Display und Sucher

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Display und Sucher

Beide Kameras verfügen über ausgezeichnete Displays, die beide eine vergleichsweise exakte Bildbeurteilung ermöglichen. Der Monitor der Coolpix fällt mit 1,5" allerdings deutlich kleiner aus als der der Minolta (1,8").

Ein weiterer Vorteil von Sucher und Display der Dimage ist die Möglichkeit, verschiedene »Mattscheiben« wie beispielsweise ein Gitternetz einzublenden:

M.W. bietet derzeit keine andere Digitalkamera diese Möglichkeit; gerade die Gitterlinien- Mattscheibe ist für mich von Bedeutung, da sie mir erheblich bei der Bildkomposition hilft; auch Architekturfotografen schätzen die zusätzlichen Hilfslinien zur Ausrichung der Kamera; ähnliches gilt für die Fadenkreuz- Mattscheibe mit Skala, die insbesondere von Macrofotografen benötigt wird.

Die Kamera- Firmwares sind mittlerweile in der Lage, etlichen Unsinn bis hin zu Histogrammen in Echtzeit einzublenden; der Aufwand, optional ein paar Gitternetzlinien einzublenden, sollte auch für Nikon zu schaffen sein. Derzeit bietet jedoch nur Minolta dieses Feature, das übrigens auch bei einigen älteren Dimage- Modellen per Firmware- Upgrade nachgerüstst werden kann.

Einer der entscheidenden Unterschiede beider Kameras sind das Display und der elektronische Sucher:
Minolta bietet einen ausgezeichneten elektronischen Sucher, den man um bis zu 90 Grad noch oben klappen kann; man erhält damit etwa dieselbe Funktionalität wie bei einer KB-SLR- Kamera mit Winkelsucher.

Das bedeutet jedoch in jedem Fall, dass man bei der Dimage mit dem Auge an der Kamera kleben muss; ein elegantes Fotografieren »aus der Hüfte«, über den Kopf hinweg oder im »Mittelformat- Stil« vor dem Bauch geht schlicht und ergreifend nicht.

Der elektronische Sucher der Coolpix ist noch etwas unbeweglicher -- eben ähnlich wie der Sucher einer KB-SLR, nur eben mit dem Unterschied, dass man kein optisches, sondern ein elektronisches Bild erhält.

Noch gravierender sind die Unterschiede beim rückseitigen Display bei beiden Kameras:
Ein Glanzpunkt der Coolpix ist der nahezu völlig frei bewegliche Monitor, der seitlich ausgeklappt und gedreht werden kann; dadurch kann man die Coolpix aus nahezu jeder Haltung und Position auslösen.

Wer jemals des Komfort eines Mittelformat- Lichtschachtsuchers oder eines schwenkbaren Displays kennengelernt hat, wird wohl nie wieder darauf verzichten wollen.

Leider bietet die Dimage nichts vergleichbares; das wird für viele potentielle Käufer wohl ein K.O.- Kriterium sein.
Der rückseitige Monitor der Minolta ist grosszügig dimensioniert, vergleichbar brilliant wie der der Coolpix und wäre perfekt -- wenn man ihn denn bewegen könnte.

Für mich ist der festgeleimte Monitor der Dimage 7i und 7Hi ein Ausschlussfaktor; einer der wichtigsten Vorteile einer Digitalkamera im Vergleich zu einer KB-SLR im Hybridverfahren ist hier einfach nicht vorhanden.

Der Monitor der Coolpix 5700 ist zwar nicht ganz so intuitiv zu bedienen wie bei den Coolpix- Gehäusen im drehbaren Tubus, aber noch immer traumhaft flexibel. Es ist kaum ein Aufnahmewinkel vorstellbar, für den dieser Schwernkmonitor nicht ausreichen würde (z.B. Macroaufnahmen von einem Stativ oder Aufnahmen über den Kopf hinweg in einer Menschenmenge).

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