Wissenschaft

  • Bildschöne Mikro- und Nanowelt- Manch einer hat seine Kamera einfach immer dabei - selbst wenn er die fleischige Zunge einer Honigbiene aus nächster Nähe beobachtet oder ein Mäusehirn vermisst. Und einige schießen sogar dort ›Fotos‹, wo der Mensch erst recht nichts mehr sehen kann: in den winzigen Dimensionen der Mikro- und Nanowelt. '''Wissenschaftler und Fotografen aus aller Welt präsentieren nun ihre Erkenntnisse über Naturwunder vom Großen zum Kleinsten in einer Fotoausstellung in den USA'''. Hans-Ulrich Danzebrink, Wissenschaftler in der ''Physikalisch-Technischen Bundesanstalt'' (PTB), hat die kritische Jury überzeugt und ist gleich mit zwei Fotos an der internationalen Ausstellung "Images from Science" beteiligt. Am 11. Oktober wird sie in Rochester/NY eröffnet. Was auf den ersten Blick aussieht wie poppig bunte Eier im Karton, ist in Wirklichkeit ein Stück Zukunftstechnologie. Die runden Objekte sind Kunststoffkugeln aus Polystyrol, deren Durchmesser rund 300-mal schmaler als ein Haar ist.
  • Nichts als Licht: KIT-Forscher entwickeln optisch betriebenes Kameranetzwerk- Ein '''Kameranetzwerk, das mit Licht statt Strom arbeitet und mit einem Minimum an Energie auskommt''', haben Forscher der Universität Karlsruhe entwickelt. Auf der ''European Conference on Optical Communications'' (ECOC) präsentierte die Gruppe um Professor Jürg Leuthold und Professor Jürgen Becker die vor allem für Anwendungen in der [[Sicherheitstechnik]] interessante Innovation. Auf den ersten Blick könnte man glauben, es handle sich um eine normale [[Videokamera]], die 15 Farbbilder pro Sekunde in VGA-Auflösung (640 x 480 Bildpunkte) liefert. Auf den zweiten Blick sieht man aber, dass die selbst gefertigte Videokamera weder über eine Batterie noch einen Akku und auch über kein Stromkabel versorgt wird. Das einzige, was die Kamera mit der Basisstation verbindet, ist ein 200 Meter langes, haarfeines [[Glasfaserkabel]], das mehrere Signale gleichzeitig mit verschiedenen Wellenlängen übertragen kann. Eine Wellenlänge dient zur Energieversorgung der Kamera; die andere Wellenlänge ist für die Datenkommunikation und wird genutzt, um das Bildsignal zur Basisstation zurückzusenden. Die Kamera ist ein echtes Energiesparwunder: Sie benötigt insgesamt nur 100 Milliwatt, damit [[CMOS-Sensor]] (40 mW), Elektronik (40 mW) und Sendelaser (20 mW) den Videodatenstrom von 100 Megabit pro Sekunde an die Basisstation liefern können. Dies geschieht auf der Wellenlänge 1310 Nanometer. Mit einem 400 mW starken Lichtsignal der Wellenlänge 810 Nanometer wird der Videokamera die erforderliche Energie zugeführt; eine Photodiode wandelt das Licht in elektrischen Strom um. Beide Datenkanäle sind in einer 62,5-Mikrometer-Standard-Multimode-Faser gebündelt. An der Basisstation empfängt ein Rechner das Bildsignal und überträgt die Bilder ins Internet.
  • Glasfaser-Kamera des KIT- '''Glasfaser-Kamera des KIT'''. Die Videokamera (links) ist über eine Glasfaser mit einem PC verbunden. Die Kamera braucht weder einen Akku, noch muss sie ans Stromnetz angeschlossen werden. Meldung: [[path:node/1271|Nichts als Licht: KIT-Forscher entwickeln optisch betriebenes Kameranetzwerk]] Abbildung: Karlsruher Institut für Technologie (KIT).