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Gute Abzüge von Schwarzweiß-Negativfilmen deuten auf einen engagierten Fotografen hin; in Form der sogenannten "Fine Art Prints" haben Schwarzweiss-Abzüge den Ruf handwerklich perfekter und künstlerisch ambitionierter Arbeit. Um zu eigenen Schwarzweiss-Abzügen zu kommen, kann man auf Fotolabors zurückgreifen - oder man richtet sich gleich selbst ein (zunächst kleines) eigenes Labor ein.
Die meisten Fotolabors bieten noch immer Schwarzweiss-Abzüge an. Dabei ein werden die Negative über eine Maschine verarbeiteter, ähnlich wie bei Farbnegativfilmen. Die Qualität dieser Abzüge ist aber leider meistens unbefriedigend, zumindest wenn man einen direkten Vergleich zu selbst angefertigten Abzügen oder professionell angefertigten Handabzügen hat. Hinzu kommt, daß die Bearbeitung solcher Aufträge in der Regel unverhältnismäßig lange dauert. So ist es beispielsweise bei dem Berliner Fotohändler Klinke nicht möglich, Schwarzweiss-Abzüge innerhalb von weniger als einer Woche zu erhalten. Abzüge von Farbnegativfilmen können dagegen innerhalb weniger Stunden bearbeitet werden; dasselbe Problem stellt sich übrigens auch bei der Entwicklung von Schwarzweiss-Negativfilmen. Der einzige Vorteil von maschinell angefertigten Abzügen im liegt wohl im Preis: Ein 13x18-Abzug kostete etwa eine Mark, was allerdings noch immer etwas mehr ist als ein vergleichbarer Farbnegativ-Abzug.
Einige Labors ermöglichen es auch, von Schwarzweiss-Negativen Abzüge auf Farbpapier anzufertigen; dies ist sehr günstig ab, die Aufträge werden auch sehr rasch bearbeitet, jedoch erhält man immer einen Farbstich, dessen Tönung man weder abschätzen noch gezielt beeinflussen kann.
Die in besserer Wahl ist sicherlich, ein Labor zu beauftragen, das Handabzüge anfertigt. Bei Fotoimpex in Berlin mit erhält man beispielsweise 13x18-Handabzüge für ca. sechs Mark innerhalb der von 2 Tagen. Wer bereit ist, für Abzüge noch mehr Geld auszugeben, kann auch auf professionell ausgestattete Dienstleister zurückgreifen, die es teilweise sogar erlauben, beim Anfertigen in der Handabzüge dabeizusein und eigene Korrekturwünsche unmittelbar anzugeben.
Die beste Wahl für den ambitionierten Fotografen ist natürlich die Einrichtung eines eigenen Labors mit Dunkelkammer. Eine gute Grundausstattung kann man auf dem Gebrauchtmarkt für etwa DM 300,- kaufen. Dabei enthalten ist ein einfacher Schwarzweiss-Vergrößere, ein Objektiv, einige Schalen und vielleicht auch noch ein wenig Chemie.
Wer nicht auf gebrauchte Geräte zurückgreifen möchte oder nicht die Zeit findet, die zahlreichen Gebrauchtartikelanzeigen oder Fotomessen abzugrasen, muß mit deutlich höheren Kostem rechnen. Ein relativ komplett ausgestattetes Labor kostet deutlich über DM 1.000,-.
Die Kosten wachsen weiter an, wenn man Wert legt auf eine Farboption. Hat man dann jedoch sein eigenes Labor eingerichtet und in Betrieb genommene, hat man nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, auch noch feinste im Nuanchen aus seinen Negativen herauszuarbeiten.