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Erfahrungsbericht zur Canon Digital IXUS
Die Canon Digital IXUS erwarb ich Mitte 2001 für knapp unter tausend Mark, als in Berlin die letzten Exemplare verkauft wurden; die IXUS war meine erste Digitalkamera, sie sollte als reine Point-and-Shoot-Kamera dienen und meine Yashica T5 ersetzen. Zuvor hatte ich ein wenig mit einer Hitachi MP-EG1 herumgespielt und war auf den Geschmack der Instant-Fotografie gekommen. Erste Erfahrungen im Dauertest sammelte ich auf mehrwöchigen Fahrrad- und Rucksacktouren durch Belgien und Griechenland im Sommer 2001. KameracharakteristikDie Canon Digital IXUS ist eine ultrakompakte Digitalkamera, die sich durch eine geringe Grösse und ein ansprechendes Design auszeichnet. Inklusive Akku, Speicherkarte und Handschlaufe bringt sie gerade mal 226 Gramm auf die Wage. Mit Aussenabmessungen von 95 x 60 x 60 Millimetern passt sie in nahezu jede Hemd- oder Hosentasche. Die Verarbeitung des Kameragehäuses ist gut und die Qualität der Bilder durchaus akzeptabel. Autofokus, Objektiv und OptikDie Kamera verfügt über ein optisches Zweifach-Zoom mit einer Brennweite von 5,4-10,8 mm, was 35 bis 70 mm beim Kleinbildformat entspricht. Der Brennweitenbereich ist günstig gewählt und entspricht etwa dem, was man von einem Normalzoom gewohnt ist; der Brennweitenbereich entspricht der Hälfte, was ich als Dreamteam normalerweise empfehle; einen echten Telebereich bietet die Kamera nicht. Das Zoom kann elektronisch in fünf Stufen, jedoch weder stufenlos noch manuell verstellt werden. Ein Vierfach-Digitalzoom ergänzt das optische Zoomobjektiv, den sollte man im Interesse scharfer Bilder jedoch deaktivieren. Zu beachten ist, wie bei den meisten bisher verfügbaren Digitalkameras, dass die optischen Eigenschaften in Hinsicht auf Schärfetiefe eben einem KB-Superweitwinkel entsprechen; Portraits mit sanft verlaufendem Hintergrund sind mit dieser Kamera nicht zu bewerkstelligen. Auch die Lichtstärke ist wenig beeindruckend; die grösste Blende liegt zwischen 2,8 und 4,0. Eine Makro- und eine Unendlicheinstellung ist vorhanden, eine Möglichkeit, die Entfernung von Hand zu justieren, gibt es nicht. Die kürzeste Aufahmedistanz liegt bei ca. 10 cm, daher sind keine Fotos möglich, die auch nur annähernd einer Makrofotografie ähneln. Dank eines Hilfslichtes arbeitet der Autofokus auch bei schlechten BelichtungEine manuelle Belichtungskorrektur um bis zu zwei Blendenstufen Neben einem automatischen Weißabgleich sind auch noch vier sinnvolle Voreinstellungen vorhanden (Tageslicht, bewölkt, Glühlampen- und Leuchtstoffbeleuchtung), eine manuelle Korrektur auf eine weiße Fläche bei beliebiger Beleuchtung gibt es aber nicht. Weiterhin bietet die IXUS eine Panoramabild-Funktion, bei der mehrere überlappende Bilder aufgenommen werden; das funktioniert nur mit Stativ und in Verbindung mit der Canon-Software PhotoStich.
Da die Belichtung nicht manuell auf einen festen Wert justiert werden kann, sind Helligkeitsabstufungen in Panoramabildern nicht zu vermeiden. Einen Blitzschuh oder ein Anschlussmöglichkeit für ein externes Blitzgerät ist nicht vorgesehen. Display, Bedienung und User InterfaceDie IXUS verfügt sowohl über ein TFT-Display auf der Rückseite der Kamera, als auch über einen hellen optischen Sucher; der Sucher zeigt aufgrund der Parallaxenverschiebung jedoch kein Echtbild und provoziert regelmässig das Fotografieren überaschender Objekte an den Seiten des Bildausschnitts; das Display ist exakt und relativ scharf, jedoch weder schnell genug, um bewegten Objekten zu folgen, noch im Sonnenlicht erkennbar. Die Handhabung der Kamera erfordert aufgrund der kleinen Tasten viel Fingerspitzengefühl. Die Bedienung der Kamera ist einfach und weitgehend selbsterklärend. Auffällig sind einige Ungereimtheiten, beispielsweise funktioniert die Serienbildfunktion nicht im Automatik-Modus. BildqualitätMit ihrer Auflösung von 2,1 Millionen Bildpunkten bietet die Canon-Kamera eine Auflösung, die für Vergrösserungen bis zum Format 13 x 18 cm ausreicht; Vergrösserungen auf 15 x 20 cm sind noch vertretbar, wirken aber ohne Nachbearbeitung nicht mehr scharf oder brilliant (vgl. Leistungsklasse 2.x Megapixel). Die IXUS bietet drei Qualitätsstufen für Aufnahmen:
BlitzsystemDie IXUS bietet weder einen Blitzschuh noch eine Synchronbuchse; sie kann daher nicht in Kombination mit einem Blitzsystem eingesetzt werden. Ausstattung und LieferumfangZum Lieferumfang der Kamera gehört eine acht-MByte-große Ausserdem liegt ein 680 mAh Li-Ion-Akku bei, dessen Kapazität durch die Baugröße beschränkt ist. Im Wiedergabemodus mit eingeschaltetem Display hält eine Akkuladung etwa eine Stunde; beim normalen Fotografieren bei Temperaturen zwischen 20 und 30° C reicht eine Akkuladung für etwa 30 Bilder; bei Temperaturen um 0° C muss man nach maximal zehn Bildern den Akku wecheln. Die Anschaffung eines Zweitakkus ist also fast unumgänglich Weiterhin dabei: Ein Akku-Ladegerät, ein Kabel zur Verbindung mit dem PC (USB) und einem Fernseher (Composite-Video) sowie eine Handschlaufe. Software und TreiberZum Übertragen der Bilder in den PC liefert Canon einen TWAIN-Treiber, mit dem sich der Speicherinhalt in TWAIN-kompatible Bildbearbeitungsprogramme importieren lassen. Linux oder andere Betriebssysteme werden nicht unterstützt. Es gibt verschiedene Alternativen zu der mitgelieferten Software: Die Freeware Cam4you bietet sogar einige zusaätzliche Funktionen (z.B. Fernsteuerung der Kamera); eine weitere Alterative ist der BreezeBrowser. Leider gibt es keine Möglichkeit, die Kamera als Wechsellaufwerk anzusprechen, um die Bilddaten direkt auf die Festplatte zu kopieren; sowohl Sony als auch Nikon bieten entsprechende Funktionen; auf den Inhalt der Speicherkarte kann man bei Canon nur mit einem separaten Kartenleser, z.B. von SanDisk oder Microtech, direkt zugreifen. Zur Bearbeitung der Fotos liegt Adobes PhotoDeluxe bei, das jedoch nur eingeschränkt unter Windows 2000 und Windows XP arbeitet. Ein kostenloses Programm wie The GIMP ersetzt die mitgelieferte Applikation in jeder Hinsicht. Zur Archivierung und Verwaltung liefert Canon die Bilddatenbank ZoomBrowser EX mit; diese Applikation bietet zwar eine ansprechende Benutzeroberfläche, ist jedoch instabil und kann im Schadensfall nicht "repariert" werden (siehe Software). Der Austausch gegen eine vernünftige Applikation (z.B. ACDSee) ist daher unbedingt zu empfehlen. Außerdem ist im Lieferumfang das Programm PhotoStich enthalten, mit dem sich überlappende Bilder zu einem Panorama kombinieren lassen.
Nach dem Kauf: Support
Netmarks
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