Fotograf

Der Japaner Nobuyoshi Araki verteidigt im ZEITmagazin LEBEN seine Fotos nackter gefesselter Frauen, die ihn zu einem der bekanntesten Fotografen der Welt gemacht haben:

"Ein Foto von einem Menschen zu machen bedeutet den Austausch von Energie. Ein Mensch, den ich fotografiere, gibt mir etwas von seiner Energie, im Gegenzug gebe ich etwas von meiner. Jede Frau, die zu mir kommt und inszeniert werden möchte, hat ihre eigene Geschichte, und ich helfe ihr dabei, sie zu entwickeln. Es geht um Dinge, die sie vielleicht versteckt, von denen sie gar nichts weiß oder nicht wissen will. Und ich versuche, diese zutage zu fördern. Sex gehört für mich zu einer Fotosession wie das Laden der Kamera mit einem Film. Doch die Models bestimmen selbst, was geschieht; so bestimmen sie auch den Inhalt der Bilder. Auf den Betrachter mögen die Frauen wie Opfer wirken, aber mein Ideal ist es, dass ich mich am Ende selbst als Opfer erlebe, weil ich von ihnen gefesselt bin".
"Bilder von Fesselungspraktiken, in der westlichen Welt Bondage genannt", erinnerten Araki an "Gepäckstücke, die man zusammenbindet. Eine sehr materialistische Konnotation. Kinbaku hingegen, wie die Kunst der erotischen Fesselung in Japan heißt, ist eher etwas Metaphysisches. Bondage ist, jemanden gefangen zu halten. Kinbaku ist wie eine Umarmung, ein Akt der Liebe. Ich fessele den Körper, aber nicht die Gefühle. Die erotische Ausstrahlung einer Frau ist für mich in ihrem Gesicht ablesbar. Deshalb habe ich in letzter Zeit überwiegend Porträts fotografiert. Ich habe praktisch alle mir bekannten sexuellen Fantasien auf diese Weise verwirklicht".

Araki weiter: "Jedes Mal, wenn ich ein Foto mache, gibt es unmittelbar danach einen Moment, in dem die Aufregung in Befriedigung umschlägt - aber das ist nur ein flüchtiger Augenblick. Die Zeit vergeht, das Gefühl verfliegt. Deshalb versuche ich, dieses Gefühl in den Abzügen der Fotos festzuhalten. Es kommt mir vor, als sei die Kamera ein Teil meines Körpers geworden, wie meine Finger es sind".  weiter »

cover of Nobuyoshi Araki: Self, Life, DeathNobuyoshi Araki: Self, Life, Death
asin: 0714845760
cover of Araki: Tokyo Lucky HoleAraki: Tokyo Lucky Hole
asin: 3822838233
cover of Araki meets HokusaiAraki meets Hokusai
author: Veit Görner,Frank-Thorsten Moll
asin: 3939583782

Professor F. C. Gundlach, bedeutendster deutscher Modefotograf der Nachkriegszeit, der mit seinem fotografischen Werk selbst ein Stück Modegeschichte geschrieben hat, hält die deutsche Fotografie im internationalen Vergleich für unterbewertet.

"Es gibt einen erheblichen Nachholbedarf über die Einschätzung der deutschen Fotografie im Ausland", so Gundlach in einem Interview mit Redbox.de.

Erste Ansätze, dass auch mit digitaler Technik genuine Kunstwerke entstehen können, würden sich jetzt in der Arbeit von Künstlern wie Thomas Demand u.a. abzeichnen. Generell ist Gundlach überzeugt, "dass das statische Bildmedium Fotografie neben allen sich bewegenden elektronischen Medien Bestand haben wird".  weiter »

Horizonte-Zingst.de, Homepage

Horizonte-Zingst.de', Homepage.

  • Screenshot vom 2008-05-15
Horizonte-Zingst.de, Homepage
23 Ausstellungen - 18 Workshops - Vorträge - Diskussionen

Vom 31. Mai bis 8. Juni 2008 werden Weltklasse-Fotografen wie Nomi Baumgartl, Tasja Keetmann, Eric Klemm, Christian Popkes, Michael Schnabel, Walter Schels und nicht zuletzt Heinz Teufel auf dem Fotofestival ›Horizonte‹ Zingst mit ihren Arbeiten persönlich präsent sein.

Das Programm bietet 23 Ausstellungen von Fotografen aus Deutschland, Österreich, Russland, den USA, Kanada, Litauen, Finnland, Norwegen und Polen, 18 interessante Workshops und bewegende Vorträge und Diskussionen.

Der leitende Gedanke von ›Horizonte‹ ist die Verknüpfung von Fotografie und Bewahrung der Natur. Dabei soll anhand der Einzigartigkeit der Natur ihre Schutzwürdigkeit verdeutlicht werden. Das Spektrum reicht von prägnanten Fotodokumenten bis hin zu grandiosen Symbolbildern.  weiter »

Vogue 6/2008, Cover

Vogue 6/2008, Cover.

Fotograf: Mario Testino.

Vogue 6/2008, Cover
Titelthema: ›Sex‹

Mario Testino, international bekannt für seine Porträtfotos Prominenter von Madonna über Demi Moore und Kate Moss bis hin zu Prinzessin Diana und weltberühmt für unzählige stilprägende Modeaufnahmen, hat das aktuelle Heft von ›Vogue‹ maßgeblich mitgestaltet.

Nach anfänglichen Gesprächen mit ihm als Co-Chefredakteur wurde schnell klar, welches Sujet das gemeinsame Projekt haben würde: ›Sex‹. Lust als einer der wesentlichen Aspekte von Lebensfreude ist die Inspiration für das Konzept der Juni-Ausgabe von ›Vogue‹.

Die Fotos und Geschichten entstanden in den Metropolen Europas, in den USA und Südamerika, woher Mario Testino ursprünglich stammt. Wie auch die Mode widersetzt sich Sex jeder endgültigen bildhaften Darstellung. Der gebürtige Peruaner nähert sich dem Thema nonchalant - ihm geht es nicht darum zu provozieren, ihm geht es darum, das Spielerische zu erkunden und einzufangen.  weiter »

cover of Martin Krake: Cute Cheeks (2008)Cute Cheeks

rating:
asin: 3934020496
binding: Gebundene Ausgabe
amazon price: EUR 39,90 EUR


Cute Cheeks ist ein Bildband mit Aktfotografien von Martin Krake aus dem Jahr 2008.  weiter »

Es herrschen harte Zeiten für bekennende Gesäßerotiker. Die Brüste sind die modernen Fixpunkte erotischer Attraktion, Hinterbacken scheinen einem Tabu zum Opfer gefallen. Doch folgt man Verhaltensforschern, so gehört das aufgereckte Gesäß mit der Präsentation der weiblichen Scham zu den stärksten sexuellen Schlüsselreizen. Dies drückt sich auch im menschlichen Drang zur künstlerischen Kreation aus.
Maler, Bildhauer, Literaten, Dichter haben den Po niemals aus den Augen verloren. So auch der Fotograf Martin Krake, der uns im vorliegenden Band mit einer Vielzahl erotischer Rückansichten begeistert. Ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Der Po ist nicht das Ende, sondern der Anfang aller Dinge.“ (Verlagsinformation)

Der britische Magnum-Fotograf Martin Parr gilt als einer der einflussreichsten Fotografen der Gegenwart. Die meisten der politisch korrekten Fotografen halte er für "furchtbare Langweiler", sagt er der Wochenzeitung Die Zeit. Ihm sei "das Zwittrige lieber, das Ambivalente. Ich will nicht einfach der good guy oder der bad guy sein, das wäre mir zu einfach".

Parr: "Nennen Sie mich ruhig einen Prostituierten, das stört mich nicht. Wenn das Geld stimmt, dann lasse ich mich auch kaufen, so wie jetzt in Dubai, wo ich für Louis Vuitton fotografiert habe. Ich finde nicht, dass daran etwas verwerflich ist. Auch Becher-Schüler wie Andreas Gursky haben Werbung gemacht, als sie noch nicht so berühmt waren. Und warum auch nicht, das ist schnell verdientes Geld, mit dem kann ich dann andere Dinge finanzieren, meine Buchprojekte zum Beispiel".

Parr, der schon mit 13 Jahren wusste, dass er Fotograf werden wollte und dessen frühe Fotos oft das triste Alltagsleben der Unter- und Mittelschicht zeigten, hat jetzt den Reichtum für sich entdeckt: "Diesen ungeheuren Luxus, den die Welt hervorbringt". Er möchte sich jetzt mit dem beschäftigen, was gerade entsteht. "Und natürlich sind Orte wie Dubai so großartig paradox, man muss sie einfach fotografieren. Wohl nirgendwo sonst ist der Abstand zwischen Image und Wirklichkeit größer als dort".  weiter »

Ansel Adams The Tetons and the Snake River (1942)

Ansel Adams: The Tetons and the Snake River (1942)  weiter »

  • Aufnahmeort: Grand Teton National Park, Wyoming.
  • Quelle: National Archives and Records Administration, Records of the National Park Service. (79-AAG-1) - This image is available from the Archival Research Catalog of the National Archives and Records Administration under the ARC Identifier 519904.
cover of David LaChapelle: Stern Fotografie Nr. 51 (2008)David LaChapelle: No. 16 (Stern Portfolio Library of Photography)

author: David LaChapelle
rating:
asin: 3570192253
binding: Taschenbuch

Das neue Stern Fotografie Nr. 51 präsentiert das Werk des amerikanischen Fotografen David LaChapelle. Wie keinem anderen gelingt es diesem Fotografen, das bigotte, rauschhafte Universum der Popkultur festzuhalten. Die grellbunten, opulenten Bilder von Prominenten wie Angelina Jolie oder Paris Hilton machten ihn selbst zum Star.

Doch egal ob Weltstar oder nicht: Wer sich vor LaChapelles Kamera begibt, muss die Regeln des Künstlers befolgen. Das Resultat sind einzigartige Bilder - oft schreiend laut, vulgär und doch immer geistreich.

Auf rund 90 großformatigen Seiten trägt das Portfolio beeindruckende Aufnahmen von David LaChapelle aus den Jahren 1995 bis 2007 zusammen. Die Bilder spiegeln die vielen Facetten des Fotografen wider - von provozierenden Aufnahmen von Vertretern der Popkultur, über neuzeitliche Versionen der Gemälde Michelangelos bis hin zur Foto-Serie "Awakening", in der die unbekannten Protagonisten zu schweben scheinen. Die Entwicklung des Künstlers wird eindrucksvoll porträtiert.  weiter »

Inhalt abgleichen