dunkelkammer hat, und experimentiert. Er erfindet die "Rayographie", ein Verfahren, bei dem ein Glastrichter in der Entwicklerschale dafür sorgt, dass das gebrochene Licht auf dem Fotopapier abstrakte und eigene Kreationen hinterlässt - beinahe so, als habe das Licht seinen eigenen Pinsel. Seine Bilder sind grobkörnig, was damals oft als technisch misslungen angesehen wird. Nebenbei erfindet er einen weiteren Meilenstein der Fototechnik: das erste Verfahren, mit dem es möglich ist, von Farbnegativen druckfähige Papierabzüge zu machen. Bereits zwei Jahre, bevor der erste Kodachrome-Film herauskommt, druckt die Zeitschrift "Minotaure" 1933 ein Farbbild Man Rays.

Nach dem Einmarsch Hitlers in Frankreich flieht Man Ray über Lissabon nach New Nork und lässt sich dann in Hollywood nieder, wo er von Lehrtätigkeiten und Vorträgen lebt. 1946 heiratet er in einer Doppelhochzeit mit Max Ernst in Beverly Hills Juliet Browner. 1951 kehrt er zurück nach Paris, wo er bis zu seinem Tod am 18. November 1976 lebt.

In Europa findet Man Ray zunächst große Anerkennung - junge Fotografen wie Helmut Newton und David Bailey verehren ihn. Doch zunehmend spürt er auch, dass sein Können nicht mehr gefragt ist - ausgetüftelten Unikate weichen einer Materialflut: "Der Fortschritt im Entwickeln und in der Technik der Fotografie ist enorm; aber was die kreative Seite betrifft, so kann man kaum von Fortschritt reden", so Man Ray.

Netmarks

Quellen

cover of Man Ray - STERN spezial Fotografie Portfolio Nr. 38 (2004)Man Ray: Spezial Fotografie (Stern Spezial Fotografie)

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