Folgende Erfahrungswerte basieren auf einer Zusammenfassung eines Threads im Coolpix-Forum.de, in dem die beiden Kameras verglichen wurden; der Original- Beitrag stammt von Thomas Bungert (Kontakt: <Thomas.Bungert@t-online.de>; Username auf www.coolpix-forum.de: 'Flip_der_Frosch') und wurde am 19.05.2003 verfassst; Thomas hatte zunächst die Nikon Coolpix 5700 erworben, kurz und intensiv damit fotografiert, dabei jedoch festgestellt, dass die Coolpix für eine Anforderungen nicht geeignet ist; Thomas tauschte die Coolpix dann gegen eine Minolta Dimage 7Hi ein und fasste seine Erfahrungen in dem folgenden Vergleich zusammen. Ich habe noch einige Anmerkungen und Links ergänzt.
Nikon Coolpix E-5700
Siehe auch: Tabellarischer Vergleich der Unterschiede mit Bewertung.
Thomas Bungert hat etwa 600 Bilder mit der Coolpix E-5700 gemacht, jedoch nur bei etwa 5 oder 6 den Monitor verwendet. Er resummiert: »Bei ungünstigem Lichteinfall kann man den Monitor, wie bei allen anderen vergessen«. Durch positive Erfahrungen mit dem Drehgelenk der Casio QV-2400UX fällte 'Flip' die Kaufentscheidung zunächt für die Nikon Coolpix E-5700; später -- nach dem Austausch gegen die Minolta Dimage 7Hi -- stellte er allerdings fest, dass er sich sehr schnell an den EVF der Dimage geöhnte.
Vorteile der Nikon Coolpix E-5700
Super Zoom, dafür aber keinen echten Weitwinkel;
Super Bildqualität, etwas besser als bei der Dimage;
Super Makrofähigkeit, auch hier besser als die Dimage;
Schwenkbarer Monitor.
Nachteile der Nikon Coolpix E-5700
Ziemlich kleiner Monitor, die Bilder lassen sich darauf nur sehr schwer beurteilen;
bei Kontrastarmen Objekten, wie z.B. unserem Kater, schafft die Coolpix es kaum bis gar nicht, scharf zu stellen;
bei schlechten Lichtverhältnissen, z.B. abends in der Wohnung bei Kunstlicht, findet die Coolpix ebenfalls nur sehr schwer ihre Schärfe. Wenn dann noch ein kontrastarmes Objekt hinzukommt, schafft sie es gar nicht und man muss dann manuell scharf stellen (vgl. Beispielfotos).
Manuelles Scharfstellen ist zwar möglich, aber man dreht sich einen
Wolf mit dem kleinen Drehrad, vor allem fährt die Kamera in eine
bestimmte Stelle, ehe man mit dem manuellen Fokussieren beginnen kann. D.h., wenn das Bild fast scharf war und ich nur etwas korrigieren wollte, dann ist sie erstmal wieder in irgendeine Stellung gefahren und ich musste komplett neu einstellen.
dieser komische Serien-AF; hierbei stellt sich die Kamera immer scharf, auch bei nicht halbgedrücktem Auslöser. Wenn das Bild nun scharf war und man auslösen wollte, begann die CP wieder neu zu fokussieren (und der Schnappschuss oder das sich bewegende Objekt war hinüber).
Wenn man z.B. Sportfotos oder sich bewegende Objekte (z.B.
Kater) fotografieren wollte, konnte man das eigentlich nur über
die manuelle Fokussierung erreichen, da die Kamera nach dem Scharfstellen nicht neu fokussiert, sobald sich das Objekt etwas bewegt;
verwendet einen proprietären Akku; ein Ersatzakku kostet ca. EUR 40,-; ein Hochformathandgriff ist optional als Zubehör verfügbar, der sechs AA- Akkus benötigt und nochmal etwa EUR 150,- kostet.
Thomas fasst zusammen: »Das waren, glaube ich, alle Vor- und Nachteile die mir so an der CP aufgefallen sind. Aber vielleicht habe ich mich bei der einen oder anderen Situation auch nur falsch angestellt, oder was in den Menüs vergessen?« Er empfiehlt die Coolpix aufgrund der guten Bildqualität für Fotos mit viel vorhandenem Licht, kritisiert aber den unsicheren und langsamen Autofokus.
Minolta Dimage 7Hi
Siehe auch: Tabellarischer Vergleich der Unterschiede mit Bewertung.
Vorteile der Minolta Dimage 7Hi
Echter Weitwinkel;
Sonnenblende im Lieferumfang;
verwendet vier normale Ni-MH AA- Akkus (ein Satz im Lieferumfang);
Manuelles Einstellen der Brennweite (Geschmackssache, verbraucht aber keine Energie)
Manuelles Scharfstellen geht schneller und die Position des Drehrades ist auch angenehmer, direkt am Objektiv.
Man kann manuell die Schärfe korrigieren, ohne dass der AF die Position ändert.
Mit AF scharf stellen, wenn das Ergebnis nicht gut ist (Makrobereich) oder die Kamera ihr Ziel nicht findet, einfach am manuellen Scharfstellrad drehen und knipsen.
Beim manuellen Scharfstellen wird die Entfernung zum Objekt angezeigt. Bei der CP gibt es nur einen Laufbalken.
Der Autofokus ist wesentlich schneller und genauer bei schlechtem Umgebungslicht oder kontrastarmen Objekten.
Restlichtverstärkung bei EVF und Monitor. Ist das Licht schlecht, dann stellt die Dimage auf Schwarz/Weiß um (Nur EVF oder Monitor) und verstärkt das Restlicht. So kann man auch bei ganz wenig Licht sein Ziel noch finden. Ist kein Nachtsichtgerät, irgendwann ist es aber auch hier duster.
Echter Serien-AF. Der AF stellt immer scharf, also er korrigiert sich wenn das Objekt sich bewegt (ist ein fertiges Programm, das sich »Sport« nennt). Wenn man den Auslöser dann drückt, wird auch sofort das Foto geschossen. Das funktioniert übrigens auch bei Serienaufnahmen.
Alle (wichtigen) Funktionen sind über Knöpfe und Drehschalter an der Kamera zu verstellen z.B. Weißabgleich, ISO, Kontrast, usw. Man muss nicht ständig ins Menü, wie bei der Coolpix.
Intervallaufnahmen -- die Kamera macht in einem bestimmten Abstand Fotos (ist aber nicht lebensnotwendig).
Nachteile der Minolta Dimage 7Hi
Keine Anleitung in gedruckter Form; Kurzanleitung ist dabei. Thomas hat sich die Anleitung mit je 2 Seiten auf einem Blatt und dann noch doppelseitig ausgedruckt; das waren dann nur noch knapp 70 Seiten. Thomas meint dazu: »Damit kann ich leben, wenn ich bedenke, dass sie sowieso ziemlich schnell nur im Schrank liegt«. Diese Auffassung teile ich (Agon) nicht -- welcher Dimage- Besitzer kann beispielsweise ohne Handbuch die Belichtung seiner Kamera manuell einstellen? Zumindest eine »Quick Reference« sollte man zur Hand haben (bzw. sich selbst anfertigen), sofern man die Kamera nicht überwiegend mit Vollautomatik nutzt.
nicht so großer Zoombereich;
auch der Autofokus der Dimage findet nicht zu 100 % sein Ziel, dafür kann man dann sehr schnell und leicht korrigieren;
kein drehbarer Monitor. Thomas meint dazu: »Ich habe sehr schnell gemerkt, dass man sowieso fast immer das EVF benutzt, deshalb kann ich drauf verzichten, obwohl das 'damals' der Grund war, das ich
die CP genommen habe. Die Dimage hat aber ein um 90° verstellbares EVF, so hat man noch etwas mehr Bewegungsfreiheit (vielleicht kann man wenn nötig einen Spiegel zu Hand nehmen)«. Auch hier bin ich (Agon) anderer Meinung und habe andere Erfahrungen gemacht (vgl. meine Erfahrungsberichte zur Yashica T5 und zur Nikon Coolpix E-995).
Etwas schlechtere Bildqualität. Thomas meint: »Die Bilder der Dimage neigen doch stark zum Rauschen, aber damit kann ich leben«.
Thomas fasst zusammen: »Mehr fällt mir jetzt nicht ein, aber ich denke, dass das einen kleinen Überblick gibt. Ich bin bis jetzt froh über die Entscheidung die CP gegen die Dimage getauscht zu haben, weil ich einfach viel in geschlossenen Räumen Fotografiere und die Dimage dabei einfach die bessere Kamera ist«.