Erfahrung

Fotografische Erfahrungen ist eine Subsite des Nexus Fotografie und beschäftigt sich mit individuellen fotografischen Erfahrungen aus allen relevanten Bereichen der Fotografie, z.B. mit Fotohändlern, Online-Bilderdiensten, fotografischem Equipment, fotografischen Themen usw.

Die »Erfahrung«- Sektion ist klar abgegrenzt von den anderen Bereichen im Fotonexus z.B.:

Natürlich gibt es Überschneidungen, eine trennschafte Abgrenzung ist nicht in jedem Fall möglich. Mehr dazu im Konzept.

Erfahrungsberichte zu fotografischem Equipment

Erfahrungsberichte

In der Sektion Erfahrungsberichte fassen wir unsere Erfahrungen mit Fotoequipment zusammen.

Konzeptionell unterscheidet sich dieser Bereich von den Sektionen Meinung (subjektive Positionen) und Technik (objektive Fakten).

Blitzgeräte und Blitzanlagen

Chipkarten

'Siehe auch: Fotografische Dienstleistungen.

Energieversorgung

Fernauslöser

Filme

Filter

GPS

Kameras

Canon

Minolta / Konica Minolta / Sony

Nikon

Yashica

Lesegeräte

Messgeräte

Objektive

Scanner

Speichermedien

Stative

Taschen und -rucksäcke

Winkelsucher

Netmarks

Erfahrungen mit fotografischen Fernauslösern und Fernsteuerungen

Erfahrungsberichte zu fotografischen Fernauslösern und Fernsteuerungen.

  • Minolta

Erfahrungsberichte zu Aufnahme- und Effektfiltern

Erfahrungsberichte zu Aufnahme- und Effektfiltern

Effektfilter Hama.
Farbfilter Hama.
Konversionsfilter Hama.
Nahlinsen Hama.
Polfilter Hama.
Skylightfilter Hama.
UV-Sperrfilter Hama;
Minolta.
Weichzeichner Hama.

Erfahrungsberichte zu Druckern und Fotodruck

Erfahrungsberichte zu Druckern.

rfahrungsberichte zu Laserdruckern
Laserdrucker Hewlett Packard.

Erfahrungsberichte zu Tintenstrahldruckern
Tintenstrahldrucker Canon;
Epson.

Erfahrungsberichte zu fotografischen Blitzgeräten und -anlagen

Erfahrungsberichte zu fotografischen Blitzgeräten und -anlagen.

Blitzanlagen Nieber Profi-Flashlight SB 250.
Blitzgeräte Minolta.
Blitzköpfe Nieber.

Netmarks

Erfahrungsberichte zu fotografischen Filmen

Erfahrungsberichte zu fotografischen Filmen.

  • Digitale 'Filme' -
  • Negativfilm (Farbumkehrfilm)

Efke;
Foma.

  • Positivfilm (Diafilm)

Erfahrungsberichte zu fotografischen Kameras

Erfahrungsberichte zu fotografischen Kameras

Sortierung nach (a) Kameratyp und (b) Anbieter:

APS-Kameras

  • Canon.

Digitalkameras

  • Canon: Digital IXUS, Powershot S30.
  • Hitachi: MP-EG1.
  • Konica Minolta: Dynax 7 Digital.
  • Minolta: Dimage 7i, Dimage 7Hi.
  • Nikon: Coolpix E-5700, Coolpix E-995.

Kleinbildkameras

  • Leica.
  • Minolta: Minolta 9000, Dynax 7, Dynax 7xi, Dynax 9xi, Dynax 9.
  • Nikon: F2.
  • Yashica: T5.

Vergleiche von Kamera-Bauformen und -Konzepten

  • Vergleich von Analog- und Digitalkameras.
  • Vergleiche von Digitalkameras.
  • Grössenvergleich der Minolta Dynax 9 und der Minolta Dimage 7Hi (Abbildungen).
  • Professionelle AF-SLR-Kleinbildkameras von Minolta.
  • Vergleich von Kompakt- und SLR-Kameras.

Erfahrungsberichte zu fotografischen Messgeräten

Erfahrungsberichte zu fotografischen Messgeräten.

Fotografische Belichtungsmessgeräte

  • Gossen;
  • Minolta.

Erfahrungsberichte zu fotografischen Objektiven

Erfahrungsberichte zu fotografischen Objektiven

Teleobjektive

Canon:

  • EF 1:2,8/300 mm L.

Contax:
Minolta:

  • AF 1:2,0/100 mm – ein lichstarkes Porträtobjektiv mit guter Abbildungsleistung.
  • AF 1:2,8/100 mm Macro – ein brauchbares Makrotele mit guter Lichtstärke und einem Abbildungsmaßstab von 1:1.
  • AF 1:1,4/85 mm – ein extrem lichtstarkes Porträtobjektiv der absoluten Spitzenklasse.

Nikon:
Sigma:

  • 1:5,6/400 mm – ein total inkompatibles Supertele.

Weitwinkelobjektive

Zoomobjektive

Canon:

  • EF 1:2,8/28-70mm L.
  • EF 1:2,8/70-200mm L

Minolta:

  • AF 1:4,0/35-70 mm – ein einfaches Standardzoom.
  • AF 1:4,0/70-210 mm – mein erstes Lieblingsobjektiv mit einem guten Makrobereich und einem Abbildungsmaßstab von bis zu 1:4.
  • AF 1:2,8/80-200 mm APO – lichtstarkes und hochwertiges Telezoom.

Nikon:
Sigma:

  • 1:3,5-1:4,5/18-35 mm – Superweitwinkel-Zoom mit guter optischer Leistung und gravierenden elektronischen Problemen.
  • 1:2,8/28-70 mm – lichtstarkes Standardzoom mit mäßiger Abbildungsqualität.

Vergleiche von Objektiven

Siehe auch

Netmarks

Erfahrungsberichte zu fotografischen Stativen

Erfahrungsberichte zu fotografischen Stativen

Dreibeinstative

  • Gitzo.

Stativköpfe

  • Gitzo;
  • Linhof.

Ministative

  • Cullmann.

Sonstige Stative

Erfahrungsberichte zu Fototaschen und -rucksäcken

Erfahrungsberichte zu Fototaschen und -rucksäcken

Fototaschen

  • Tamrac

Fotokoffer

Fotorucksäcke

  • Tamrac

Erfahrungsberichte zu GPS-Empfängern für Digitalkameras

Erfahrungsberichte zu GPS-Empfängern für Digitalkameras.

GPS = Global Positioning System

Kopplung von Digitalkamera mit GPS-Empfänger

http://www.kefk.net/Fotografie/Erfahrung/Equipment/GPS/Kodak/gps.jpg

Erfahrungsberichte zu Lesegeräten für digitale Speichermedien

Erfahrungsberichte zu Lesegeräten für digitale Speichermedien.

  • DeLock
  • Microtech

Siehe auch

  • Erfahrungsberichte zu mobilen Datenspeichern für Digitalkameras;
  • Erfahrungsberichte zu Speichermedien für Digitalkameras.

Netmarks

Erfahrungsberichte zu Lesegeräten für digitale Speichermedien

Erfahrungsberichte zu Lesegeräten für digitale Speichermedien.

  • DeLock
  • Microtech

Siehe auch

  • Erfahrungsberichte zu mobilen Datenspeichern für Digitalkameras;
  • Erfahrungsberichte zu Speichermedien für Digitalkameras.

Netmarks

Erfahrungsberichte zu Minolta-Chipkarten

Erfahrungsberichte zu Minolta-Chipkarten.

Erfahrungsberichte zu Scannern

Erfahrungsberichte zu Scannern.

Erfahrungsberichte zu Flachbettscannern

  • Hewlett-Packard

Erfahrungsberichte zu Filmscannern und Diascannern:

  • Canon;
  • Minolta;
  • Nikon.

Erfahrungsberichte zu Speichermedien für Digitalkameras

Erfahrungsberichte zu Speichermedien für Digitalkameras

Compact-Flash-Speichermedien

  • Canon;
  • Lexar Media;
  • Nikon;
  • PQI;
  • SanDisk;
  • Kompatibilität und Geschwindigkeit von Compact-Flash- Speichermedien.

SD-Speichermedien

Netmarks

Erfahrungsberichte zu Winkelsuchern

Erfahrungsberichte zu Winkelsuchern

  • Minolta

Erfahrungsberichte zur Energieversorgung von Fotoequipment

Erfahrungsberichte zur Energieversorgung von Fotoequipment.

Akkus Ansmann;
GP;
Sanyo.

Ladegeräte Ansmann;
Canon;
Nikon;
Sanyo.

Erfahrungsberichte zu fotografischer Software

Erfahrungsberichte zu fotografischer Software.

Bildbearbeitung

Erfahrungsberichte zu Software zur Bildverwaltung

Erfahrungsberichte zu fotografischen Software-Tools

Erfahrungsberichte zu Treibern für fotografisches Equipment

Netmarks

Fotobiographische Erfahrungen

Fotobiographische Erfahrungen.

Siehe auch

Netmarks

Agons Fotobiographie

Agons Fotobiographie: Fotografischer Werdegang - Interessen, Projekte und Ausrüstung (ca. 1998 bis 2003).

Was ich (bisher) beim Fotografiernen gelernt habe (nach Andreas Hurni):

  • Nicht-Fotografen verwenden ganz andere Massstäbe zur Bildbeurteilung:
  • Kenn' ich jemanden auf dem Bild?
  • Ist das Bild bunt?
  • Krieg' ich das Bild?
  • Versuche nie anderen Leuten eine Freude mit einem Schwarzweissbild zu machen ("Hat der arme Mann zuwenig Geld für einen richtigen Film?")

Siehe auch

  • Agons Galerie - Virtuelle Galerie mit fotografischen Spielereien und Arbeiten aus zwei Jahrzehnten.

Agons Fotobiographie: Die Anfänge (ca. 1984 bis 1986)

Ich halte mich für einen ambitionierten Hobby-Fotografen. Das bedeutet für mich nicht nur, daß die Fotografie in meinem eigenen Leben einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt, sondern auch, daß Bilder von anderen Menschen für mich etwas besonderes, kostbares sind. Fotos ermöglichen es mir, mich anderen Menschen anzunähern, mich mit ihnen zu beschäftigen, sie anders zu sehen als mit bloßem Auge, Erinnerungen festzuhalten, zu dokumentieren...

Angefangen zu fotografieren habe ich recht früh als Jugendlicher. Irgendwann in dieser grauen Vorzeit meines fotografischen Interesses gab es einige obskure Kameras:
Kine-Exakta von Exakta, ein Erbstück meines Grossvaters.
Retinette IA von Kodak, eine einfache Kleinbild-Sucherkamera ohne Belichtungsmessung.
Disc-Kamera, ebenfalls von Kodak, vollautomatisch und ohne jegliche Einstellmöglichkeiten.

Mit keinem der drei Apparate bereitete mir das fotografieren wirklich Freude, die Retinette war mir mangels Belichtungsmessung suspekt und von den Disc-Negativen liessen sich gerade mal grobkörnige 10 x 15-Vergrösserungen anfertigen. Oder um es anders zu formulieren: Ich begann als "Knipser", der einfach nur nette Bilder haben wollte. Meine frühen Fotots sind unbedeutend und unambitioniert. Ich war enttäuscht von meinen Bildern und schaute nicht selten mit einem gewissen Neid auf die Ausrüstung meines Vaters, der mit einer Nikon F2 fotografierte und doch erheblich bessere Bilder als ich zustande brachte. Ob das an der Ausrüstung oder am Fotografen lag, fragte ich mich manchmal.

Mein erstes nachweisbares Foto: Charlottenburger Park, Berlin, Kodak Disc-Kamera, ca. 1984.

Entscheidend für meine Entwicklung war der Einfluß meines Biologielehrers Werner Hubert; der begeisterte Hobbyfotograf besaß eine Minolta 7000 und fabrizierte damit Bilder, die mich beeindruckten; die mich genaugenommen mehr beeindruckten als die meines Vaters.

Agons Fotobiographie: Kleinbildfotografie (1986 bis ca. 1995)

Irgendwann war dann klar, daß ich eine Spiegelreflex-Kamera haben wollte; nach recht langer und nicht ganz einfacher Entscheidungsfindung wusste ich, daß ich mit Minolta-Kameras fotografieren wollte. Meine Entscheidung fiel für die Minolta 9000, das professionelle Pendant zur 7000. Im Dezember 1986 bekam ich dann zum 17. Geburtstag "meine" Minolta, zusammen mit einem Standard-Zoom, dem Minolta AF 1:4,0/35-70 mm. Kurz darauf, im Januar 1987, ergänzte ich meine Ausrüstung um ein Tele-Zoom, das Minolta AF 1:4,0/70-210 mm.

Über fast zehn Jahre blieb die Minolta 9000 »meine« Kamera, und übrigens halte ich sie auch heute noch für eine der interessantesten Autofocus-Kameras, die bisher gebaut wurden. Meine Erfahrungen mit der "9000" und den beiden Minolta-Zooms habe ich an anderer Stelle kurz zusammengefasst.

Meine erste Fotoausrüstung bestand im wesentlichen aus

  • der Minolta 9000 und
  • zwei Zoom-Objektiven (1:4,0/35-70mm, 1:4,0/70-210mm) sowie etwas später ergänzt um
  • einen Fernauslöser (Minolta RC-1000L, ab 1987),
  • einen Winder (Minolta Auto Winder AW-90, ab 1988) und
  • ein Blitzgerät (Minolta Program Flash 2800 AF).

Manche Ausrüstungsgegenstände konnte ich mir von meinem Vater ausleihen, z.B. das stabile Gitzo-Dreibeinstativ mit Linhof-Panoramakopf, das ich noch heute einsetze.

Ich fotografierte einige Jahre intensiv meine Umgebung: Die Mitschüler am Gymnasium, auf Schulfesten und Exkursionen, Freunde und die Verwandtschaft auf Festen und sonstigen Anlässen.

Fotos aus den Jahren 1986 bis 1990:

  • Freunde und Bekannte (1987 ff.; Agons Galerie),
  • Impressionen aus Berlins Stadtteilen (1986 ff.; Agons Galerie),
  • Familie (asb's homepage).

Einige Projekte haben ihren Ursprung in dieser Zeit, z.B.:

  • Nacht/Dämmerung (1986 ff.; Agons Galerie),
  • Schusswechsel (1984 ff.; Agons Galerie)

Natürlich begleitete mich die Kamera auch auf Reisen und einigen Ausflügen. Von Anfang an fotografierte ich fast ausschliesslich Dias, überwiegend auf Kodachrome 64 und 25. Das machte Spass, da ich die Bilder unmittelbar nach der Entwicklung in luxuriöser Wandprojektion betrachten konnte.

Reisefotografie aus den Jahren 1986 bis 1990:

  • Griechenland (1987, 1988 und 1989; Webtravel),
  • Malta (1990; Webtravel),
  • Tschechoslovakei (Prag 1988; Webtravel),
  • Österreich (Wien 1988/89; Webtravel),

Viele interessante Bilder erinnern mich an diese Zeit; dennoch erlangte die Fotografie noch nicht die Bedeutung, die sie später für mich bekam.

Nach Abschluß der Schule (1990) änderte sich mein Freundes- und Bekanntekreis; die Universität und der Computer verdrängten mein Interesse für Fotografie; ich beschäftigte mich mehr mit Objekten als mit Menschen.

Nur zeitweilig keimte mein Interesse für die Fotografie wieder auf, beispielsweise 1995, als der Künstler Christo den Berliner Reichstag verhüllte.

Agons Fotobiographie: Fotografische Themen (ca. 1995 bis ca. 2000)

1997 ergaben sich entscheidende Veränderungen in meinem Leben; ich begegnete nach einem halben Jahrzehnt einer Frau wieder, die meine Einstellung zu Menschen und zum Leben an sich veränderte: Constance. Fotografie ist für mich seitdem die Beschäftigung mit einem Individuum, mit einem denkenden und fühlenden Subjekt; mein Interesse daran, Menschen nur "schön" abzubilden, tendiert seitdem gegen Null. Viel interessanter erscheint es mir nun, durch das Bild zum Wesen des Fotografierten zu finden, den Kern und die Peripherie der Persönlichkeit zu visualisieren. Durch Constance begriff ich, warum ich in den Jahren zuvor so viel Abstand von der Fotografie gewonnen hatte. Vieles änderte sich in meinem Leben, und vor allem: Meine Lust, mein Bedürfnis zum Fotografieren war wieder erwacht, diesmal bedeutend ernsthafter und dauerhafter.

Durch die Fotografie lernte ich dann auch zufällig einen weiteren Menschen kennen, der eine grosse Bedeutung für mich erlangt hat: Konstanze. Den Rahmen bot ein Kurs zur Theaterfotografie; Konstanze sang die Micaela in Bizets "Carmen"; Konstanze fotografiert übrigens auch.

Ab 1997 besuchte ich verschiedene fotografische Kurse an den Berliner Volkshochschulen, darunter waren Kurse mit Winfried Mateyka und Oliver Scholten:

  • Theaterphotographie »Carmen« (Leitung: Winfried Mateyka, VHS Neukölln, Herbst 1997)
  • Labor Schwarzweiß-Fotografie (F320) (Leitung: Oliver Scholten, VHS Kreuzberg, Frühjahr 1998)
  • Labor Schwarzweiß-Fotografie (F371) - (Leitung: Oliver Scholten, VHS Kreuzberg, Frühjahr 1998)
  • Portrait- und Aktfotografie I und II (Leitung: Dr. Horst Werner, VHS Kreuzberg, 2000)

Meine Erfahrungen mit Fotografie an der Berliner VHS habe ich an anderer Stelle zusammengefasst.

Zeitgleich ergaben sich auch ein paar Veränderungen in meinem fotografischen Equipment:

  • Kurz zuvor hatte ich mir eine neue Kamera zugelegt, die Minolta 9xi,
  • mein Equipment um einen weiteren Blitz (Minolta 5400xi) ergänzt und neue Objektive waren hinzugekommen:
  • Sigma 1:3,5-4,5/18-35mm (ab 1997),
  • Sigma 1:2,8/28-70 mm,
  • Minolta 1:2,0/100mm.

Als ständigen Begleiter führte ich damals eine kompakte Point-and-Shoot Sucherkamera, die Yashica T5, mit mir.

Seitdem arbeite ich recht kontinuierlich an verschiedenen fotografischen Themen; beispielsweise beschäftige ich mich mit dem Berliner Stadtbild:

  • Impressionen aus Pankow (1997 ff.; Berlin-Pankow).
  • Schrottplatz (1998; Berlin-Wedding).
  • East Side Gallery (1998; Berlin-Friedrichshain)
  • Silberlaube, Freie Universität Berlin (1997 ff.; Berlin-Zehlendorf) u.a.

Das Projekt Auf Greenspuns Spuren ist seit dieser Zeit ebenfalls am entstehen; mehr dazu später.

Meine Leidenschaft gilt jedoch weiterhin den Menschen, den Individuen, denen ich mich als Fotograf und Mensch verpflichtet fühle.

  • Menschen (1987 ff.)
  • Portraits (1998 ff.)

Eine andere Beschäfitigung mit Menschen ermöglichten mir Kurse bei Dr. Horst Werner zur Portrait- und Aktfotografie. In den dazugehörigen Workshops entstanden einige interessante Arbeiten:

  • Akt-Workshop 1/2000 (Agons Galerie).
  • Akt-Workshop 2/2000 (Agons Galerie).
  • Akt-Workshop 3/2000 (Agons Galerie).
  • Akt-Workshop 4/2000 (Agons Galerie).

Quasi zwangsläufig erweiterte ich nach diesen Erfahrungen erneut meine Ausrüstung:

  • Eine gebraucht gekaufte, relativ preiswerte Studio-Blitzanlage (Nieber Profi-Flashlight SB-250) aus DDR-Produktion, bestehend aus zwei Blitzköpfen mit Reflektorschirmen (einen dritten Blitzkopf übernahm Steffen) sollte den grundstock für ein eigenes Fotostudio legen.
  • Ein ebenfalls gebraucht gekaufter Handbelichtungsmesser (Gossen Mastersix) diente der Belichtungsmesung jenseits von TTL-Beleichtungsmessung und Programmautomatik.

Die Tücken des Gebrauchtkaufs hielten mich jedoch davon ab, die Blitzanlage jemals ernsthaft auszuprobieren; zu vieles funktionierte an den Blitzköpfen entweder gar nicht nicht oder nur sporadisch. Und leider gelang es uns bisher nicht, die Blitzköpfe zu vertretbaren Preisen reparieren zu lassen.

Agons Fotobiographie: Der Weg nach Digitalien (ca. 1998 bis 2001)

Mit der Dynax 9xi konnte ich mich nie vollständig anfreunden; sie bot zwar einen deutlich schnelleren Autofokus als die »9000«, aber das Bedienkonzept leuchtet mir bis heute nicht ein. Meine Erfahrungen mit der Dynax 9xi habe ich an anderer Stelle kurz zusammengefasst. Ich war jedenfalls recht erfreut, als Minolta das dritte professionelle Gehäuse, die Minolta Dynax 9, vorstellte.

Die Dynax 9 verfügte wieder über ein "analoges" Bedienkonzept mit Einstellrädchen und Knöpfen, die ich auch haptisch "begreifen" konnte. Die "9000" konnte ich blind bedienen, bei der 9 xi beherrschte ich das nie; mit der Dynax 9 kann ich endlich wieder im Dunkeln arbeiten - ohne illuminierende Maglite im Mund. Mit der Dynax 9 bereitete das fotografieren wieder Lust. Meine Erfahrungen mit der Dynax 9 habe ich an anderer Stelle zusammengefasst.

Bald gesellte sich ein neues Objektiv zu meiner bisherigen Ausrüstung: Das Minolta AF 1:2,8/80-200 mm APO, das zu meinem Standard-Objektiv avancierte. Ich erwarb das ältere Modell, zu erkennen an der schwarzen Lackierung, gebraucht; wie sich bald herausstellte, war das ein Fehler, den gesparten Mehrpreis hätte die deutlich höhere Geschwindigkeit der neuen Version (HS APO G, erkennbar an der weissen Lackierung) sicherlich wettgemacht. Dennoch würde ich auf das Objektiv mit der kontinuierlichen Lichtstärke von 1:2,8 nicht mehr verzichten wollen. Der einzige massive Nachteil gegenüber meinem alten Standardzoom, dem Minolta AF 1:4,0/70-210 mm ist der viel zu geringe grösste Abbildungsmasstab. Gewöhnt war ich an 1 : 4, das APO-Zoom bietet leider nur 1 : 7; an Makroaufnahmen ist damit nicht mehr zu denken. Leider drehen sich an beiden Objektiven die Frontlinsen, was u.a. den Einsatz von Polfiltern wenig praktikabel macht.

Ich bin zwar begeisterter Nutzer der Kodak Photo CD, sie bietet jedoch etwas sehr entscheidendes nicht: Spontanität. Jeder Digitalisierungsauftrag dauert gut eine Woche, zu viel für unsere ungeduldige Zeit. Nach einer gewissen (erfolglosen) Wartezeit auf den eFilm erwarb ich einen Filmscanner, den Nikon Coolscan III. Endlich konnte ich entwickelte Filme sofort im King-Size-Format von ca. 26 x 35 cm (die nutzbare Bildfläche meines 19"-Monitors) betrachten. Das war ein erheblicher Fortschritt, durch den ich beispielsweise auch kleinere Auftragsarbeiten sehr rasch umsetzen konnte (siehe Erfahrungsbericht zum Coolscan III). Mein aktueller 21"-Monitor von Sony verwöhnt mich übrigens mit dem Posterformat 30 x 40 cm (erwähnte ich schon, dass mein Diaprojektor nur noch selten benutzt wird?).

Analog fotografieren und teilweise digital weiterverarbeiten, diese Hybridlösung nutzte ich beispielsweise bei einem Akt-Projekt im Jahr 2000. An Stelle von Abzügen druckte ich die schwarzweissen Negative nach dem Scannen auf einem 1200 dpi-Laserdrucker aus. Im A4-Format war das natürlich nicht ausstellungsfähig, aber durchaus zur ersten Beurteilung der Bildwirkung ausreichend. Gleichzeitig konnte ich mich nicht so recht dazu durchringen, den nächsten konsequenten Schritt zu tun - mir ein eigenes Fotolabor zuzulegen, um endlich die gesamte analoge Verarbeitungskette jederzeit praktizieren zu können. Der Aufwand, Filme sowohl in den standardisierten Entwicklungen C-41 für Farbnegativfilme und E-6 für Diafilme entwickeln und Abzüge zumindest im Format 40 x 50 sowohl in Farbe als auch in Schwarzweiss, sowohl vom Negativ wie auch vom Diapositiv anfertigen zu können erschien mir jedoch völlig unverhältnismässig. Zeit- und Platzmangel -- auch ich nutzte die wohl häufigsten Ausreden für: "Eigentlich habe ich darauf keine Lust".

Andererseits: Konsequent auf Digitaltechnik setzen? Ich verstand mich immer als eher konservativer Fotograf, der Wert legt auf die qualitativen Möglichkeiten eines Kleinbildnegativs (Vergrösserung, Projektion, Palette an sverschiedensten Filmtypen usw.) und eines komplexen Kamerasystems (Wechselobjektive, Blitzgeräte und eine Fülle von Zubehör). Zur Jahrtausendwende war bei Digitalkameras noch nicht an qualitativ ansprechende Ausbelichtungen jenseits des Formates 13 x 18 cm zu denken, und Systemkameras wie die damals aktuelle Nikon D1 waren preislich im fünfstelligen Bereich angesiedelt, so dass ich einen Systemwechsel nie ernsthaft in Erwägung zog; vor allem der Rattenschwanz an inkopatiblem Systemzubehör hielt mich vor derartigen Überlegungen ab. "Digitalkameras? Sowas brauche ich nicht!" verteidigte ich mein Beharren auf der analogen Fotografie. Ich arbeite beruflich als Netzwerkadministrator und erledige so ziemlich alles, was man mit Computern erledigen kann, vor einem Monitor oder einem Display; keiner meiner Kollegen und Bekannten verstand mich. Ich mich irgendwann auch nicht mehr.

Weiter: Die (fotografische) Wende.

Agons Fotobiographie: Die (fotografische) Wende (ca. 2001 bis 2003)

Das Jahr 2001 brachte schliesslich meine persönliche Wende; aus einer Laune heraus kaufte ich mir im Sommer eine Canon Digital IXUS. Ich hatte zuvor ein wenig mit einer Hitachi MP-EG1 herumgespielt und war von der Schnelligkeit der Digitalfotografie fasziniert. Anderen Aspekten gegenüber überwog jedoch die Skepsis, beispielsweise bei der Archivierung; ich kann (fast) sämtliche Negative meiner fotografischen "Laufbahn" jederzeit verwenden, ohne mir Gedanken über irgendwelche Datenformate oder Kompatibilitäten zu machen. Ich brauche keine Lesegeräte und Firmwareupgrades. Das Kleinbildformat ist seit einem halben Jahrhundert standardisiert, und Fotografien meiner Vorfahren haben sogar ein ganzes Jahrhundert überdauert - aber wer kann noch zehn Jahre alte 5 1/4"-Disketten einlesen? Wie lange halten selbstgebrannte CD-ROMs? Wie lange wird es geeignete Lesegeräte und Betriebssysteme geben, mit denen die jeweiligen Dateiformate ausgelesen und weiterverarbeitet werden können? Die Unterstützung für das interessante FlashPix- (OpenPix-) Format wurde jedenfalls 1999 eingestellt...

Dennoch überwog wohl meine Lust auf das Neue. Die kompakte IXUS begleitet mich seitdem als Ersatz für die Yashica T5 auf allen Wegen, ebenfalls begleitet mich allerdings seitdem die Sorge um Akkulaufzeiten und die "nächste Steckdose", so beispielsweise auf meinem Urlaubsreisen nach Belgien und Griechenland. Die erhöhte Geschwindigkeit (der Bildbetrachtung und -verarbeitung) wird erkauft mit einer geringeren Geschwindigkeit (der Aufnahme- und Reaktionsbereitschaft).

Das entscheidende Programm zum Auslesen und Verwalten der digitalen Daten aus der IXUS, der Canon ZoomBrowser EX, stellte dann auch nach ein paar Monaten den Dienst ein. Das machte mich misstrauisch, wie ich denn sicher an den Inhalt des "digitalen Films" herankommen könnte - und resultierte in der Anschaffung eines mehrformatfähigen Kartenlesegerätes von Microtech. Meine Erfahrungen mit der Digital IXUS habe ich an anderer Stelle zusammengefasst.

Bei aller Kritik und Skeptizismus, der drastisch erhöhte Spassfaktor wiegt die meisten Unanehmlichkeiten und Kinderkrankheiten der Digitalfotografie auf. Die Yashica T5 harrt dem nächsten Stromausfall und selbst die Dynax 9 findet nur noch selten Verwendung.

Eine reine Schnappschusskamera ist jedoch auf Dauer unbefriedigend, deshalb ergänzte ich unsere Fotoausrüstung nach einigen Überlegungen um eine Nikon Coolpix 995. Es handelt sich dabei zwar nur um eine aufgebohrte Kompaktkamera, aber um was für eine!

Die Grösse bildet einen sinnvollen Kompromiss mit den Fähigkeiten: Ein optisches 4-fach-Zoom mit einer Brennweite von 8-32 mm (entspricht 38-152 mm bei Kleinbild) deckt annähernd den Brennweitenbereich meines Objektiv-Dreamteams für den alltäglichen Gebrauch ab. Der Makrobereich ab 2 cm schlägt jedes (!) Standardobjektiv für Kleinbildkameras und ersetzt fast schon ein separates Makroobjektiv. Der um 180° drehbare Objektivtubus ermöglicht jederzeit Aufnahmeperspektiven, für die ich bisher den Minolta Winkelsucher VN bemühen musste.

Einige Nachteile gibt es jedoch, beispielsweise liegt die maximale Lichtstärke zwischen F2,6 (Weitwinkel) und F5,1 (Tele), und das leidige Stromversorgungsproblem aller bisherigen Digitalkameras konnte Nikon auch nicht wesentlich besser lösen als Canon. Meine Erfahrungen mit der Coolpix 995 habe ich an anderer Stelle zusammengefasst.

Generell habe ich die Digitalfotografie als brauchbar und unproblematisch kennengelernt; die Bildqualität meiner beiden Digitalkameras ist ansprechend und reicht für Ausdrucke bis etwa 13x18 oder 18x24 aus, mit den 3 Megapixeln der Coolpix kann man auch Ausbelichtungen auf 20x30 wagen. Allerdings bieten beide Kameras keinen Ersatz -- nur eine willkommene Ergänzung -- zu einer Kleinbild- Spiegelreflexkamera. Ab Ende 2002 machte ich mich auf die Suche nach etwas, was eher als Ersatz dienen könnte...

Weiter: Going Digital. Oder: Totyl digital?

Agons Fotobiographie: Going Digital - Oder: Total digital? (2003 ff.)

Anfang Juni 2003 kaufte ich meine dritte Digitalkamera: Vor dem Kauf der Minolta Dimage 7Hi (D7Hi) Anfang Juni 2003 stand ein längerer Entscheidungsprozess, bei dem ich vor allem die D7Hi und die Nikon Coolpix E-5700 in Erwägung gezogen habe; das Ergebnis ist ein detaillierte Vergleich der beiden Kameramodelle, den die Dimage nicht in allen Punkten für mich gewonnen hat. Dennoch bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass die Minolta Dimage 7Hi für mich die geeignetere Kamera ist. Meine Erfahrungen mit der Minolta Dimage 7Hi habe ich an anderer Stelle zusammengefasst.

Minolta stattet mich mit Kameras aus, seit ich ersthaft fotografiere: Meine erste AF-SLR war die Minolta 9000 (1986), es folgte die Minolta Dynax 9xi (1997) und schliesslich die Minolta Dynax 9 (1999); daher schien es auch recht stringent, innerhalb des Minolta- Kamerasystems zu bleiben, auch wenn dies nicht das wichtigste Entscheidungskriterium war. Dennoch war ich dann recht verärgert, dass ich – ausser einem Fernauslöser und einigen Filtern – nichts von meinem Fotozubehör an der D7Hi verwenden konnte; selbst der Program Flash 5400xi ist nicht mehr kompatibel zur D7Hi und von einer digitalen Spiegelreflexkamera war bei Minolta weiterhin nichts in Sicht. Durch diese Fragen begann die Kameratechnik ein unangenehmes Übergewicht gegenüber dem eigentlichen Sinn der Fotografie – dem Schaffen von Lichtbildern – zu bekommen.

Dennoch wurde die D7Hi ob ihres geringen Gewichts und der Vorzüge einer Digitalkamera rasch zur bevorzugten Begleiterin. Als Engpass erwiesen sich dann jedoch die Speichermedien: Nach einem ärgerlichen Fehlkauf (nie wieder Produkte von PQI!) überlegte ich, ob denn eine Digitalkamera überhaupt sinnvoll wäre auf einem längeren Outdoor- Trip, auf einer Fahrradtour oder einem längeren Urlaub. Für problematisch halte ich vor allem die permanente Abhängigkeit von einer Energiequelle zum Laden der Akkus und den Speicherbedarf einer 5 Megapixel- Kamera; ausserdem traue ich dem Plastikgehäuse (jaja, ein wenig Metall ist da auch drin) der D7Hi und der wenig überzeugenden Verarbeitungsqualität bisher nicht über den Weg.

Einer der Hauptvorteile der Digitalfotografie – das unmittelbare Betrachten der Bilder – entfällt unterwegs, wenn man kein Notebook mit sich führen kann. Das Speichern der horrenden Datenmengen (bei der D7Hi etwa 36 Bilder pro 128 MB CF- Karte) setzt zahlreiche Speicherkarten hoher Kapazität oder ein Offline- Speichermedium voraus, welches weder besonders preiswert noch erwiesenermassen Outdoor- tauglich ist. Ich begann daher, auf längeren Trips wieder verstärkt die kiloschwere Dynax 9 mitzunehmen -- die erhoffte totale Ablösung der analogen oder hybriden Fotografie durch eine homogene digitale Verarbeitung war damit bis auf weiteres gescheitert.

Einen unbeabsichtigten Nebeneffekt hatte die ergänzende Digitalfotografie allerdings doch: Mein Output an Bildern nahm enorm zu. Innerhalb des ersten Monats fotografierte ich mit der D7Hi rund 2.500 Bilder – zumindest eine Verzehnfachung meines durchschnittlichen analogen Monatspensums. War das der erste Schritt der Mutation vom ambitionierten Fotografen zum reinen Massenknipser?

Anfang 2005 folgte dann der nächste Schritt zur totalen Digitalisierung: Mit der Konica Minolta Dynax 7 Digital ergänzte ich meine soliden analogen Spiegelreflexkameras (Dynax 9, Dynax 9xi und Minolta 9000) um ein leider weniger solides digitales Mittelklassemodell; ich konnte nun zwar meine Wechselobjektive auch an einer Digicam nutzen (schön!), ein Ersatz für meine geliebte Dynax 9 wurde die D7D allerdings nicht (schade!): Zu klapprig ist diese Kamera, zu beschränkt die Einsatzmöglichkeiten (0°C bis 40°C, kein Spritzwasserschutz etc.). Mein Nikon-Filmscanner wurde also auch durch eine digitale Spiegelreflexkamera nicht arbeitslos...

Vergleiche zu fotografischem Equipment

Vergleiche zu fotografischem Equipment.

Vergleich der Minolta Dimage 7Hi mit der Nikon Coolpix E-5700

Diese Gegenüberstellung vergleicht die beiden Prosumer- Digitalkameras Minolta Dimage 7Hi (kurz: D7Hi) und Nikon Coolpix E-5700 (kurz: CP5700), die derzeit die Spitzenposition in der Klasse semiprofessioneller Digitalkameras einnehmen (Stand: Mai 2003). Im Rahmen der Vorstellung der Dimage 7Hi wird am Rande auch auf das preisgünstigere Schwestermodell Minolta Dimage 7i (kurz: D7i) eingegangen.

Ziel des Vergleiches ist es, auf Gemeinsamkeiten hinzuweisen und die entscheidenden Unterschiede herauszuarbeiten. Da beide Kameras deutlich über EUR 1.000 kosten, wird man eine Kaufentscheidung sorgfältig abwägen; dieser Vergleich soll dabei helfen.

Unser persönliches Ergebnis dieses Vergleiches führte zur Anschaffung einer D7Hi; ein ausführlicher Erfahrungsbericht ist verfügbar. Die Entscheidung ist jedoch alles andere als zwingend; die CP5700 weist zahlreiche Vorteile auf (siehe Tabellarischer Vergleich der Unterschiede); man muss im Einzelfall sorgfältig abwägen, welche Eigenschaften der jeweiligen Kamera kaufentscheidend sind; einige Gedanken dazu finden sich in unseren Empfehlungen.

Autofokus

Autofokus

Die technische Grundlage sowie die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit der AF-Systeme der Minolta D7Hi und der Nikon CP-5700 unterscheiden sich signifikant.
Minolta Dimage 7Hi

Die D7Hi verwendet als AF-System einen Video AF; als AF-Bereich steht alternativ ein erweiteter Fokusbereich oder Spot- Fokus zur Verfügung. Das AF-Messfeld kann mit der Steuertaste innerhalb des Motivs bewegt werden.

Abbildung: Drei AF-Messfelder mit einem Kreuzsensor in der Mitte sowie erweiterter Fokusbereich.

In der Spot-Fokus- Funktion existiert ein sog. flexibler Fokuspunkt, der frei im Bild platziert werden kann; dies kann sinnvoll sein, wenn das Hauptmotiv nicht in der Mitte des Bildes liegt.

Als AF-Funktionen kann gewählt werden zwischen statischem AF und Nachführ- AF; eine manuelle Scharfeinstellung mit 4-facher elektronischer Vergrößerung im Sucher ist ebenfalls möglich; die Fokussierung erfolgt durch Scharfstellring am hinteren Ende des Objektivs, nachdem man mit der AF/MF- Taste zwischen Autokatik- und manuellem Fokus umgeschaltet hat. In allen Modi zeigt die Dimage die Entfernung in Metern an.

Optional steht als weitere Funktion Direct Manual Focus (DMF) zur Verfügung; dabei stellt der Autofokus die Schärfe ein, sie kann jedoch -- ohne Entkoppeln des Obbjektivs für die manuelle Scharfstellung -- durch Drehen des Scharfeinstellrings korrigiert werden. Diese Funktion wird empfohlen für Makroaufnahmen.

Eine Schärfespeicherung ist ebenfalls möglich über AE-Taste oder durch Andrücken des Auslösers.
Nikon Coolpix E-5700

Die Coolpix verwendet einen konventionellen Autofokus (AF) mit TTL-Kontrasterkennung. Der Multi-Autofokus verfügt über fünf Messfelder; eine AF-Spotmessung ist wählbar.

Eine benutzerdefinierte Fokuseinstellung ist ebenfalls möglich, allerdings nur in bestimmten Konfigurationen (Benutzerkonfiguration 1, 2 oder 3). Die manuelle Scharfeinstellung wird aktiviert, indem die MF-Taste gedrückt und das Einstellrad gedreht wird, bis die Entfernungsanzeige für manuelle Scharfstellung auf dem Monitor bzw. im Sucher eingeblendet wird. Auf dem Display erscheint die Anzeige »M-F«. Fokussiert wird bei weiterhin gedrückter MF- Taste mit dem Einstellrad, bis die Kamera auf das Motiv scharf gestellt hat. Die Coolpix zeigt die Fokussierdistanz nicht in Metern, sondern nur symbolisiert durch einen Balken an.

Abbildung: Manuelles Fokussieren mit der Nikon Coolpix E-5700.

Wenn der Autofokus der Kamera nicht auf ein Motiv scharf stellen kann, blinkt beim Drücken des Auslösers bis zum ersten Druckpunkt die Autofokusanzeige auf dem Monitor oder im Sucher. In diesem Fall sollte auf ein anderes Objekt gleicher Distanz scharfgestellt und die Entfernung mit dem Autofokus- Messwertspeicher fixiert oder manuell fokussiert werden.

Die AE/AF-Taste dient auch bei der Coolpix als Messwertspeicher für Autofokus und Belichtung. In der Standardeinstellung fixiert die AE/AF-Taste sowohl die Belichtungswerte als auch die gemessene Entfernung, sofern die Kamera auf das Motiv scharfstellen konnte.

Im Systemmenü (SET-UP) kann die AE/AF- Taste mit dem Menüpunkt »Steuerung : AE-L, AF-L« auch so konfiguriert werden, dass entweder nur die Belichtungswerte oder nur die Entfernung gespeichert wird. Es empfiehlt
sich, das mittlere Autofokus- Messfeld manuell vorzuwählen und die
Belichtungssteuerung auf Spotmessung oder mittenbetonte Messung einzustellen (vgl. Coolpix-Handbuch).

Im Konfigurationsmenü können unter »Erweiterte Fokussteuerung: Fokusoptionen« die Voreinstellungen für das Fokussystem der Kamera festgelegt werden:
Autofokus-Messfeldvorwahl,
Autofokussteuerung und
Schärfekontrolle.

Optional steht auch eine Autofokus- Messfeldvorwahl zur verfügung. Bei Automatikbetrieb (Konfiguration A) fokussiert die Kamera automatisch auf das Objekt im mittleren Autofokus- Messfeld. Wenn eine Benutzerkonfiguration (1, 2 oder 3) aktiviert ist, stehen fünf Messfelder für die automatisch Entfernungsmessung zur Verfügung.

Für die Autofokussteuerung stehen verschiedene Modi zur Verfügung. Mit der Option »AF-Betriebsart« kann zwischen Einzelautofokus (»Einzel-AF«) und kontinuierlichem Autofokus (»Serien-AF«) gewählt werden. Der kontinuierliche
Autofokus erhöht die Reaktionsbereitschaft der Kamera, während der Einzelautofokus weniger Strom verbraucht.
Bildergebnisse: VergleichAbbildungen: Jeweils zwei repräsentative Fotos, in denen Motive und Situationen sowie die Handhabung durch die jeweiligen AF-Systeme direkt vergleichbar sind (von Thomas Bungert). Die Fotos sind weder gestellt, noch nachbearbeitet.
Minolta Dimage 7Hi Nikon Coolpix E-5700
Die beiden Fotos der Minolta Dimage 7Hi sind nach dem ersten Fokussieren entstanden und waren sofort scharf. Die beiden Fotos der Nikon Coolpix E-5700 zeigen die Probleme des Autofokus unter Kunstlicht: Zum einen setzt der AF die Schärfe nicht auf das Motiv, zum anderen kann er bei kontrastarmen Motiven überhaupt nicht fokussieren.
Abbildung (unten): Katzenspielzeug, erster Fokussierversuch. Abbildung (unten): Katzenspielzeug, erster Fokussierversuch.

Originaldatei (Jpeg, ca. 3,1 MB). Originaldatei (Jpeg, ca. 1,6 MB)
EXIF-Informationen:
Aufnahmedatum: Mittwoch, 21. Mai 2003 03:06:16
Belichtungszeit [s]: 1/125
Belichtungsprogramm: Normal
Belichtung: Auto
Exposure Bias [EV]: 0,0
F-Nummer: F3,5
Brennweite [mm]: 36,93359375
35mm-Brennweite [mm]: 146
ISO-Wert: 200 EXIF-Informationen:
Aufnahmedatum: Montag, 19. Mai 2003 22:03:32
Belichtungszeit [s]: 1/125
Belichtungsprogramm: Aperture priority
Belichtung: Auto
Exposure Bias [EV]: 0,0
F-Nummer: F4,1
Brennweite [mm]: 56,7
35mm-Brennweite [mm]: 223
ISO-Wert: 200
Abbildung (unten): Katzenspielzeug, Ausschnitt 640x480 Pixel. Abbildung (unten): Katzenspielzeug, Ausschnitt 640x480 Pixel.

Ausschnitt (Jpeg, ca. 300 kB) Ausschnitt (Jpeg, ca. 100 kB)
EXIF-Informationen:
Aufnahmedatum: Dienstag, 20. Mai 2003 21:55:54
Belichtungszeit [s]: 1/180
Belichtungsprogramm: Normal
Belichtung: Auto
Exposure Bias [EV]: 0,0
F-Nummer: F3,5
Brennweite [mm]: 50,28125
35mm-Brennweite [mm]: 199
ISO-Wert: 200 EXIF-Informationen:
Aufnahmedatum: Dienstag, 20. Mai 2003 13:28:27
Belichtungszeit [s]: 1/125
Belichtungsprogramm: Normal
Belichtung: Auto
Exposure Bias [EV]: 0,0
F-Nummer: F3,9
Brennweite [mm]: 41,1
35mm-Brennweite [mm]: 161
ISO-Wert: 200
Korrekte Schärfe auf dem Motiv. Die Nikon Coolpix E-5700 hat ebenfalls -- angeblich -- beim ersten Fokussieren einen Schärfepunkt gefunden, nur ist nicht so recht erkennbar, wo die Schärfe liegt, jedenfalls nicht auf dem Objekt.
Abbildung (unten): Badezimmer, erster Fokussierversuch. Abbildung (unten): Badezimmer, mehrere Fokussierversuche, Kacheln wurden nie wirklich scharf.

Originaldatei (Jpeg, ca. 1,7 MB) Originaldatei (Jpeg, ca. 1,9 MB)
Abbildung (unten): Badezimmer, Ausschnitt 640x480 Pixel. Abbildung (unten): Badezimmer, Ausschnitt 640x480 Pixel.

Ausschnitt (Jpeg, ca. 100 kB) Ausschnitt (Jpeg, ca. 70 kB)
Korrekte Schärfe trotz des kontrastarmen Motivs. Bei dem Kachelbild ist sich die Coolpix »totgelaufen«. Irgendwann löste die Kamera dann doch aus, allerdings ohne korrekt fokussiert zu haben.

Bedienkonzept

Bedienkonzept

Die beiden hier vorgestellten Coolpix- und Dimage- Modelle orientieren sich in der Fülle der Funktionen und der Gehäuseform an einer klassischen Kleinbild- Spiegelreflexkamera (KB-SLR); bei den Minolta- Kameras wird allerdings weitaus konsequenter ein eher manuelles Bedienkonzept umgesetzt, während Nikon aus dem Vollen schöpft und nahezu alle Möglichkeiten einer Digitalkamera in die Coolpix E-5700 integriert -- mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen.

Die Minolta- Kameras verfügen über ein zentrales Einstellrad (Mode Dial) oberhalb des Griffes, mit dem die Kamera ein- und ausgeschaltet wird; ausserdem werden hier Funktionsmodi wie Videoaufnahme, Setup und Playback gewählt; im Gegensatz zu der Coolpix kann das Einstellrad hier nicht versehentlich verstellt werden; dieses Problem tritt übrigens auch bei anderen Coolpix- Kameras wie der Coolpix 995 auf, daher ist es unverständlich, warum Nikon bisher keine Sperre imprmentiert hat. Abgesehen davon ist meinen Fingern das Wählrad (Command Dial) der Coolpix oberhalb der Zoom- Tasten im Weg; beim Halten der Kamera verstellt der Daumen ständig das Rädchen. Auch hier hat Minolta die bessere Lösung gefunden: Das Wählrad ist auf der Vorderseite hinter dem Auslöser angebracht und wird mit dem Zeigefinger bedient.

Tendenziell kann die Dimage eher mit analogen Bedienelementen wie Einstellrädern oder Knöpfen genutzt werden, die Coolpix setzt dagegen stärker auf doppelt belegt Tasten und verschachtelte Menüfunktionen.

Abbildung: Minolta Dimage 7Hi: Oberes Einstellrad für Speicher, Messmethoden, Belichtungsfunktionen, Bildfolgefunktionen (automatische Aufnahme einer Belichtungsreihe aus drei Aufnahmen), Einstellen des Weißabgleichs und der Empfindlichkeit in ISO sowie unteres Digital-Effekt- Einstellrad; rechts davon: AF/MF-Taste und Blitzsynchronanschluss.

Langjährige Minolta- Fotografen kennen vielleicht den Unterschied, den ein »digitalisiertes« Bedienkonzept ausmachen kann, wenn sie bereits mit den analogen KB-SLR- Modellen Dynax 9, Dynax 9xi und Minolta 9000 gearbeitet haben:
Die aktuelle Dynax 9 verfolgt ebenfalls ein hochgradig analoges Bedienkonzept und ist taktil leicht zu »begreifen«;
die ältere (!) Dynax 9xi wird dagegen fast ausschliesslich mit Tasten und Tastenwippen bedient;
der Urvater aller Autofokus- Kameras -- die Minolta 9000 -- war noch konsequenter analog, sie verfügte sogar noch über einen manuellen Filmtransporthebel.

Ich hasse Kameras mit doppelt belegten Tasten oder Funktionen, die das gleichzeitge Drücken von zwei Tasten erfordern, daher konnte ich mich nie an das Bedienkonzept der Dynax 9xi gewöhnten, ich liebe aber die Minolta 9000 und die Dynax 9; daher erschliesst sich mir die Bedienung der erweiterten Funktionen der Dimage 7i und 7Hi viel schneller als die der Coolpix- Kameras (andere Coolpix- Modelle wie die Nikon Coolpix 995 eingeschlossen). Das Problem dabei ist: Ich nutze die Coolpix- Kameras fast ausschliesslich im Automatikmodus mit einmal eingestellten Presets; Modifikationen sind mir viel zu umständlich. Die Dimage reizt durch ihre taktilen Bedienelemente dagegen geradezu zum Ausprobieren und »Spielen«.

Allerdings: Bei der Coolpix erreicht man fast alle wichtigen Funktionen über ein Menüsystem; der den Dimage- Kameras gibt es drei Steuerräder mit jeweils vier bis sechs Einstellungen, die jeweils in eigene (separate) Menüsysteme führen. Man muss sich also auch hier für jede Einstellung merken, wo man das entsprechende Menü findet: Im Setup-Modus, über die »Menu«- Taste (und in welchem Modus) oder bei welchem der beiden weiteren Einstellräder (und wieder: in welchem Modus).

Ich persönlich kann mir die Bedienung der Diage besser merken, da die Funktionsgruppen relativ logisch gruppiert sind, ich kann aber durchaus nachvollziehen, dass mancher Fotograf ein relativ zentrales Menü bevorzugt, wie es die Coolpix- Kameras bieten.Abbildung: Vergleich der Gehäuserückseiten.

Rückseite der Nikon Coolpix E-5700 mit eingeklapptem Display; die Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet, der Daumen muss jedoch ständig auf der Zoomwippe ruhen, weil sonst nirgends Platz ist. Rückseite der Minolta Dimage 7Hi; auf der rechten Seite ist der zusätzliche Platz für den Daumen gut zu erkennen, der durch den manuellen Zoomring gewonnen wird.

Die Dimage- Modelle 7Hi und 7i gehören zu den wenigen derzeit verfügbaren Digitalkameras, bei denen das Zoom mechanisch bedient werden kann; das hat eine Reihe von Vorteilen:
die manuelle Zoom- Bedienung spart Strom,
sie ist wesentlich schneller und
ganz erheblich exakter als die entsprechenden Tasten bei der Coolpix.

Der griffige Zoomring vermittelt ein SLR- artiges Gefühl und hilft, die Kamera mit der linken Hand zu stabilisieren; der Nachteil dieser Lösung ist, dass man die Dimage mit zwei Händen bedienen muss. Die Coolpix ist dagegen leicht genug, um einhändig bedient werden zu können, auch wenn man die Kamera besser mit der linken Hand stabiliseren sollte; die Zoom- Tasten werden dabei mit dem Daumen der rechten Hand bedient, die die Kamera auch hält. Ausserdem bietet Nikon als Zubehör den Hochformat- Griff MB-E5700 an, bei dem dem die zentralen Bedienelemente wie Auslöser und Zoom- Tasten dupliziert sind.

Ebenfalls mechanisch aktiviert werden muss der Macro- Modus bei der Dimage; auch das spart Zeit beim Fokussieren, da das Objektiv nicht bei jedem Scharfstell- Vorgang den gesamten Bereich von Macro bis unendlich durchlaufen muss; zumindest subjektiv gewinnt die Dimage dadurch erheblich an Bediengeschwindigkeit. Allerdings muss man bei den Dimage- Kameras darauf achten, ob man möglicherweise bei der gerade gewählten Brennweite bereits den Macro- Modus einschalten muss; bei der Coolpix muss man zwar warten, dafür findet die Kamera den passenden Modus automatisch.

Bei der Coolpix wird der Blitz in der Standardeinstellung automatisch zugeschaltet, sobald die Kamera der Meinung ist, mehr Licht zu benötigen (das kann peinliche Situationen verursachen); bei der Dimage muss der Blitz manuell hochgeklappt werden; das Verhalten des eingebauten Blitzes lässt sich allerdings bei beiden Kameras weitgehend frei konfigurieren.

Display und Sucher

Display und Sucher

Beide Kameras verfügen über ausgezeichnete Displays, die beide eine vergleichsweise exakte Bildbeurteilung ermöglichen. Der Monitor der Coolpix fällt mit 1,5" allerdings deutlich kleiner aus als der der Minolta (1,8").

Ein weiterer Vorteil von Sucher und Display der Dimage ist die Möglichkeit, verschiedene »Mattscheiben« wie beispielsweise ein Gitternetz einzublenden:

M.W. bietet derzeit keine andere Digitalkamera diese Möglichkeit; gerade die Gitterlinien- Mattscheibe ist für mich von Bedeutung, da sie mir erheblich bei der Bildkomposition hilft; auch Architekturfotografen schätzen die zusätzlichen Hilfslinien zur Ausrichung der Kamera; ähnliches gilt für die Fadenkreuz- Mattscheibe mit Skala, die insbesondere von Macrofotografen benötigt wird.

Die Kamera- Firmwares sind mittlerweile in der Lage, etlichen Unsinn bis hin zu Histogrammen in Echtzeit einzublenden; der Aufwand, optional ein paar Gitternetzlinien einzublenden, sollte auch für Nikon zu schaffen sein. Derzeit bietet jedoch nur Minolta dieses Feature, das übrigens auch bei einigen älteren Dimage- Modellen per Firmware- Upgrade nachgerüstst werden kann.

Einer der entscheidenden Unterschiede beider Kameras sind das Display und der elektronische Sucher:
Minolta bietet einen ausgezeichneten elektronischen Sucher, den man um bis zu 90 Grad noch oben klappen kann; man erhält damit etwa dieselbe Funktionalität wie bei einer KB-SLR- Kamera mit Winkelsucher.

Das bedeutet jedoch in jedem Fall, dass man bei der Dimage mit dem Auge an der Kamera kleben muss; ein elegantes Fotografieren »aus der Hüfte«, über den Kopf hinweg oder im »Mittelformat- Stil« vor dem Bauch geht schlicht und ergreifend nicht.

Der elektronische Sucher der Coolpix ist noch etwas unbeweglicher -- eben ähnlich wie der Sucher einer KB-SLR, nur eben mit dem Unterschied, dass man kein optisches, sondern ein elektronisches Bild erhält.

Noch gravierender sind die Unterschiede beim rückseitigen Display bei beiden Kameras:
Ein Glanzpunkt der Coolpix ist der nahezu völlig frei bewegliche Monitor, der seitlich ausgeklappt und gedreht werden kann; dadurch kann man die Coolpix aus nahezu jeder Haltung und Position auslösen.

Wer jemals des Komfort eines Mittelformat- Lichtschachtsuchers oder eines schwenkbaren Displays kennengelernt hat, wird wohl nie wieder darauf verzichten wollen.

Leider bietet die Dimage nichts vergleichbares; das wird für viele potentielle Käufer wohl ein K.O.- Kriterium sein.
Der rückseitige Monitor der Minolta ist grosszügig dimensioniert, vergleichbar brilliant wie der der Coolpix und wäre perfekt -- wenn man ihn denn bewegen könnte.

Für mich ist der festgeleimte Monitor der Dimage 7i und 7Hi ein Ausschlussfaktor; einer der wichtigsten Vorteile einer Digitalkamera im Vergleich zu einer KB-SLR im Hybridverfahren ist hier einfach nicht vorhanden.

Der Monitor der Coolpix 5700 ist zwar nicht ganz so intuitiv zu bedienen wie bei den Coolpix- Gehäusen im drehbaren Tubus, aber noch immer traumhaft flexibel. Es ist kaum ein Aufnahmewinkel vorstellbar, für den dieser Schwernkmonitor nicht ausreichen würde (z.B. Macroaufnahmen von einem Stativ oder Aufnahmen über den Kopf hinweg in einer Menschenmenge).

Dokumentation

Dokumentation und Handbuch

Minolta Dimage 7i und 7Hi
Kein gedrucktes Referenzhandbuch

Zur Dimage 7i und 7Hi legt Minolta -- aus unerfindlichen Gründen -- nur ein »Quickstart- Manual« bei, dies allerdings in etlichen Sprachvarianten. Da diese Einführung bestenfalls in den ersten Stunden der Benutzung gebraucht wird, könnte man darauf gut verzichten.

Das relevante Handbuch -- die Kamera- Referenz --, die man im Alltag immer wieder benötigt, existiert ausschliesslich als PDF-Datei auf CD-ROM; ein Stichwortverzeichnis fehlt leider in diesem Dokument.

Eine entsprechende Anfrage an den »Minolta German Photo Support« dimage-support-de@minoltaeurope.com ergab folgende Stellungnahme von Minolta:

»Die Firma Minolta hat sich für die Schnellanleitung und
.pdf-Lösung entschieden. Somit erhalten Sie einerseits eine gedruckte Kurzanleitung, welche die grundlegenden Eigenschaften und Funktionen der Kamera beschreibt, die so klein ist, daß sie überall mit hingenommen werden kann. Zum Anderen beinhaltet die mitgelieferte CD ein .pdf-Dokument, welches die unkomplizierte Suche nach Stichworten oder auch das schnelle Blättern über das verlinkte Inhaltsverzeichnis mithilfe des 'Acrobat Reader' ermöglicht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Option für viele Kunden sehr nützlich ist.
Zudem gibt es immer die Möglichkeit einzelne Seiten, die eventuell häufiger verwendet werden, auszudrucken« (E-Mail vom 19-May-2003).

Man muss unterwegs also immer ein PDF-fähigen PDA bzw. ein Notebook zur Hand haben, um auf das Referenzhandbuch zugreifen zu können. Oder man druckt sich 160 Seiten aus und verzichtet darauf, rasch nach einem Stichwort suchen zu können. Die mit gängigen Drucken produzierten Ausdrucke weisen jedoch eine Reihe von prinzipiellen Nachteilen auf:
Der Arbeitsaufwand für das beidseitige Ausdrucken, z.B. mit zwei A4- Seiten pro Seite, ist recht arbeitsaufwändig, wenn man keinen leistungsfähigen Duplexdrucker zur Verfügung hat;
Tinte von Tintenstrahldruckern ist i.d.R. nicht feutchtigkeitsbveständig;
Toner von gängigen Laserdruckern ist nicht abriebsbeständig und bröckelt daher nach einer Weile vom Papier ab;
die Qualität der Abbildungen ist auch bei 1200 dpi- Laserdruckern nicht vergleichbar mit der eines gedruckten Handbuchs;
eine einfache Bildung im Copyshop ist zwar billig, hält aber nicht lange (ca. EUR 4,-); eine hochwertige Buch-/ Broschürenbindung ist sehr teuer (ca. EUR 10,-); eine Spiralbindung bleibt leicht in der Fototasche hängen oder zerkrazt die Ausrüstung;
abgesehen vom Arbeitsaufwand entstehen zusätzliche Kosten von mindestens ca. EUR 15,-; eine gedruckte Version des Referenzhandbuchs würde Minolta in der Produktion Mehrkosten von maximal etwa drei Euro pro Exemplar verursachen.

Als kostenpflichtiges »Ersatzteil« könnte Minolta das Referenzhandbuch also zumindest optional anbieten und dafür auch gerne EUR 15,- verlangen.

In Deutschland kann das Handbuch aber leider weder in der englischen noch in der deutschen Fassung als »Ersatzteil« bezogen werden, in den USA ist dies dagegen möglich (Pro.-No. 9222-2778-11 MM-A208).

Ansonsten ist das Dimage- Handbuch gut strukturiert und ausreichend detailliert -- nur eben sehr unhandlich. Diese extrem kundenunfreundliche Handhabung durch Minolta ist m.E. eine Unverschämtheit; eine Kamera mit einem Listenpreis von rund EUR 1.600 ohne gedrucktes Handbuch auszuliefern ist rinr Zumutung, die durch nichts zu rechtfertigen ist.
Beispielseiten

Das Referenzhandbuch an sich ist tadellos; es ist klar strukturiert, übersichtlich und umfassend.

Einige Beispielseiten als Screenshots:

Inhaltsverzeichnis:

Teilebezeichnungen:

Steuerrad:

Bildfolgefunktionen:

Aufnahmemenü:

Grundeinstellungen:

Troubleshooting:

Gedrucktes Handbuch zur D7Hi vom D7forum.de

Die Community des D7forum.de arbeitet gerade an einem eigenen gedruckten Handbuch.

D7forum.de: Gedrucktes Handbuch 7 Hi,
www.d7forum.de/board/viewtopic.php?t=5812,
www.d7galerie.de/gallery/PeterHadTrapp/aey (Cover).
Nikon Coolpix 5700
Dokumentation bei Nikon: tadellos

Der Nikon Coolpix 5700 liegt, wie gewohnt, ein ausführliches gedrucktes Handbuch in einer deutschen und einer englischsprachigen Fassung bei.
Beispielseiten

Einführung und Übersicht:

Inhaltsverzeichnis:

Komponenten:

Einstellungen:

Konfiguration:

Scharfstellen:

Set-up:

Troubleshooting:

Stichwortverzeichnis:

Zusammenfassung

Nikon liefert zur Coolpix 5700 ein tadelloses Handbuch mit; zum Lieferumfang gehört sowohl eine deutsch- als auch eine englischsprachige Version.

Minolta disqualifiziert sich in der Disziplin »Dokumentation« und liefert weder zur Dimage 7i noch zur 7Hi ein gedrucktes Referenzhandbuch mit; der Käufer der gut 1.300 Euro teuren Kamera muss das Handbuch selbst am Computer ausdrucken und binden lassen, oder zum Fotografieren immer ein Gerät bei sich führen, mit dem PDF- Dateien angezeigt werden können; in jedem Fall fehlt ein Stichwortverzeichnis; Argument von Minolta: »man kann die PDF- Datei ja nach Stichworten durchsuchen«. Das Handbuch selbst, abgesehen von dem fehlenden Index, tadellos; es ist jedoch eine Unverschämtheit, zu dieser teuren High- Tech- Kamera kein Referenzhandbuch beizulegen und dies in Deutschland auch nichtmal optional als kostenpflichtiges Zubehör anzubieten.

Energieversorgung

Energieversorgung

Auch bei der Energieversorgung ist wieder dasselbe Muster wie bei den Bedienkonzepten erkennbar: Minolta setzt auf konventionelle Standard- Akkus und liefert diese auch gleich samt Ladegerät mit. Vier normale Mignon- Primärzellen sollten auch in entlegenen Winkeln der Welt zu beschaffen sein, dadurch ist die Dimage vergleichsweise unabhängig von der nächsten Steckdose. Und: AA-Size- Akkus wird es ganz sicher auch noch in vielen Jahren zu vernünftigen Preisen geben.

Nikon setzt dagegen auf einen proprietären Akku, der auch in anderen Coolpix- Kameras eingesetzt wird: Der EN-EL1 ist kompakt und liefert vergleichsweise lange Strom; die Kapazität des Akkus der Canon Digital IXUS ist dagegen eine Zumutung. Dennoch: Die Kapazität von Akkus lässt mit der Zeit nach und er muss ausgetauscht werden. Ob und zu welchen Konditionen Nikon den EN-EL1 oder passende Ladegeräte in fünf oder zehn Jahren anbieten wird weiss niemand.

Abhilfe hierfür schafft das als Zubehör erhältliche Batterieteil MB-E5700, das speziell für die Coolpix 5700 konstruiert wurde; es ermöglicht die Verwendung von sechs (!) AA-Batterien (Alkaline, Li-Ion, NiCd oder NiMH) und bietet eine -- im Vergleich zum EN-EL1 -- verlängerte Betriebsdauer von bis zu 2,5 Stunden. Das MB-E5700 beinhaltet ausserdem einen Auslöser und die Zoom-Tasten für Aufnahmen im Hochformat.

http://www.kefk.net/Fotografie/Erfahrung/Equipment/Kameras/Digital/Nikon/Coolpix.5700/Abbildungen/D-029-044_small.jpg

Abbildung: Batterieteil/ Hochformatgriff MB-E5700 für die Nikon Coolpix E-5700.

Meine Erwartung, dass die Griffigkeit der Coolpix durch den Handgriff für meine Hände verbessert wird, traf jedoch leider nicht ein, ganz im Gegenteil.

Das MB-E5700 kostet etwa EUR 150,-, hinzu kommen ggf. noch Kosten für Akkus (ca. EUR 30,- für sechs hochwertige NiMH AA-Size 1,2V/ 1900 mAh) und Ladegerät (ca. EUR 50,- für vier Akkus) -- alls das gehört prinzipiell zur Standardausstettung der Dimage- Kameras, von dem Hochformatauslöser einmal abgesehen.
Zusätzliche Akkus

Für die Minolta sollte man dringend einen zweiten Satz mit hochwertigen Akkus anschaffen (1,2V, mind. 1900mAh); gute Erfahrungen habe ich mit Akkus von GP und Sanyo gemacht.

Bitte beachten Sie beim Akkukauf unsere Hinweise zu Akkus für Digitalkameras!

Handling und Feeling

»Handling« und »Feeling«

Die Dimage 7i liegt beschissen (Pardon!) in meinen Händen; das Gefühl ist rutschig, kaum griffig, und die Hand verkrapft sich leicht, um die Kamera sicher zu halten.

Dieses Problem hat Minolta anscheinend erkannt und der Dimage 7Hi eine Gummierung spendiert; keine besonderes Sache, dennoch ist erstaunlich, was ein wenig Kunststoff ausmacht: Die 7Hi liegt wie angegossen in meinen Händen, fast so gut wie die altehrwürdige Minolta 9000, meine persönliche Referenz in Sachen »Griffigkeit«.

Die Coolpix- Kameras verfügen meistens von Hause aus über eine vernünftige Gummierung und fühlen sich daher fast durchweg für mich besser an als die Dimage 7i -- dafür ist der Griff bei der Coolpix 5700 für meine Hand zu schmal und fragil geraten; die Kamera wurde eben von kleinwüchsigen Asiaten entworfen; die Damenwelt und Kleinkinder freuen sich 'drüber, der europäische Mann hat möglicherweise ein Problem, seine Finger auf dem winzigen Gehäuse unterzubrigen, ohne gleichzeitig sämtliche Tasten gleichzeitig zu drücken.
Hochformathandgriff

Meine Erwartung, dass die Griffigkeit der Coolpix durch den Hochformatgriff für meine Hände verbessert werden würde, traf jedoch leider nicht ein, ganz im Gegenteil: Auch wenn in das Batterieteil sechs Mignon- Akkus hineingewürgt werden, der Handgriff macht die Coolpix für mich nicht griffiger; statt Platz für meine Finger zu bieten ist er zusätzlich im Weg. Ausserdem finde ich die Verarbeitung -- im Gegensatz zur wertigen Coolpix 5700 -- etwas fragwürdig; das Plastik gibt schon bei leichtem Druck nach und »knirscht«.

http://www.kefk.net/Fotografie/Erfahrung/Equipment/Kameras/Digital/Vergleiche/Dimage-7Hi-Coolpix-5700/Abbildungen/Handgriff/IMG_2869_Ausschnitt_small.JPG

Abbildung: Zum Vergleich - so sieht eine griffige Kamera aus; Minolta Dynax 9 mit Hochformat- Handgriff.

Die Entscheidung für mich ist hierbei eindeutig: Die Griffigkeit der Dimage 7i ist miserabel und für mich ein K.O.- Kriterium; die der Dimage 7Hi ist dagegen vergleichsweise sehr gut; mit dem Griff der Coolpix 5700 kann man wohl leben, auch wenn Menschen mit grossen Händen daran wenig (taktile) Freude haben werden.

Makrofähigkeit

Makrofähigkeit

Die Kamerahersteller geben leider nur Angaben über den maximalen Abstand vom Objekt heraus; das ist zwar ganz nett als Vergleichswert (bei der Dimage 25 bis 60 cm, bei der Coolpix 3 cm bis unendlich), sagt aber in der Praxis recht wenig aus.

Der m.E. wirklich wichtige Wert ist der maximal erzielbare Abbildungsmaßstab, der wird aber aus irgendwelchen Gründen fast nie angegeben. Bei dem Minolta AF 1:4,0/70-210mm liegt der bei 1:4, bei einem speziellen Macro- Wechselobjektiv für eine analoge SLR i.d.R. bei 1:1.

1:1 bedeutet bei Kleinbild, dass ein Objekt 1:1 auf einem 24x36mm- Negativ abgebildet wird. Die Entsprechung bei Digitalkameras hierzu ist vermutlich die Fläche (oder die Diagonale?) des Sensors, da der im Falle der Coolpix und der Dimage deutlich kleiner ist als ein KB-Negativ. Daher müsste ein Abbildungsmasstab von 1:1 bei einer Digitalkamera ein Objekt also deutlich grösser darstellen, eben um den Faktor, um den der Sensor kleiner ist als ein KB-Negativ.

Ein Beispiel für einen ausgezeichneten Makrobereich bietet die Coolpix; Siehe www.dpreview.com/reviews/nikoncp5700/page17.asp (Beispiele für die 5700) oder meine Makro-Bilder (Beispiele von der 995).
Minolta Dimage 7i/7Hi

Steffen Siebert schreibt dazu:

»[...] da der Sensor bei Minolta und Nikon wohl 8,8mm breit ist (lt. dpreview), müßten die Kameras beim Maßstab 1:1 8,8mm breite Objekte formatfüllend abbilden. Die Nikon kann maximal 30mm (lt. dpreview), die Minolta 55mm (lt. dpreview), wobei nach meinen Tests (siehe Attachments) es eher 49mm sind. Also wäre der Abbildungsmaßstab bei der Nikon doppelt so groß wie bei der Minolta« (via E-Mail vom 13-May-2003).

In Makrostellung lassen sich mit der Dimage etwa 5 cm grosse Objekte Formatfüllend abbilden:Abbildung: Maximal erzielbarer Abbildungsgrösse bei der Minolta Dimage mit Makroeinstellung; Abgebildete Objektbreite: ca. 49 mm (Bild Anklicken für vergrösserte Abbildung; Jpeg, ca. 160 kB).

Quelle: Steffen Siebert mit Minolta Dimage 7i; Foto ohne Stativ mit 1/180s, f9,5; bei ISO 100, Brennweite ca. 50mm.

Durch das 49 mm- Filtergewinde lassen sich leicht Vorsatzlinsen nutzen, beispielsweise Nahlinsen zur Verbesserung der Makrofähigkeiten; wie bei einer SLR müssen dabei im Setup der Kamera keine Korrekturen eingestellt werden -- einfach aufschrauben und fotografieren:Abbildung: Maximal erzielbarer Abbildungsgrösse bei der Minolta Dimage mit Makroeinstellung und Nahlinse 3; Abgebildete Objektbreite: ca. 36 mm (Bild Anklicken für vergrösserte Abbildung; Jpeg, ca. 160 kB).

Quelle: Steffen Siebert mit Minolta Dimage 7i; Foto ohne Stativ mit 1/180s, f9,5; bei ISO 100, Brennweite ca. 50mm.

Aufgrund des grösseren Abstandes zum Objekt kann man bei der Dimage den eingebauten Blitz zum Ausleuchten bei maximaler Makrovergrößerung verwenden. Mit Nahlinse (55mm mit Step-up Ring) wird allerdings die untere Hälfte abgeschattet, ähnlich wie bei der Coolpix.

Eine ausführliche Diskussion der Makrofähigkeiten findet sich im Erfahrungsbericht zur Minolta Dimage 7Hi.
Zusammenfassung

In der Makrofotografie gibt es jedenfalls einen klaren Gewinner: Die Macro- Fähigkeiten der Coolpix- Kameras sind legendär, und die 5700 macht da keine Ausnahme. Der maximal erzielbare Abbildungsmasstab liegt im Bereich von 1:2 bis 1:1, was für eine Standardoptik ein aussergewöhnlich guter Wert ist.

Für die Dimage spricht allerdings, dass man durch das 49mm- Filtergewinde problemlos Nahlinsen oder andere Vorsätze nutzen kann, ausserdem existiert hervorragendes Systemzubehör für die Nah- und Makrofotografie (z.B. ein Ringblitz).

Optisches System

Objektiv und Optik

Beide Kameras verfügen über sogenannte Superzooms, deren Brennweitenbereich sich vom Weitwinel bis in den Telebereich erstreckt; der Brennweitenbereich der Dimage ist 7-fach und entspricht einem KB- Äquivalent von 28 bis 200 mm, der der Coolpix ist sogar 8-fach und reicht von 35 bis 280 mm (ebenfalls entsprechend Kleinbild); im extremen Telebereich ist die Coolpix mit f4,2 etwas lichtschwächer als die Dimage (f3,5), allerdings sind beide Werte aufgrund der unterschiedlichen maximalen Telebrennweite nicht direkt vergleichbar.

Die Ingenieursleistung von Minolta, ein 28 mm- Äquivalent in einem 7-fach Zoomobjektiv für eine Digitalkamera zu realisieren, ist derzeit einzigartig; wer gerne Weitwinkelaufnahmen macht, findet keine Alternative zu den Minolta- Modellen. Ich finde dagegen den enormen Telebereich der Coolpix attraktiver; bei f4,2 sollte es gerade noch möglich sein, Aufnahmen im Telebereich verwacklungsfrei hinzubekommen, wenn ich auch einen elektronischen Bildstabilisator begrüssen würde.
Wichtige Brennweitenbereiche

Ich habe jahrelang mit der Objektivkombination 1:4,0/35-70 mm und 1:4,0/70-210 mm gearbeitet und war damit sehr zufrieden; im Weitwinkelbereich fand ich die Erweiterung auf 28 mm in einem 1:2,8/28-70 mm- Objektiv später dann zwar nett, aber nicht essentiell; viel interessanter war die zusätzliche Lichtstärke. Weitwinkelfotografie wurde für mich erst mit einem 1:3,5-4,5/18-35 mm interessant, das geht derzeit jedoch nichtmal mit digitalen Spiegelreflexkameras (von den wenigen Vollformat- Ausnahmen einmal abgesehen).

Da sich die beiden Kameras nur geringfügig in der Lichtstärke unterscheiden, scheint mir die Coolpix das attraktivere Angebot zu machen; das halbherzige Weitwinkel der Dimage tausche in gerne gegen den erweiterten Telebereich der Coolpix ein. Leider wird die Entscheidung für die Coolpix wiederum durch das Bedienkonzept der Coolpix erschwert: Gerade bei einem 8-fach- Zoom ist es wichtig, den gesamten Brennweitenbereich rasch und präzise durchfahren zu können, und genau hierbei verliert die Coolpix wieder durch das idiotische, stromfressende, langsame und ungenaue Tasten- Zoom.

Andere Fotografen werden sich aber vielleicht gerade über den stärkeren Weitwinkel- Zoombereich der Dimage freuen, das hänt sehr stark von den persönlichen Präferenzen ab.

Prinzipiell kann man sowohl bei der Coolpix wie auch bei der Dimage den Brennweitenbereich erweitern durch Vorsatzlinsen und Konverter; bei der Dimage ist das einfach und unkompliziert, da ein Standard 49mm- Filtergewinde vorhanden ist und Vosätze nirgends »angemeldet« werden müssen. Allerdings bietet Minolta keine für die Dimage gerechneten Vorsätze an sondern verweist auf Dritthersteller (Olympus), für die wieder Adapter benötigt werden. Für die Coolpix 5700 gibt es verschiedene Vorsätze, sowohl von Nikon als auch von Drittanbietern, allerdings ist in jedem Fall ein Adapter erforderlich, die Vorsätze müssen im Setup der Kamera »angemeldet« werden und die Kompatibilität mit Vorsatzoptiken anderer Coolpix- Modelle (5000, 995 ertc.) ist sehr eingeschränkt.

Vorsatzoptiken sind bei Sucherkameras immer nur Notnägel; die Bildqualität leidet fast immer sichtbar, insbesondere bei Universaloptiken von Drittherstellern, die nicht speziell für den jeweiligen Kameratyp (bzw. deren Objektiv und Sensor) gerechnet sind. Sowohl die Coolpix als auch die Dimage vignettieren an den jeweiligen Enden der Zoombereiche, Telekonverter oder Weitwinkelextender machen das nicht besser.

Übrigens: Die Dimage verfügt über einen 2-fachen und die Coolpix über einen 4-fachen Digitalzoom; diese Treppenwitze der Kamerageschichte sollte man tunlichst im Setup deaktivieren, da die Bildqualität in beiden Fällen völlig inakzeptabel ist.

Preis-/ Leistungsverhältnis

Preis-/Leistungsverhältnis
Bestes Preis-/Leistungsverhältnis: Minolta Dimage 7i

Das Preis-/ Leistungsverhältnis war bei Minolta schon immer deutlich besser als bei der Konkurrenz von Canon und Nikon. Das ist auch bei der Dimage 7i nicht anders, die mittlerweile zu Strassenpreisen von unter EUR 900,- angeboten wird (Bestellen bei Amazon.de). Im Vergleich zu dem Gegenwert, den Minolta für diesen Preis bietet, ist dieser Preis derzeit unschlagbar.
Gutes Preis-/Leistungsverhältnis: Nikon Coolpix 5700

Der Strassenpreis der Coolpix 5700 liegt derzeit zwischen etwa EUR 1.300,- ( Fotopoint Online Shop ) und EUR 1.235,- bei Amazon.de (Bestellen bei Amazon.de). Auch dieser Preis ist noch realistisch; da die Kamera bereits eine ganze Weile auf dem Markt ist, kann hier allerdings nicht mehr mit dramatischem Preisverfall gerechnet werden. Rechnet man dagegen noch die zusätzlichen Kosten für das Batterieteil sowie ggf. Akkus und Ladegerät hinzu, sieht die Rechnung schon nicht mehr ganz so günstig aus -- bei Minolta ist der Lieferumfang vollständiger.
Preis-/Leistungsverhältnis der Minolta Dimage 7Hi: Durchwachsen

Völlig überzogen ist der Preis der Dimage 7Hi, der derzeit bei einigen Anbietern noch bei rund EUR 1.600,- liegt ( Fotopoint Online Shop ); da die Dimage 7Hi noch relativ neu ist, dürfte der Preis noch deutlich fallen. Wieder einmal bietet Amazon.de einen erstaunlich günstigen Preis: Die Dimage 7Hi hier hier bereits für EUR 1.250,- zu bekommen (Bestellen bei Amazon.de).

Die Dimage 7Hi bietet etliche professionelle Ausstattungsfeatures, die jedoch für Normalanwender kaum relevant sind; der Synchronanschluss lässt sich für wenig Geld auch an der Dimage 7i nachrüsten (Minolta- Original: ca. EUR 100,-; Modul von Drittanbietern: ca. EUR 20,-), und jeder muss wohl für sich entscheiden, wie viel Aufpreis ihm der deutlich verbesserte Handgriff, die schnellere Serienbildfolge oder die eingebetteten ICC- Profile wert sind.

Ein realistischer Strassenpreis für die 7Hi sollte etwa auf dem Niveau der Coolpix 5700 liegen, alles darüber hinaus halte ich für überzogen. Da die Preise für die Dimage 7Hi derzeit noch fallen, ist mit einem günstigen Strassenpreis ab etwa Mitte 2003 zu rechnen.
Zusätzliche Speicherkarten

Zusätzliche Speicherkarten muss man für alle Digitalkameras kaufen, hier nimmt sich der Lieferumfang der Minolta- oder Canon- Kameras nichts: Die mitgelieferten Karten reichen für das erste Herumspielen und sollten schleunigst durch Modelle mit Kapazitäten von mindestens 256 oder 512 MB ersetzt werden.

Amazon.de verfügt über ein umfangreiches Sortiment an Markenprodukten. Wir empfehlen, keine Speichermedien von NoName- Anbietern zu kaufen, da wir dabei gelegentlich Speicherfehler beobachtet haben.

innvolle Grössen von Speicherkarten für 5-Megapixel- Kameras von Minolta und Nikon sind:
Compact Flash Type I, 256 MB, ca. EUR 70,-;
Compact Flash Type I, 512 MB, ca. EUR 150,-;
Compact Flash Type II Microdrive, 340 bis 1024 MB (ab ca. EUR 80,-).

Nach unseren Erfahrungen ist es nur in Ausnahmefällen sinnvoll, spezielle »High Speed«- oder »Ultra«- Speichermedien zu kaufen, da die meisten aktuellen Kameras damit nicht so signifikant schneller arbeiten, dass dies den Aufpreis rechtfertigen würde.
Weiteres Zubehör

Für beide Kameras empfiehlt sich die Anschaffung einer Kameratasche:

Zum Schutz des Objektivs der Minolta Dimage empfiehlt sich ein UV-Sperrfilter; der schadet der optischen Qualität nicht, wenn man hochwertiges und vergütetes Modell nimmt, und lässt sich dank des 49 mm Filtergewindes leicht montieren.

Ebenfalls sinnvoll kann ein externes Blitzgerät sein; bei Minolta macht ein hauseigenes Modell Sinn, da die Systemblitzeigenschaften vollständig unterstützt werden. Ausserdem bietet Minolta sehr interessante Spezialblitzgeräte an, beispielsweise einen Ringblitz für die Macrofotografie.

Bei Nikon werden die Funktionen der Systemblitzgeräte (z.B. Zoomreflektor) leider nur unzureichend unterstützt; ein Systemblitzgerät macht hier Sinn, wenn bereits anderes Nikon- Equipment vorhanden ist oder angeschafft werden soll.

Profil der Kameras

Gemeinsamkeiten.

Die hier vorgestellten Coolpix- und Dimage- Modelle orientieren sich in der Fülle der Funktionen und der Gehäuseform an einer klassischen Kleinbild- Spiegelreflexkamera (KB-SLR); insbesondere bei den Minolta- Kameras wird auch ein eher manuelles Bedienkonzept umgesetzt.

Ähnlich wie KB-SLR- Kameras sind die Coolpix- und Dimage- Modelle in ein relativ umfangreiches Kamerasystem eingebettet, das verschiedenes Zubehör wie Blitzgeräte, Fernauslöser, Konverter und Extender etc. umfasst.

Abbildung: Kamerasystem Nikon Coolpix 5700:

Weiteres Systemzubehör für die Coolpix.

Abbildung: Kamerasystem Minolta Dimage 7Hi:

Weiteres Systemzubehör für die Dimage.

Im Gegensatz zu KB-SLR- Kameras bieten diese Prosumer- Digitalkameras jedoch keine Wechselobjektive, sondern »nur« fest integrierte Superteles mit einem 7-fachen bzw. 8-fachen Brennweitenbereich.

Beide Kameramodelle verfügen über ein elektronisches Display auf der Rückseite der Kamera, sowie über einen elektronischen Sucher (Electronic Viewfinder, EVF); eine weitere Gemeinsamkeit ist das LCD- Display, das sich bei beiden Modellen auf der Oberseite des Gehäuses befindet.

Auch die effektive Auflösung der Kameras ist nahezu identisch und liegt bei rund 5 Megapixeln, also im oberen Segment dessen, was derzeit in digitalen Kompaktkameras verbaut wird (Stand: Mai 2003); vermutlich verwenden beide Kameras sogar denselben CCD- Sensor.

Beide Kameras sind schlecht ausbalanciert: In beiden Fällen befindet sich der Stativanschluss nicht in der Mitte der optischen Achse, so dass Panoramaufnahmen vom Stativ aus erschwert und nachträglich korrigiert werden müssen. Ausserdem stehen beide Kameras nicht sicher, wenn man das Gehäuse auf einem Tisch absetzt: Sie kippen nach vorne um etwa 2 Grad und liegen auf dem Objektiv auf.

Beide Modelle nutzen zum Speichern der Bilddaten ausschliesslich Compact Flash- Speichermedien vom Typ I und II und unterstützen auch offiziell aktuelle Microdrives von IBM bzw. Hitachi.

Ebenfalls vergleichbar sind Gewicht und Abmessungen: Die Kameras wiegen gut 500 g und sind kaum noch als »kompakt« zu bezeichnen, aber dennoch deutlich kleiner als eine typische KB-SLR- Kameras.

Damit sind die wesentlichen Gemeinsamkeiten jedoch erschöpft.

Minolta Dimage 7Hi und Minolta Dimage 7i.

Die Minolta Dimage 7Hi wurde im September 2002 vorgestellt; sie ergänzte das obere Ende der Minolta- Digitalkameras um ein semiprofessionelles Spitzenmodell; eine besser ausgestattete Allround- Digitalkamera hat Minolta derzeit nicht im Programm.

Nur wenige Monate zuvor, im Mai 2002, war die Minolta Dimage 7i vorgestellt worden, die ihrerseits die Anfang 2001 erschienene Minolta Dimage 7 ablöste und zahlreiche Fehler und konzeptionelle Mängel beseitigte.

Vermutlich aufgrund der schwachen Akzeptanz für Minolta- Kameras im professionellen Segment hat Minolta bisher noch keine digitale SLR vorgestellt; derzeit gibt es innerhalb des Minolta- Kamerasystems keine Erweiterungsmöglichkeiten über die Dimage 7Hi hinaus.

Einige Beispielfotos von der Minolta Dimage 7Hi sind verfügbar.

Nikon Coolpix E-5700.

Die Nikon Coolpix E-5700 wurde im Juli 2002 vorgestellt und ergänzte das Prosumer- Portfolio von Nikon um ein neues Spitzenmodell; das im September 2001 präsentierte Vorgängermodell Nikon Coolpix E-5000 wies noch zahlreiche Fehler und konzeptionelle Mängel auf, die -- ähnlich wie beim Modellwechsel bei Minolta -- beseitigt wurden.

Ähnlich wie die Minolta Dimage 7Hi bildet die Nikon Coolpix E-5700 das semiprofessionelle Prosumer- Spitzenmodell im Nikon- Programm; im Gegensatz zu Minolta verfügt Nikon jedoch auch über Digitalkameras im professionellen Segment: Die Nikon D100, die Nikon D1h und die Nikon D1x sind vollwertige digitale SLR- Kameras, die in das umfassende Nikon- Zubehörsystem eingebunden sind; Besitzer einer Coolpix E-5700 haben also jederzeit die Möglichkeit, ihr System bei Bedarf »nach oben« auszubauen.

Einige Beispielfotos von der Nikon Coolpix E-5700 sind verfügbar.

Tabellarischer Vergleich der Features

Tabellarischer Vergleich der Unterschiede

Gegenüberstellung der wichtigsten Unterschiede

Ich fasse hier die 31 für mich wichtigsten Unterschiede zusammen. Die Icons symbolisieren meine Bewertung des jeweiligen Features; die Gewichtung für andere Aufgabenzwecke bzw. bei anderen individuellen Präferenzen kann signifikant differieren.

Fazit

Folgende Erfahrungswerte basieren auf einer Zusammenfassung eines Threads im Coolpix-Forum.de, in dem die beiden Kameras verglichen wurden; der Original- Beitrag stammt von Thomas Bungert (Kontakt: <Thomas.Bungert@t-online.de>; Username auf www.coolpix-forum.de: 'Flip_der_Frosch') und wurde am 19.05.2003 verfassst; Thomas hatte zunächst die Nikon Coolpix 5700 erworben, kurz und intensiv damit fotografiert, dabei jedoch festgestellt, dass die Coolpix für eine Anforderungen nicht geeignet ist; Thomas tauschte die Coolpix dann gegen eine Minolta Dimage 7Hi ein und fasste seine Erfahrungen in dem folgenden Vergleich zusammen. Ich habe noch einige Anmerkungen und Links ergänzt.
Nikon Coolpix E-5700

Siehe auch: Tabellarischer Vergleich der Unterschiede mit Bewertung.

Thomas Bungert hat etwa 600 Bilder mit der Coolpix E-5700 gemacht, jedoch nur bei etwa 5 oder 6 den Monitor verwendet. Er resummiert: »Bei ungünstigem Lichteinfall kann man den Monitor, wie bei allen anderen vergessen«. Durch positive Erfahrungen mit dem Drehgelenk der Casio QV-2400UX fällte 'Flip' die Kaufentscheidung zunächt für die Nikon Coolpix E-5700; später -- nach dem Austausch gegen die Minolta Dimage 7Hi -- stellte er allerdings fest, dass er sich sehr schnell an den EVF der Dimage geöhnte.
Vorteile der Nikon Coolpix E-5700
Super Zoom, dafür aber keinen echten Weitwinkel;
Super Bildqualität, etwas besser als bei der Dimage;
Super Makrofähigkeit, auch hier besser als die Dimage;
Schwenkbarer Monitor.
Nachteile der Nikon Coolpix E-5700
Ziemlich kleiner Monitor, die Bilder lassen sich darauf nur sehr schwer beurteilen;
bei Kontrastarmen Objekten, wie z.B. unserem Kater, schafft die Coolpix es kaum bis gar nicht, scharf zu stellen;
bei schlechten Lichtverhältnissen, z.B. abends in der Wohnung bei Kunstlicht, findet die Coolpix ebenfalls nur sehr schwer ihre Schärfe. Wenn dann noch ein kontrastarmes Objekt hinzukommt, schafft sie es gar nicht und man muss dann manuell scharf stellen (vgl. Beispielfotos).
Manuelles Scharfstellen ist zwar möglich, aber man dreht sich einen
Wolf mit dem kleinen Drehrad, vor allem fährt die Kamera in eine
bestimmte Stelle, ehe man mit dem manuellen Fokussieren beginnen kann. D.h., wenn das Bild fast scharf war und ich nur etwas korrigieren wollte, dann ist sie erstmal wieder in irgendeine Stellung gefahren und ich musste komplett neu einstellen.
dieser komische Serien-AF; hierbei stellt sich die Kamera immer scharf, auch bei nicht halbgedrücktem Auslöser. Wenn das Bild nun scharf war und man auslösen wollte, begann die CP wieder neu zu fokussieren (und der Schnappschuss oder das sich bewegende Objekt war hinüber).
Wenn man z.B. Sportfotos oder sich bewegende Objekte (z.B.
Kater) fotografieren wollte, konnte man das eigentlich nur über
die manuelle Fokussierung erreichen, da die Kamera nach dem Scharfstellen nicht neu fokussiert, sobald sich das Objekt etwas bewegt;
verwendet einen proprietären Akku; ein Ersatzakku kostet ca. EUR 40,-; ein Hochformathandgriff ist optional als Zubehör verfügbar, der sechs AA- Akkus benötigt und nochmal etwa EUR 150,- kostet.

Thomas fasst zusammen: »Das waren, glaube ich, alle Vor- und Nachteile die mir so an der CP aufgefallen sind. Aber vielleicht habe ich mich bei der einen oder anderen Situation auch nur falsch angestellt, oder was in den Menüs vergessen?« Er empfiehlt die Coolpix aufgrund der guten Bildqualität für Fotos mit viel vorhandenem Licht, kritisiert aber den unsicheren und langsamen Autofokus.
Minolta Dimage 7Hi

Siehe auch: Tabellarischer Vergleich der Unterschiede mit Bewertung.
Vorteile der Minolta Dimage 7Hi
Echter Weitwinkel;
Sonnenblende im Lieferumfang;
verwendet vier normale Ni-MH AA- Akkus (ein Satz im Lieferumfang);
Manuelles Einstellen der Brennweite (Geschmackssache, verbraucht aber keine Energie)
Manuelles Scharfstellen geht schneller und die Position des Drehrades ist auch angenehmer, direkt am Objektiv.
Man kann manuell die Schärfe korrigieren, ohne dass der AF die Position ändert.
Mit AF scharf stellen, wenn das Ergebnis nicht gut ist (Makrobereich) oder die Kamera ihr Ziel nicht findet, einfach am manuellen Scharfstellrad drehen und knipsen.
Beim manuellen Scharfstellen wird die Entfernung zum Objekt angezeigt. Bei der CP gibt es nur einen Laufbalken.
Der Autofokus ist wesentlich schneller und genauer bei schlechtem Umgebungslicht oder kontrastarmen Objekten.
Restlichtverstärkung bei EVF und Monitor. Ist das Licht schlecht, dann stellt die Dimage auf Schwarz/Weiß um (Nur EVF oder Monitor) und verstärkt das Restlicht. So kann man auch bei ganz wenig Licht sein Ziel noch finden. Ist kein Nachtsichtgerät, irgendwann ist es aber auch hier duster.
Echter Serien-AF. Der AF stellt immer scharf, also er korrigiert sich wenn das Objekt sich bewegt (ist ein fertiges Programm, das sich »Sport« nennt). Wenn man den Auslöser dann drückt, wird auch sofort das Foto geschossen. Das funktioniert übrigens auch bei Serienaufnahmen.
Alle (wichtigen) Funktionen sind über Knöpfe und Drehschalter an der Kamera zu verstellen z.B. Weißabgleich, ISO, Kontrast, usw. Man muss nicht ständig ins Menü, wie bei der Coolpix.
Intervallaufnahmen -- die Kamera macht in einem bestimmten Abstand Fotos (ist aber nicht lebensnotwendig).
Nachteile der Minolta Dimage 7Hi
Keine Anleitung in gedruckter Form; Kurzanleitung ist dabei. Thomas hat sich die Anleitung mit je 2 Seiten auf einem Blatt und dann noch doppelseitig ausgedruckt; das waren dann nur noch knapp 70 Seiten. Thomas meint dazu: »Damit kann ich leben, wenn ich bedenke, dass sie sowieso ziemlich schnell nur im Schrank liegt«. Diese Auffassung teile ich (Agon) nicht -- welcher Dimage- Besitzer kann beispielsweise ohne Handbuch die Belichtung seiner Kamera manuell einstellen? Zumindest eine »Quick Reference« sollte man zur Hand haben (bzw. sich selbst anfertigen), sofern man die Kamera nicht überwiegend mit Vollautomatik nutzt.
nicht so großer Zoombereich;
auch der Autofokus der Dimage findet nicht zu 100 % sein Ziel, dafür kann man dann sehr schnell und leicht korrigieren;
kein drehbarer Monitor. Thomas meint dazu: »Ich habe sehr schnell gemerkt, dass man sowieso fast immer das EVF benutzt, deshalb kann ich drauf verzichten, obwohl das 'damals' der Grund war, das ich
die CP genommen habe. Die Dimage hat aber ein um 90° verstellbares EVF, so hat man noch etwas mehr Bewegungsfreiheit (vielleicht kann man wenn nötig einen Spiegel zu Hand nehmen)«. Auch hier bin ich (Agon) anderer Meinung und habe andere Erfahrungen gemacht (vgl. meine Erfahrungsberichte zur Yashica T5 und zur Nikon Coolpix E-995).
Etwas schlechtere Bildqualität. Thomas meint: »Die Bilder der Dimage neigen doch stark zum Rauschen, aber damit kann ich leben«.

Thomas fasst zusammen: »Mehr fällt mir jetzt nicht ein, aber ich denke, dass das einen kleinen Überblick gibt. Ich bin bis jetzt froh über die Entscheidung die CP gegen die Dimage getauscht zu haben, weil ich einfach viel in geschlossenen Räumen Fotografiere und die Dimage dabei einfach die bessere Kamera ist«.

Empfehlungen

Aus dem Vergleich ist klar hervorgegangen, dass beide Kameras ihre spezifischen Stärken und Schwächen haben. Keine der Kameras ist ein »Allrounder« der -- wie eine vergleichbare Spiegelreflexkamera für alle vorstellbaren Einsatzzwecke »getunt« werden kann, und wir können keine der beiden Kameras pauschal empfehlen, da keine der beiden Kameras in allen Aspekten überzeugt. Allerdings ist auch keine der beiden Kameras generell schlecht oder unbrauchbar; wir können daher auch von keiner der beiden Kameras pauschal abraten.

Man muss daher individuell abwägen, was einem an der jeweiligen Kamera wichtig ist, und welche Kompromisse man dafür einzugehen bereit ist. Folgende Empfehlungen haben sich aus unserem Vergleich herauskristallisiert:
Die E-5700 ist die eindeutig bessere Kamera, wenn ohne zusätzlichen Aufwand viel mit Makrofotografie gearbeitet wird oder überwiegend statische Motive wie Landschaft, Architektur oder Portraits im Studio abgebildet werden sollen. In allen Fällen glänzt die E-5700 durch ihren beweglichen Monitor, der für ungewöhnliche Aufnahmeperspektiven, die Arbeit auf dem Stativ oder bei der Makrofotografie ausgezeichnete Dienste leistet.

Die D7Hi ist allerdings durchaus auch für Makrofotografie brauchbar, jedoch nur in Verbindung mit Vorsatzlinsen oder sonstigem Makrozubehör. Sie spielt gerade dabei ihre Stärken aus, da ein Standard- Filtergewinde mit 49mm Durchmesser vorhanden ist und in den Sucher ein Fadenkreuz eingebelndet werden kann.

Auch für die Studiofotografie kann die D7Hi besser geeignet sein, wenn mit einer Blitzanlage gearbeitet wird -- nur die D7Hi verfügt über einen Blitzsynchronanschluss.

Vorteile für Architektur- und Landschaftsfotografen hat die D7Hi, wenn man den erweiterten Zoombereich im Weitwinkel (KB-Äquivalent 28 mm) braucht, oder gerne für die Bildkomposition mit einer Gitternetz- Mattscheibe arbeitet: Die kann man bei der D7Hi in EVF und Monitor einblenden, bei der E-5700 ist dies nicht möglich.
Die D7Hi ist die eindeutig bessere Kamera, wenn viel »Action« fotografiert werden soll (Sport, Tiere, Kinder, Schnappschüsse); der AF der D7Hi ist eindeutig schneller und zuverlässiger als der der E-5700.

Allerdings kann man -- wenn man sich mit dem Bedienkonzept der E-5700 angefreundet hat -- auch durchaus ansehnliche Sportfotos mit dieser Kamera erreichen (Beispiele).
Das Bedienkonzept der D7Hi ist eindeutig besser geeignet für Fotografen, die an Kleinbild- Spiegelreflexkameras gewohnt sind, manuelle Bedienelemente bevorzugen und gerne durch einen Sucher schauen.

Die E-5700 liefert dagegen »ab Werk« die besseren Bilder im Automatikmodus und lässt sich über die Menüs flexibel konfigurieren. Wer bisher eher mit Kompakt- oder Sucherkameras fotografiert und keine Angst vor der Menüsteuerung hat, ist vermutlich mit der E-5700 besser bedient. Auch eine »moderne« Bedienung über Tasten und Einstellräder (Zoomsteuerung, Fokussierung) sowie grundsätzlich die EInhandbedienung sind nur mit der E-5700 realisierbar.
Wer kein Problem mit teuren und proprietären Akkus hat, fährt mit der E-5700 besser; der Akku ist kompakter und leistungsfähiger als die Standard Mignon- Akkus der D7Hi; optional kann die E-5700 in Verbindung mit dem Hochformathandgriff auch mit AA- Akkus betrieben werden, eine vergleichbare Option bietet die D7Hi nicht.

Die Standard- Akkus der D7Hi sind dagegen preiswerter, eine »Ersatzteilversorgung« ist weit über die Lebensdauer der Kamera hinaus gewährleistet und die Akkus können im Notfall auch durch normale AA- Primärzellen ersetzt werden, die fast überall auf der Welt erhältlich sind.

Credits und Danksagung

Verzeichnis der von Usern, die zu diesem Vergleich beigetragen haben:

Teile des Fazit basieren auf praktischen Erfahrungen mit beiden Kameras von Thomas Bungert (Kontakt: <Thomas.Bungert@t-online.de>; Username auf www.coolpix-forum.de: 'Flip_der_Frosch'); Thomas stellte auch die Vergleichsfotos für den Autofokus zur Verfügung.

Steffen Siebert fertigte einige Fotos zur Demonstration der Makrofähigkeit der Minolta Dimage 7i an; da das Objektiv und die Makrofunktionen bei der D7i und der D7Hi identisch sind, können diese Ergebnisse uneingeschränkt übertragen werden.