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Aus dem Vergleich ist klar hervorgegangen, dass beide Kameras ihre spezifischen Stärken und Schwächen haben. Keine der Kameras ist ein »Allrounder« der -- wie eine vergleichbare Spiegelreflexkamera für alle vorstellbaren Einsatzzwecke »getunt« werden kann, und wir können keine der beiden Kameras pauschal empfehlen, da keine der beiden Kameras in allen Aspekten überzeugt. Allerdings ist auch keine der beiden Kameras generell schlecht oder unbrauchbar; wir können daher auch von keiner der beiden Kameras pauschal abraten.

Man muss daher individuell abwägen, was einem an der jeweiligen Kamera wichtig ist, und welche Kompromisse man dafür einzugehen bereit ist. Folgende Empfehlungen haben sich aus unserem Vergleich herauskristallisiert:
Die E-5700 ist die eindeutig bessere Kamera, wenn ohne zusätzlichen Aufwand viel mit Makrofotografie gearbeitet wird oder überwiegend statische Motive wie Landschaft, Architektur oder Portraits im Studio abgebildet werden sollen. In allen Fällen glänzt die E-5700 durch ihren beweglichen Monitor, der für ungewöhnliche Aufnahmeperspektiven, die Arbeit auf dem Stativ oder bei der Makrofotografie ausgezeichnete Dienste leistet.

Die D7Hi ist allerdings durchaus auch für Makrofotografie brauchbar, jedoch nur in Verbindung mit Vorsatzlinsen oder sonstigem Makrozubehör. Sie spielt gerade dabei ihre Stärken aus, da ein Standard- Filtergewinde mit 49mm Durchmesser vorhanden ist und in den Sucher ein Fadenkreuz eingebelndet werden kann.

Auch für die Studiofotografie kann die D7Hi besser geeignet sein, wenn mit einer Blitzanlage gearbeitet wird -- nur die D7Hi verfügt über einen Blitzsynchronanschluss.

Vorteile für Architektur- und Landschaftsfotografen hat die D7Hi, wenn man den erweiterten Zoombereich im Weitwinkel (KB-Äquivalent 28 mm) braucht, oder gerne für die Bildkomposition mit einer Gitternetz- Mattscheibe arbeitet: Die kann man bei der D7Hi in EVF und Monitor einblenden, bei der E-5700 ist dies nicht möglich.
Die D7Hi ist die eindeutig bessere Kamera, wenn viel »Action« fotografiert werden soll (Sport, Tiere, Kinder, Schnappschüsse); der AF der D7Hi ist eindeutig schneller und zuverlässiger als der der E-5700.

Allerdings kann man -- wenn man sich mit dem Bedienkonzept der E-5700 angefreundet hat -- auch durchaus ansehnliche Sportfotos mit dieser Kamera erreichen (Beispiele).
Das Bedienkonzept der D7Hi ist eindeutig besser geeignet für Fotografen, die an Kleinbild- Spiegelreflexkameras gewohnt sind, manuelle Bedienelemente bevorzugen und gerne durch einen Sucher schauen.

Die E-5700 liefert dagegen »ab Werk« die besseren Bilder im Automatikmodus und lässt sich über die Menüs flexibel konfigurieren. Wer bisher eher mit Kompakt- oder Sucherkameras fotografiert und keine Angst vor der Menüsteuerung hat, ist vermutlich mit der E-5700 besser bedient. Auch eine »moderne« Bedienung über Tasten und Einstellräder (Zoomsteuerung, Fokussierung) sowie grundsätzlich die EInhandbedienung sind nur mit der E-5700 realisierbar.
Wer kein Problem mit teuren und proprietären Akkus hat, fährt mit der E-5700 besser; der Akku ist kompakter und leistungsfähiger als die Standard Mignon- Akkus der D7Hi; optional kann die E-5700 in Verbindung mit dem Hochformathandgriff auch mit AA- Akkus betrieben werden, eine vergleichbare Option bietet die D7Hi nicht.

Die Standard- Akkus der D7Hi sind dagegen preiswerter, eine »Ersatzteilversorgung« ist weit über die Lebensdauer der Kamera hinaus gewährleistet und die Akkus können im Notfall auch durch normale AA- Primärzellen ersetzt werden, die fast überall auf der Welt erhältlich sind.

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