E6 ist ein Standardprozess für Farbumkehrfilme, der ursprünglich von Kodak eingeführt wurde und heute allgemein als de-facto-Standard akzeptiert ist.
[fstolpe@charis.uni-sw.gwdg.de Frank Stolpe] schrieb in in [news:/de.rec.fotografie de.rec.fotografie]:
Die Selbsverarbeitung im E6 Prozess lohnt sich nur wenn:
- man die Filme auf keinen Fall aus der Hand geben will
- wenn man den Film pushen möchte
- wenn man mit dem Ilford XP2 SW-Dias machen möchte
Was braucht man:
- eine normale Entwicklerdose, wie für SW-Filme
- die Chemikalien (z.B. UK6 von Tetenal)
- Flaschen für die Chemikalien
- ein gutes Thermometer (1/10 Grade), das kann auch das Elektronische aus dem Baumarkt für zehn Mark sein. Es muß zuvor nur mit einem anderen präzisen Thermometer abgeglichen werden.
- eine Aquarienheizung mit ausreichend Leistung, die muß noch auf die geforderte Temperatur (36° C) abgeglichen werden oder immer laufen.
- Eine wasserdichte Box (z.B. Curver-Box) in die die Flaschen mit der Chemie, der Tank, die Heizung und genüugend Wasser passen.
- Eine Stoppuhr, am besten mehrere
Wie gehts:
- Chemie ansetzen und in Flaschen füllen.
- Film in den Tank praktizieren.
- Heizung in der Box anbringen.
- Chemieflaschen und Tank ebenfalls in die Box stellen.
- Heißes Wasser einfüullen. Da jedes Bad des E-6 Prozesses eine gewisse Temperaturtoleranz hat, einfach etwas heißeres Wasser einfüllen und warten bis es die obere Temperaturschwelle des ersten Bades erreicht hat.
- Jetzt loslegen, konzentriert und zügig arbeiten. Gegebenfalls nochmal heißes Wasser nachfüllen. Zwischendurch den Tank immer wieder in die Box stellen und nachwärmen lassen.
Für das gelegentliche E-6 Entwickeln ist das ganz praktikabel.