Energieversorgung der Konica Minolta Dynax 7 Digital

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An der Energieversorgung der Konica Minolta Dynax 7 Digital ist kaum etwas auszusetzen: Der mitgelieferte Lithium-Ionen-Akku NP-400 liefert 1.500 mAh bei 7,4 V und reicht laut technischer Spezifikation für rund 600 Aufnahmen. Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist dieser Wert absolut realistisch. In Verbindung mit dem Funktionshandgriff VC-7D erhält man weitere Energieversorgungsoptionen und kann auch gleich zwei NP-400 im erweiterten Kameragehäuse unterbringen; Sorgen um die Energieversorgung der Kamera muß man sich dann nicht mehr machen.

Energieversorgungsoptionen

Grundsätzlich lässt sich die D7D selbst nur mit einem proprietären Lithium-Iionen-Akku vom Typ NP-400 (1.500 mAh; 7,2 V) betreiben.

In Verbindung mit dem Funktionshandgriff VC-7D erhält man weitere Energieversorgungsoptionen:

• 2 x Lithium-Ionen-Akku NP-400 (1.500 mAh; 7,2 V)
• 6 x Alkali-Batterie Typ AA (1,5 V)
• 6 x Lithium-Batterie Typ AA (1,5 V)
• 6 x NiMH-Akku Typ AA (1,2 V)

Die dritte Möglichkeit der Energieversorgung bietet der Netzadapter AC-11; damit kann die D7D stationär ans Stromnetz angeschlossen werden und kann bis zum nächsten Stromausfall betrieben werden – sie verliert dann allerdings auch ihre Mobilität.

Lithium-Ionen-Akku NP-400

In der Praxis kommt man mit einem frisch geladenen NP-400-Akku problemlos über eine typische mehrstündige Aufnahmesession; für längeres Arbeiten ohne Möglichkeit zum Nachladen sollte man allerdings einen zweiten Akku parat halten. Der Original-NP-400 wird im Internet zu Preisen zwischen 20 und 100 Euro gehandelt, von Fremdanbietern gibt es Nachbauten für 10 bis 20 Euro.

Einen solchen Nachbau bietet Hähnel mit dem HL-400 an; er leistet laut Spezifikation 1.500 mAh bei 7,2 V und kann auch in der Dimage A1 und A2 eingesetzt werden. Er arbeitet auch problemlos im Funktionshandgriff VC-7D, dessen Kapazität sich mit zwei Akkublöcken natürlich verdoppelt.

Funktionshandgriff VC-7D

Den Funktionshandgriff halte ich für unverzichtbares Zubehör; er ermöglicht zum einen eine erheblich flexiblere Energieversorgung, da er entweder bis zu zwei NP-400-Akkus oder sechs handelsübliche Mignon-Akkus aufnimmt; zum anderen wird die Kamera – zumindest normalerweise – griffiger, kann besser gehalten werden und Hochformataufnahmen werden unvergleichlich komfortabler: Der Handgriff bietet für Hochformataufnahmen einen vollständigen Satz von Steuerelementen (AF Area, Slow Sync, AEL, AF/MF sowie zwei Steuerräder).

Leider ist der Griff ergonomisch weitaus schlechter gelungen als seine Äquivalente bei der Minolta Dynax 9, der Dynax 9xi oder der Minolta 9000 (damals noch ein Winder bzw. Motor Drive); im Hochformat kann ich den VC-7D perfekt halten, im Querformat ist der Griff mehr als einen Zentimeter zu kurz, der kleine Finger findet keinen Halt und kann die Kamera nicht stabilisieren; während die effektive Grifffläche im Hochformat knapp 12 cm beträgt, stehen der Hand im Querformat nur gut 10 cm zur Verfügung – angenehm ist das nur für Leute mit sehr kleinen Händen oder mit amputierten Fingern.

In der Praxis führt diese Fehlkonstruktion dazu, dass die Hand die Kamera nicht entspannt halten kann und sich bereits nach wenigen Minuten verkrampft; der Kameraarm verspannt sich dann ebenfalls sehr rasch, und man kann die D7D im Querformat einfach nicht so sicher halten wie beispielsweise die Dynax 9, die wie angegossen in der Hand liegt.

Mir ist vollkommen rätselhaft, was sich Konica Minolta bei dieser Fehlkonstruktion gedacht hat; die Handgriffe für die Kleinbildkameras von Minolta beweisen ja, dass es keine konstruktiven Zwänge zur Verkürzung der Grifffläche gibt.

Und es gibt noch einen weiteren Kritikpunkt am Funktionshandgriff VC-7D, der allerdings nicht die Funktionalität, sondern den Lieferumfang betrifft: Der Griff wird ohne Handschlaufe ausgeliefert; diese wird als »Sonderzubehör« unter der Bezeichnung Holding Strap HS-1 separat verkauft. Das ist in mehrfacher Hinsicht ärgerlich; zum einen ist bei einem Artikel von immerhin rund 200 Euro das Herumgegeize mit einem Pfennigartikel nicht nachvollziehbar, zum anderen führt natürlich kein Händler solche Artikel im Sortiment. Das alles ist äußerst lästig und hochgradig unnötig, zumal – auch auf die Gefahr mich zu wiederholen – natürlich bei den Vorgängermodellen die Handschlaufe mit dem Handgriff mitgeliefert wurde.

Konica Minolta scheint sich in äußerst häßlicher Weise an die kundenfeindlichen Gepflogenheiten der Marktführer Canon und Nikon anzupassen, die jede Kleinigkeit (wie beispielsweise Sonnenblenden für Objkeitve) als »Sonderzubehör« verkaufen. In den vergangenen Jahrzehnten zeichnete sich Minolta eben dadurch aus, diesen Unsinn nicht mitzumachen. Die Zeiten, als Minolta noch eine selbstbewusste Alternative zur Arroganz der Marktführer Canon und Nikon bot, scheinen nun leider vorbei zu sein. Der einzge verbleibende Unterschied scheint nunmehr darin zu bestehen, dass die Produkte der beiden Marktführer marktgängig sind, also leicht beschafft werden können. Das Sortiment von Konica Minolta hat dagegen kein Händler komplett vorrätig, teiweilse wurde es ja bereits komplett aus dem Sortiment genommen (so beispielsweise im Pro Markt), und ausleihen konnte man Minolta-Equipment ja sowieso noch nie vernünftig.

Zurück zu den erfreulichen Eigenschaften des VC-7D: Mit zwei frischen NP-400-Akkus braucht man sich tagelang nicht mehr um die Energieversorgung kümmern oder nach einer Steckdose suchen. Das ist ein riesiger Fortschritt gegenüber der Minolta Dimage 7i und Dimage 7Hi, für die man zumindest einen frischen Akkusatz pro Tag einplanen musste. Gerade beim Gepäckwandern wurde das zu einem ziemlich drastischen logistischen Problem: Entweder man suchte seine Wanderroute entlang von Steckdosen aus, oder schleppte sich halbtot mit etlichen Ersatzakkusätzen, oder verzeichtete eben auf die Kamera. Nach meinen bisherigen Erfahrungen kommt man dagegen mit zwei frisch geladenen NP-400-Akkus mindestens drei bis vier Tage ohne Steckdose aus; wenn man etwas energiesparend fotografiert, kann man diesen Zeitraum bestimmt auf eine Woche strecken.

Ein Satz aus sechs handelsüblichen Mignon-Akkus ersetzt dabei nur einen NP-400-Akku; mit einem Satz relativ neuer Varta Photo Accus (Ni-MH, 2.300 mAh, 1,2 V) komme ich dagegen maximal auf einen Tag, bis die Akkus vollkommen leergesaugt sind; die Ni-MH-Akkus entladen sich dabei auch vergleichsweise schnell (leer nach zwei bis drei Wochen ohne Benutzung), während die Li-Ion-Akkus vom Typ NP-400 wochenlang gelagert werden und nur geringen Kapazitätsverlust aufweisen. Ich bin definitiv kein Freund von proprietären Akkublöcken, aber der NP-400 ist so gut, dass ich Standardakkus ausschließlich als »Backup« verwende.

Auch in der Gewichtsbilanz spricht nur noch wenig für Standard-Akkus: Ein Ladegerät benötigt man in jedem Fall, ein Sechser-Satz Mignon-Akkus wiegt etwa 195 Gramm, ein NP-400 dagegen nur rund 78 Gramm (Konica Minolta) bzw. 76 Gramm (Hähnel); beide zusammen wiegen also rund 155 Gramm und liefern gut die doppelte Leistung wie ein Standard-Akkusatz mit 195 Gramm. Berücksichtigt man nur das Gewicht, nimmt man also auf eine Wanderung eher vier NP-400 mit als auch nur einen Ersatz-Satz Standard-Akkus.

Berücksichtigt man allerdings noch andere Faktoren (Kosten, eventueller Ausfall des Akku-Ladegeräts BC-400) kann es jedoch dennoch sinnvoll sein, Mignon-Akkus mitsamt Ladegerät bei sich zu führen. Dabei sollte man aber auch bedenken, dass die kompakten Reiseladegeräte i.d.R. nur vier Akkus gleichzeitig laden und man die klobigen Sechser-Ladegeräte wie das Ansmann Energy 8 auf Reisen wohl eher nicht mit sich führen will, mal also für einen Ladezyklus zumindest einmal die Akkus wechseln muss. Das kann recht problematisch werden beispielsweise in Tauchbasen, wo der (Generator-) Strom nachts abgeschaltet wird. In solchen Fällen braucht man Ladegerät und Akkus, die wirklich schnelladefähig sind, oder eben ein Sechser-Ladegerät – oder man setzt eben doch auf NP-400 mit BC-400 pur.

Akku-Ladegerät BC-400

Das Akku-Ladegerät BC-400 wird mit der Konica Minolta Dynax 7 Digital ausgeliefert; es dient dem Aufladen des ebenfalls mit der Kamera mitgelieferten Lithium-Ionen-Akkus NP-400 bzw. kompatibler Nachbauten.

Das Ladegerät ist kompakt und funktional; es zeigt den Ladevorgang mit einer roten LED an, die erlischt, wenn der Akku geladen ist. Eine zweistufige Zustandsanzeige, beispielsweise »rot« für einen Ladevorgang und »grün« für einen geladenen Akku wäre nett, ist aber nicht notwendig.

Ob das Ladegerät über irgendwelche »Pflegefunktionen« für die Akkus verfügt, ist nicht bekannt; ich würde aber nicht damit rechnen, da die proprietären Ladegeräte anderer Hersteller solche Funktionen i.d.R. ebenfalls nicht besitzen. Man muss also damit rechnen, dass die Akkus nach einigen hundert Ladevorgängen ausgetauscht werden müssen; so etwas hatte ich ja bereits bei der Canon Digital IXUS kennengelert, deren proprietärer Akku nach etwa zwei Jahren gerade noch für zwei bis drei Bilder reichten. Allerdings gibt es auch Akkublöcke, die ewig zu halten scheinen, so der der Nikon Coolpix E-995, der nach rund vier Jahren noch immer genügend Leistung für hunderte Bilder liefert. Wie pfleglich das BC-400 mit den Akkus umgeht, wird sich in einigen Jahren gezeigt haben. Jedenfalls bin ich froh, mit dem VC-7D über eine Möglichkeit zu verfügen, Standard-Akkus einzusetzen, falls NP-400-kompatible Akkus einmal nicht mehr zu bekommen sein oder nur noch überteuert angeboten werden sollten.

Das einzige, was mir am BC-400 nicht gefällt, sind die ungeschützten Ladekontakte: Da Minolta keine Abdeckung oder Tasche mitliefert, wird man das Ladegerät unterwegs mehr oder minder herumfliegend mit sich führen; ob die kleinen Metallkontakte dann irgendwann korrodieren, verbiegen oder gar abbrechen wird auch die Zeit erweisen.

Netzadapter AC-11

Mit dem Netzadapter AC-11 kann eine Konica Minolta Dynax 7 Digital mit Steckdosen- oder Generatorstrom betrieben werden; normalerweise wird man dieses Zusatzgerät nie benötigen, es sei denn, man arbeitet sehr intensiv im Studio und stört sich nicht an der zusätzlichen Kabelage.

Siehe auch

• Energieversorgung der D7Hi (Erfahrungsbericht zur Minolta Dimage 7Hi).

cover of Hähnel HL-KM400 7,4V 1500mAh Li-Ion Ersatzakku Typ Minolta NP-400 für Dimage A1, A2, Dynax 7DHähnel HL-KM400 7,4V 1500mAh Li-Ion Ersatzakku Typ Minolta NP-400 für Dimage A1, A2, Dynax 7D
asin: B0007Y663Y
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