Die Subsite fotografische Praxis des Nexus Fotografie beschäftigt sich mit der Anwendung fotografischer Verfahren.
Die fotografische Praxis ergibt sich aus der Erfahrung mit Fotoequipment und fotografischer Technik sowie der praktischen Umsetzung von fotografischer Theorie.
Die Microsite zur fotografischen Praxis ist dabei abzugrenzen von den Sektionen Technik (Fakten, Daten, Fototechnik), Erfahrung (unsere individuellen Erfahrungen mit Fotoequipment u.a.) und Meinung (subjektive Positionen) sowie Theorie. Siehe dazu auch Konzept.
Bildgestaltung
Gestaltung mit Licht
Kamerastandpunkt
Motivsuche
Fotografische Effekte
Cross-Entwicklung
Effekte mit Zoom.
Elektronische Bildverarbeitung: siehe Elektronische Bildverarbeitung (Digital Imaging)
Filter: siehe Subsite Filter.
Mehrfachbelichtungen.
Softfotos.
Motivdarstellung
Als Lomografie (zu ›Lomo‹, Leningradskoje Optiko Mechanitscheskoje Objedinienie, Leningrader mechanisch-optische Werke) bezeichnet man das Fotografieren und Gestalten mit Lomo-Kameras nach bestimmten Regeln.
Die klassische Lomo verfügt über ein 32-mm-Weitwinkelobjektiv aus der Entwicklung Professor Radionovs mit einer nachttauglichen Lichtstärke von 1:2,8 und einer Belichtungsautomatik; sie ist etwas 10 mal 4x6 cm groß und passt somit in praktisch jede Jackentasche.
Quelle: www.lomo.de/docs/Regeln.html.
Von Panoramaaufnahmen spricht man, wenn ein Bild einen Bildwinkel von mindestens 120 Grad abdeckt und das Seitenverhältnis deutlich breiter als hoch ist, beispielsweise 1:3. Im Panoramaformat werden weite Landschaften sowie langgestreckte Objekte besonders gut zur Geltung gebracht.

Abbildung: Panoramafoto des Hafens von Kavala, Griechenland.
Beispiele:
Das High Definition Format (H) von APS-Kameras (auch als "Hollywood-Format" bezeichnet) von APS-Kameras bietet das Seitenverhältnis 16 : 9 und gilt daher eher nicht als Panorama-Format.
Im professionellen Bereich kommen spezielle Panoramakameras zum Einsatz. Diese haben nicht wie herkömmliche Fotoapparate ein feststehendes Objektiv, sondern besitzen einen schwenkbaren Verschluss oder ein drehbares Kameragehäuse, welches den Film in einem kleinen Streifen über den gesamten Drehwinkel belichtet. Andere Panoramakameras haben ein feststehendes Objektiv mit einem großem Bildkreis, aus dem ein schmales horizontales Rechteck ausgeschnitten wird.
Eine auch im Hobbybereich praktikable Alternative dazu ist es, mehrere Einzelaufnahmen zu erstellen und dabei die Fotokamera jeweils zwischen diesen ein Stück weiter zu schwenken. Diese Teilbilder könnne dann in einer als Stitching bezeichneten Technik, welche sowohl analog als auch digital möglich ist, zu einem großen Panorama zusammengesetzt werden.
Das Panoramafoto ist älter als digitale Bildbearbeitung, sogar älter als die klassische Silberfotografie selber. Schon Daguerre beeindruckte das Pariser Publikum um 1800 mit seinem Diarama – 30 Jahre, bevor er die Daguerreotypie als Vorläufer der klassischen Silberfotografie entwickelte.
Waren die breiten Bilder früher vor allem eine Spielwiese für Spezialisten und Edel-Hobbyisten, erfahren die Rundum-Bilder heute dank interaktiver Multimedia-Technologie eine Renaissance. Vor allem für kommerzielle Zwecke kommen immer häufiger 360-Grad-Bilder zum Einsatz.
Zum Erstellen von Panoramaaufnahmen gibt es vier Möglichkeiten:
Für Panoramafotos oder Rundblickaufnahmen benötigt man ein stabiles Dreibein-Stativ, das mit einem Panoramakopf versehen ist.
Das Stativ muss genau senkrecht aufgestellt werden, so daß bei horizontalen Drehungen stets die gleiche Bildebene erfaßt wird. Ein sicheres Hilfsmittel zur Kontrolle des Standes ist eine mit dem Stativkopf oder dem Kugelgelenk verbundeng Libelle. Ebenso hilft eine Gradeinteilung.
Im Motivbetrachter (Sucher, LC-Display, Lichtschacht, Mattscheibe usw.) wird die genaue Anpassung von Aufnahme zu Aufnahme vorgenommen und kontrolliert. Das gilt sowohl für die Bildhöhe (gleiche horizontale Bildlage) wie auch für die Randanpassungen der einzelnen Aufnahmen. Diese seitlichen »Passer« lässt man sicherheitshalber etwas überlappen, um dadurch später beim Aneinanderkleben bzw. -montieren genügend Spielraum zu haben.

Abbildung: 360°-Panorama im Yosemite National Park. Fotografiert von Gerd Müller (Twam), www.twam.info, am 26.08.2003, lizenziert unter GNU FDL (
).

Abbildung: 180 Grad-Panorama eines Sonnenuntergangs bei Königswalde. Die sechs Einzelfotos wurden am 03. April 2004 um 18:29 aufgenommen und mittels Stitching zu einem Panorama zusammengefügt. Fotograf: Aka, Lizenziert unter GNU FDL (
).
Schatten als Motiv.
Schlechtwetter.
Schnappschussfotografie.
Stilleben.
Ressourcen
Arbeiten in Serien
Bildfolgen und Sequenzen
Technische Aspekte der Fotopraxis.
Available-light-Fotos sind Aufnahmen in Innenräumen oder bei künstlicher Beleuchtung sowie bei Einbruch der Dämmerung. Bevorzugte Motive sind Szenen, Personen oder reportageartige Bildserien. Sie werden i.d.R. aus der Hand oder unter Verwendung eines Einbeinstativs fotografiert. Hoch- und höchstempfindliche Filme sowie lichtstärkere Objektive sorgen für relativ verwacklungsfreie Fotos.
Bildschirmfotos reproduzieren den Inhalt von Fernsehbildschirmen und Computermonitoren.
Blitzlichtfotografie und Blitztechniken.
Bei der Chronofotgrafie oder Hochgeschwindigkeitsfotografie werden sehr schnelle Bewegungen fotografisch fixiert.
Kurze Belichtungszeiten lassen sich beispielsweise realisieren, indem bei geöffnetem Kameraverschluss in einem abgedunkelten Raum als einzige Lichtquelle ein Blitzgerät verwendet wird. Die kurze Leuchtdauer des Blitzes von typischerweise 1/1000 bis 1/30.000 Sekunde friert die Bewegung ein.
Mit Hilfe eines Stroboskopblitzes lassen sich nach diesem Prinzip mehrere Bewegungsphasen in einer Aufnahme darstellen (Mehrfachbelichtung).
Hochgeschwindigkeitsfotografie, siehe Chronofotgrafie.
Die Infrarotfotografie beschäftigt sich mit der Herstellung von Bildern unter Ausnutzung von Lichtwellenlängen, die länger als jene des sichtbaren Lichtes (Infrarotstrahlung) sind. Dabei kann unterschieden werden zwischen
Im Folgenden wird nur auf die fotografische Ausnutzung der Infrarotstrahlung knapp unterhalb des sichtbaren Bereiches eingegangen.
Es wird auf folgende Effekte abgezielt:
Die Aufnahme kann sowohl durch konventionelles Filmmaterial als auch durch digitale Sensoren erfolgen. Filme werden angeboten als:
Die Sensoren moderner Digitalkameras sind grundsätzlich für infrarotes Licht empfindlich. Da dieses jedoch die Abbildungsleistung im sichtbaren Bereich stören könnte, werden zumeist für den Benutzer nicht entfernbare Filter zur Blockierung dieser Wellenlängen in die Kameras eingebaut. In den meisten Fällen reicht die Restempfindlichkeit im infraroten Bereich bei völliger Ausfilterung des sichtbaren Lichtes für Infrarotaufnahmen mit digitalen Kameras.
Einige Kameramodelle bieten zudem einen »Night-Shot-Modus« von Sony, der auch auf Infrarot basiert und bei dem der kamerainterne Infrarotfilter ausgeschwenkt wird und daher nicht blockiert.
Die Kirlianfotografie (auch Hochfrequente Hochspannungsfotografie) ist ein fotografisches Verfahren zur Visualisierung von Glimm- oder Koronaentladungen um Materie herum. Es ist ein fotografisches Verfahren, das von dem ukrainischen Ehepaar Semjon Kirlian und Valentina Kirlian ab 1937 entwickelt wurde.
Mittels eines elektrischen Wechselfeldes hoher Spannung werden Leuchterscheinungen an Objekten erzeugt und diese auf eine fotografische Platte gebannt.
Diese Fotografie ist eine Hochspannungsphotographie, welche per fotografischem Verfahren die Abbildung einer Hochspannungsentladung leistet, bei der nicht nur Metallspitzen, sondern Körperteile, Tiere und Pflanzen als Elektrode dienen können. Die strahlenden Leuchterscheinungen, die auf der Photographie von der Elektrode (z.B. einem Finger) ausgehen, sind in diesem Sinne keine »geheimnisvollen Strahlen«, sondern selbstleuchtende Entladungskanäle. Die Entladung wird beeinflusst durch Form der Elektroden, Verteilung der elektrischen Leitfähigkeit, Feuchtigkeit, Verdampfung u.a. physikalische Faktoren.
In einen abgedunkelten Raum wird eine Metallplatte gelegt. Auf dieser wird ein Isolator, z.B. eine dünne Keramikplatte, befestigt. Auf der Isolationsplatte wird nun der zu belichtende Film, mit der fotoempfindlichen Seite nach oben angebracht. Auf den Film kommt nun das zu fotografierende Objekt, z. B. ein Blatt oder auch ein Mensch. Wichtig dabei ist, dass das Objekt ein elektrischer Leiter sein muss. An die Metallplatte wird nun eine Hochspannung von etwa 20.000 Volt angelegt. Zusätzlich muss das Objekt mit der Masse des Apparates verbunden werden. Nun wird für etwa fünf Sekunden, je nach benötigter Belichtung, die Spannung eingeschaltet. Es entsteht rund um das Objekt eine Koronaentladung, die aus kleinen Blitzen besteht. Jeder kennt dieses Phänomen von statischer Entladung, wenn man z. B. an einem Auto einen leichten Stromschlag verspürt.
In dem Bild dieser Koronaentladung glauben einige wenige Anhänger esoterischer Glaubenslehren die Aura des Objektes zu erkennen. Diese Zuschreibung wird aus den Reihen der Esoteriker jedoch ganz überwiegend von der Hand gewiesen, da die Aura gemeinhin als etwas völlig anderes, eigenständiges aufgefasst wird, das ganz unabhängig von der Nutzung einer Hochspannungsquelle existieren soll.
Diese Art der Fotografie findet auch in der Alternativmedizin Verwendung, da sie Behauptungen zufolge Rückschlüsse auf die elektrische Leitfähigkeit von bestimmten Körperteilen erlaube. Ziel dabei ist zu beurteilen, ob vermutete energetische Leitbahnen, die Meridiane, im Sinne dieser Lehre blockiert seien. Fotografiert werden vorwiegend Hände (Fingerkuppen) und Füße (Zehen), denn nach Vorstellung der Traditionellen Chinesischen Medizin beginnen und enden die Meridiane nach der Akupunkturlehre an Fingerkuppen und Zehen. In einem Artikel des Deutschen Ärzteblatts von November 2005 wird der Kirlianfotographie eine mangelnde Reproduzierbarkeit bescheinigt (Deutsches Ärzteblatt, Jg. 102, Heft 44 vom 4. November 2005).
Weitere Anwendungsgebiet bestehen in der Kunst und der Werbung.
Der Ukrainer Semjon Davidowitsch Kirlian entdeckte 1937 diese Art der Fotografie durch Zufall, als er einen medizinischen Apparat reparieren sollte, und ließ das Verfahren 1949 mehrmals patentieren. Das patriotisch gesinnte Ehepaar schenkte alle Patente dem Staat. Später forschte er weiter mit seiner Ehefrau Valentina Kirlian und dem Arzt Ruben Stepanow an der Kirlianfotografie.
Wenn bei eingeschalteter Spannung die Isolationsschicht verlassen bzw. die Metallplatte berührt wird, kann dies zu lebensgefährlichen Zwischenfällen führen. Besonders gefährdet sind Personen mit Herzschrittmacher oder Herzschwäche. Bei unzureichender Belüftung können sich außerdem schädliche Mengen des durch die Hochspannung erzeugten Ozons ansammeln.
Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, in der Fassung vom 10. Juli 2004 und wurde zuletzt aktualisiert am 16. März 2008. Der Originalbeitrag steht unter der GNU Free Documentation License (Artikel | Bearbeiten | Diskussion | Backlinks | Drucken.
Langzeitbelichtung
Als Makrofotografie wird ein Bereich der Themenfotografie bezeichnet, bei dem Objekte bis zu einem Abbildungsmaßstab von ca. 1:1 fotografisch abgebildet werden. Um Abbildungsmaßstäbe im Bereich von 1:2 oder grösser zu erzielen, muss ein Makro-Objektiv, Nahlinsen, ein Balgengerät, Zwischenringe bzw. ein Objektiv in Retrostellung eingesetzt werden.
Fotografien mit grösseren Abbildungsmassstäben, bei denen das Objekt auf dem Film also vergrössert abgebildet wird, bezeichnet man als Mikrofotografie.
Nahlinsen sind Objektivvorsätze, die in das Filtergewinde eines Wechselobjektivs eingeschraubt werden können. Die Stärke einer Nahlinse wird in Dioptrien angegeben. Im direkten Vergleich zu Makro-Objektiven ist die optische Qualität und der Benutzungskomfort i. d. R. geringer, allerdings handelt es sich hierbei um die preiswerteste Möglichkeit in die Makrofotografie hineinzuschnuppern; darüber hinaus haben Nahlinsen ein geringes Gewicht und können daher problemlos auf eine Fototour mitgeführt werden.
Spezielle Objektive, die so genannten Makro-Objektive, können mit einem besonders geringem Objektabstand eingesetzt werden und ermöglichen es dadurch, einen besonders großen Abbildungsmaßstab wie beispielsweise 1:2 (Abbildung ist halb so groß wie das Objekt) oder 1:1 (Objekt wird in Originalgrösse auf dem Film abgebildet) zu erzielen. Ab einem Abbildungsmaßstab von etwa 1:4 wird ein Objektiv als makrofähig bezeichnet. Normale Objektive erzielen maximale Abbildungsmaßstäbe im Bereich von 1:7 bis 1:9.
Ein Anfang der 90er Jahre vorgestelltes Spezialobjektiv von Minolta, das Minolta AF Macro Zoom 3x-1x (1:1,7-1:2,8), ermöglicht sogar einen Abbildungsmaßstab von 3:1; es bildet also ein Objekt in natürlicher Grösse auf dem Film ab, oder vergrössert es maximal um den Faktor 3. Das Canon MP-E 2,8/65 ermöglicht sogar einen Abbildungsmaßstab von 5:1.
Häufig versäumen es die Hersteller von Wechselobjektiven, den mit einem bestimmten Objektiv erzielbaren Abbildungsmaßstab anzugeben; stattdessen wird nur der kürzestmögliche Objektabstand angegeben. Diese Angabe lässt jedoch keinen direkten Rückschluss über den effektiv erzielbaren Abbildungsmaßstab zu; mit Testaufnahmen lässt sich der effektive Abbildungsmaßstab jedoch bestimmen.
Objektive in Retrostellung erlauben wie Nahlinsen Makrofotografie ohne aufwändiges technisches Equipment. Benötigt wird ein Adapter, mit dem sich ein Wechselobjektiv verkehrtherum an den Objektivanschluss einer Spiegelreflexkamera ansetzen lässt.
Der Adapter wird auf der einen Seite in das Filtergewinde des Objektivs geschraubt und passt an der anderen Seite ins Bajonett oder den Schraubanschluss der Kamera. Möglich sind dann - je nach Objektiv, man verwendet vor allem Normal- und Weitwinkelobjektive mit Festbrennweiten - Abbildungen um den Maßstab 1:1 und Vergrößerungen. Auch die Kombination mit Zwischenringen und Balgengeräten für besonders starke Vergrößerungen sowie die Kopf-an-Kopf-Stellung zweier Objektive sind möglich.
Die Abbildungsqualität liegt bei einem Einzelobjektiv in Retrostellung oft höher als bei einem Objektiv, das in Normalstellung mit Zwischenringen oder Balgengerät verwendet wird, ist aber von der Konstruktion des Objektivs abhängig. Von Vorteil ist, dass mit einem Objektiv in Retrostellung ein recht großer Abstand zwischen Motiv und Kamera eingehalten werden kann, er entspricht in etwa dem Abstand zwischen Filmebene und rückwärtiger Kameralinse bei normal eingesetztem Objektiv und liegt somit beim einem 50-mm-Objektiv je nach Bauart bei ca. 4-5 cm. Nachteilig ist der Verlust aller Automatikfunktionen der Kamera, sofern kein Spezialadapter zur Verfügung steht: Blendenstellung und Springblende müssen von Hand bedient werden, fokussiert wird durch Vor- und Rückbewegung der Kamera. Außerdem liegt die empfindliche Objektivrückseite frei.
Bei der Gestaltung von Makrofotografien ist zu berücksichtigen, dass sich die Schärfentiefe im Nahbereich verringert. Gezielt kontrolliert werden kann dieser Effekt nut mit einem Balgengerät, die verringerte Schärfentiefe kann jedoch auch bei einem Makro-Objektiv bewusst gestalterisch eingesetzt oder durch Abblenden verringert werden.
In der leichten Vergrösserung der Makrofotografie gewinnt man häufig neue Perspektiven von Alltagsgegenständen.
Detail einer Bienenwachskerze:
Technische Daten: Nikon Coolpix E-995, ISO 400, 1/2 Sekunde, Blende 3,9, automatischer Weissabgleich bei Umgebungslicht. Aufnahme von Agon S. Buchholz.
Detail eines Rosenkohl-Röschens:
Technische Daten: Nikon Coolpix E-995, ISO 134, 1/3 Sekunde, Blende 3,9, automatischer Weissabgleich bei Umgebungslicht. Aufnahme von Agon S. Buchholz.
Makroaufnahme einer Walnuss:

Technische Daten: Fotografiert mit Sony DSC 50. Fotograf: Forbfruit 14:39, 18. Mai 2004 (CEST), lizenziert unter GNU-FDL.
Makroaufnahme eines Gummibärchens:

Technische Daten: Fotografiert mit Sony DSC 50. Fotograf: Forbfruit 14:28, 18. Mai 2004 (CEST), lizenziert unter GNU-FDL.
Dieser Artikel wurde am 22. Dezember 2003 in der Wikipedia veröffentlicht und in der hier vorliegenden Fassung teilweise aus Wikipedia-Beiträgen ergänzt; vgl Versionen und Autoren. Zum Artikel. Lizenz: GNU Free Documentation License.
Als Mikrofotografie wird ein Bereich der Themenfotografie bezeichnet, bei dem Objekte ab einem Abbildungsmassstab von ca. 1:1 fotografisch abgebildet werden. Voraussetzung für Mikrofotografie ist i.d.R. der Anschluss eines Mikroskops an die Kamera.
Anja Hartmann definiert den Begriff etwas enger:
Auf Ihrer Website, Mikrofoto.de, beschreibt die biologisch-technische Assistentin ausführlich, welche technische Ausstttung für die Mikrofotografie erforderlich ist und illustriert dies durch diverse beeindruckende Mikrofotos.
Fotografien, die mit kleineren Abbildungsmassstäben wie 1:2 oder 1:4 erstellt werden, bezeichnet man als Nah- und Makrofotografie.
Die Reprofotografie ist eine Methode der Reprotechnik und ein Zweig der Fotografie, welcher sich mit der originalgetreuen Wiedergabe von zweidimensionalen Vorlagen (Buchseiten, Gemälde, Stiche etc.) beschäftigt.
Sie ist eine der Techniken, die die technische Reproduzierbarkeit dieser Vorlagen ermöglicht. Besonderes Augenmerk wird dabei der originalgetreuen Farb- und Kontrastwiedergabe der Vorlage geschenkt. Sie wurde früher vor allem in der Druckvorstufe eingesetzt.
Die Reprofotografie ist eine Domäne der einäugigen Spiegelreflexkamera (sowohl Kleinbild als auch Mittelformat) und der Großformatkamera, gleichzeitig des jeweiligen Standardobjektivs, oder von Makroobjektiven mit Standard-Brennweite (entsprechend den Millimeter der Bilddiagonale). In bestimmten Fällen kommen bei SLRs dann auch Shift-Objektive zum Einsatz. In jedem Fall sollte das Objektiv immer um mindestens zwei Blendenstufen abgeblendet werden.
Professionelle Reprofotografie verwendet spezielle, für diese Zwecke hergestellte, Repro-Kameras. Sie werden verwendet um Landkarten oder andere großformatige Vorlagen zu vervielfältigen.
Unverzichtbar für professionelle Reprofotografie ist ein Stativ, die Möglichkeit der Lichtmessung (oder Ersatzmessung mit Graukarte) und meist auch eine Studioblitzanlage mit Polarisationsfiltern. Meist kommen hier die schärfsten Filme bzw. die niedrigste Empfindlichkeitseinstellung bei einer hochauflösenden Digitalkamera zum Einsatz.
Sollen die (Farb-)Fotos später gedruckt werden, ist eine Farbtafel, die mit fotografiert wird, sehr von Vorteil.
Bei Vorlagen, welche ein A2-Format nicht überschreiten, empfiehlt sich die Verwendung eines Reprostativs, welches das Objekt von oben ablichtet. Reproständer bzw. Reprostative gibt es in zwei Varianten:
Meist wird der Fotograf einen Winkel- oder Lichtschachtsucher verwenden. Für ermüdungsfreies Arbeiten hilft ein Autofokus bei der Scharfstellung.
Allgemein gilt bei jeder zu reproduzierenden zweidimensonalen Vorlage, dass
In der Regel sind zu reproduzierende Bilder rechteckig (ansonsten "denkt" man sich ein das Objekt umspannende Rechteck), so dass der Bildmittelpunkt einfach durch den Schnittpunkt der Diagonalen des Bildes beschrieben wird. Hierzu reicht beispielsweise das Spannen zweier Bindfäden von den sich diagonal gegenüber befindlichen Ecken des Objekts her.
Ist die Bildmitte ermittelt, hält man an diese Stelle einen kleinen Spiegel (Taschenspiegel). Nun richtet man die Kamera so aus, dass sich das Objektiv darin kreisrund mit seiner Frontlinse spiegelt, wenn man durch den Spiegelreflex-Sucher schaut. In diesem Fall sind sowohl Bild- als auch Filmebene parallel.
Insbesondere bei Büchern wellt oder wölbt sich das Papier, so dass sich nur ein Teil der Buchseite in der Schärfeebene befindet; Abhilfe schaffen kann eine Glasplatte:
Einen Königsweg gibt es hierbei nicht; für jede Aufnahmesituation muß die jeweils am besten passende Lösung gefunden werden.
Soll ein Bild mit Kunstlicht (typischerweise einer Studioblitzanlage) aufgenommen werden, so braucht man mindestens zwei Lichtquellen gleicher Leuchtstärke, die jeweils an beiden Seiten des Objekts im 45°-Winkel positioniert werden. Besser sind vier, also an jeder Ecke eine.
Bei reflektierenden Oberflächen wie einem Ölgemälde müssen die Lichtquellen mit Polfiltern versehen werden, wobei darauf zu achten ist, dass diese abwechselnd horizontal und vertikal ausgerichtet sein müssen.
Steht keine Studioblitzanlage und dergleichen zur Verfügung, muss man bei reflektierenden Oberflächen (Ölgemälden) darauf achten, dass keine direkte Lichtquelle auf das Objekt strahlt.
Ein bewährter Trick ist das Fotografieren im Gegenlicht an einer im Schatten liegenden Wand in einem hellen Raum. Die Fenster sollten direktes Sonnenlicht hineinlassen, aber mit weißen Vorhängen oder Laken verhängt sein. Diese natürlichen Lichtquellen dürfen sich aber nicht in zu großer Nähe zur optischen Achse oder gar im endgültigen Bild selber befinden.
Hierbei empfiehlt sich der Einsatz einer Streulichtblende und eines kontrastreichen Films.
Reprostative (ohne Leuchtmittel und Lampen):
Reproständer mit Buchstütze:
Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, in der Fassung vom 10. Juli 2004 und wurde zuletzt am 21. August 2007 aktualisiert. Der Originalbeitrag steht unter der GNU Free Documentation License (Artikel | Bearbeiten | Diskussion | Backlinks | Drucken).
Shiften
Das Unternehmen Softtech bietet speziell für Architekten, Bauherren und Handwerker ein Bundle aus dem CAD-Programm Spirit, einer Bildentzerrungs-Software und der Digitalkamera Kodak DC 5000 an.
Die Software Spirit beinhaltet alle Funktionen, die ein modernes Architekturbüro heute für das rechnergestützte Zeichnen, Konstruieren und Visualisieren benötigt. Da Pixel- und CAD-Daten zusammen ausgegeben werden können, bietet Spirit eine ideale Voraussetzung für das Einbinden digitaler Fotos in den Planungsprozess.
Die im Paket enthaltene Bildentzerrungs-Software erlaubt das berührungslose zweidimensionale Fassadenaufmaß. Die Fassaden müssen lediglich fotografiert werden. Mit Hilfe von Passpunkten werden perspektivische Bildverzerrungen herausgerechnet. Auf der Grundlage der so entzerrten Fotos lassen sich anschließend in Spirit maßstabsgetreue Gebäudeansichten erstellen.
Bei der Stereofotografie verwendet man stereoskopische Techniken, um Fotografien zu erstellen, die bei der binokularen Betrachtung eine räumliche Tiefenwirkung besitzen.
Meistens werden spezielle Stereokameras verwendet, die gleichzeitig die beiden stereoskopischen Halbbilder aufnehmen. Diese Kameras besitzen zwei oder mehr nebeneinander angebrachte Objektive, und eine synchronisierte Belichtungssteuerung sowie Schärfeneinstellung.
Es existieren jedoch auch spezielle Objektiv-Vorsätze, die die Verwendung eines herkömmlichen Fotoapparates ermöglichen. Weiterhin können zwei Fotoapparate, die nebeneinander angeordnet sind, und einen synchronisierten Auslöser besitzen, verwendet werden.
Bei der Fotografie von Stillleben ist eine Kamera ausreichend, wenn die beiden Aufnahmen nacheinander mit einem leichten seitlichen Versatz gemacht werden.
Der Abstand zwischen den Aufnahmen wird als Basis bezeichnet und kann diverse Effekte hervorrufen.
Zur Jahrhundertwende (um 1900) sowie in den 1950ern erlebte die Stereo-Fotografie einen Boom, aufgrund des höheren technischen Aufwands hat sie sich jedoch nie dauerhaft durchgesetzt. Heute erlebt sie wieder eine leichte Renaissance, die der Einführung der Digitalkamera mit ihrem großartigen Lern- und Übepotenzial zu verdanken ist.
Sollte sich die Erkenntnis, dass man Stereobilder ohne Hilfmittel betrachten kann, weiter verbreiten, könnte es einen regelrechten Boom in der Stereo-Fotografie geben. <!-- Das war schon Wunschdenken in den 1950er-Jahren -->
Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, in der Fassung vom 10. Juli 2004. Der Originalbeitrag steht unter der GNU Free Documentation License (Artikel | Versionen/Autoren | Bearbeiten | Diskussion | Backlinks | Drucken.
Die Hauptanwendungsgebiete der Thermografie liegen in der Haustechnik, der Bauphysik und der Wärmedämmung von Gebäuden, man braucht sie aber auch im Umweltschutz, der Fernerkundung, in der Elektrotechnik und in Forschung und Industrie.
Alle festen Oberflächen strahlen Licht ab, wenn Sie eine Temperatur haben, je wärmer sie dabei sind, desto heller sind sie. Wenn die Temperatur etwa 500 °C übersteigt, kann man das Leuchten mit eigenen Augen als Glühen sehen.
Bei Umgebungstemperatur leuchten alle festen Körper im tiefen Infrarot. Dieses langwellige Infrarotlicht "sieht" jede Thermografiekamera. Weil die Helligkeit des IR-Lichts sehr stark von der Temperatur abhängt, kann man damit die Oberflächentemperatur aus der Ferne messen.
Die Thermografie ist zu unterscheiden von der Infrarotfotografie; Infrarotfilm zeichnet nichts auf, was mit Temperatur zu tun hat; bei Umgebungstemperatur wird das Infrarotlicht mit maximaler Intensität bei 10 µm abgestrahlt, ein IR-Film sieht aber IR-Licht bei der zehnfach kürzeren Wellenlänge von 1 µm. Erst ab etwa 300 - 400 °C funktioniert die herkömmliche Infrarotfotografie.
Für die Thermografie werden spezielle Kameras eingesetzt, sog. Scanner- oder Wärmebildkameras. Eine Wärmebildkamera nach dem Scannerprinzip ist ein Gerät, daß das Thermogramm mittels eines einzigen Sensors erzeugt. Dazu wird das Bildmotiv mit zwei Schwenkspiegeln horizontal und vertikal abgetastet, entsteht also mechanisch.
Daneben gibt es auch noch die Echtzeit-Thermografie; darunter versteht man Wärmebildaufnahmen in der normalen Videofrequenz, also mit 25 Bildern pro Sekunde. Das erreicht man mit Kameras, die spezielle Flächensensoren für das thermische IR benutzen.
Tilten: Schärfedehnung nach Scheimpflug.
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Technik der Unterwasserfotografie.
Allgemeine Informationen zur Praxis der Unterwasserfotografie finden sich im entsprechenden Artikel in der Rubrik Themenfotografie.
Der Einstieg in die Unterwasserfotografie ist für den schnorchelnden Fotoamateur unproblematisch und preiswert; es gibt unterwassertaugliche Wegwerfkameras, die bis etwa fünf Meter Tauchtiefe verwendet werden können.
Für viele gängige Fotoapparate werden von Zubehöranbietern wie Ewa-Marine spezielle Unterwassergehäuse angeboten; die einfachen und preiswerten Modelle (Kosten um 150,- Euro) sind geeignet für Tauchtiefen bis etwa 10 Meter; das klingt zwar nicht nach besonders viel, Gerätetaucher mit dem einfachen Scuba Diver-Zertifikat dürfen jedoch ohnehin nur bis 12 Meter Tiefe tauchen, Inhaber des Open Water Diver-Zertifikats allerdings bereits bis zu 18 Meter. Die einfachen Unterwassergehäuse sind hier also schon nur noch eingeschränkt geeignet.
Für höherwertige Fotoausrüstungen (Spiegelreflexkameras mit aufgesetztem Elektronenblitzgerät gibt es ausgefeiltere Unterwassergehäuse, die jedoch bereits deutlich teurer sind (Modellabhängig ab etwa 400 Euro). Mit solchen Ausrüstungen können theoretisch Tauchtiefen zwischen 50 und 80 Metern erreicht werden, allerdings sind diese Produkte nicht mehr im normalen Fotoeinzelhandel erhältlich, sondern müssen meist über Spezialversender oder auf Messen geordert werden; entsprechende Lieferzeiten von mindestens vier Wochen sollten also berücksichtigt werden.
1988 führte die DSAT den RDP ein, der empfohlene maximale Tauchtiefen für Sporttaucher definiert; als Maximalgrenze wird hier eine Tiefe von 42 Metern festgelegt, die niemals überschritten werden sollte; für Wiederholungs-Tauchgänge sollte die Tauchtiefe auf maximal 30 Meter begrenzt werden. Da jenseits von 40 Metern also ohnehin die Grenze des Amateur-Gerätetauchens liegt, kann man sagen, das praktisch in allen erreichbaren Unterwasser-Regionen fotografiert werden kann.
Exemplarische Orientierung für maximale Tauchtiefen mit einfachen Unterwassergehäusen (bezogen auf die handelüblichen Produkte von Ewa-Marine aus Spezialfolie; für die Produkte anderer Hersteller können andere Maximalgrenzen gelten):
Die Unterwassergehäuse werden bei Überschreitung der maximalen Tiefen nicht unbedingt undicht, aufgrund des zunehmenden Wasserdrucks wird die die Bedienung jedoch beeinträchtigt, da die Spezialfolie immer enger an den Fotoapparat gepresst wird; auf 10 Meter Tauchtiefe verdoppelt sicht der Druck auf 2 bar, bei 20 Metern verdreifacht er sich auf 3 bar usw. Für Tauchtiefen über ca. 15 Meter sollte man also starre, d.h. druckdichte Unterwassergehäuse bevorzugen.
Bei allen Unterwasserkameras entstehen dem Fotografen dieselben Probleme, die fotografierende Brillenträger schon immer zu bewältigen hatten: Der direkte Einblick in den Sucher wird durch die Tauchmaske verhindert; daher empfiehlt sich eine Kamera mit Sportsucher (z.B. Nikon F5) oder High-Eyepoint-Sucher (z.B. Minolta Dynax 9).
Die Fotoindustrie bietet eine begrenzte, aber langjährig bewährte Auswahl an speziellen Allwetter- oder Unterwasserkameras an, die i.d.R. bis zu einer Tauchtiefe von 50 Metern genutzt werden können.
Die bekanntesten handelsüblichen Unterwaserkameras fertigt Nikon mit der Nikonos-Modellreihe; dabei handelt es sich um speziell abgedichtete Kleinbild-Sucherkameras. Das einzige wasserdichte Modell mit Autofokus, die Nikonos RS, wurde bis 1998 hergestellt.
Nikon fertigt auch als einziger Hersteller amphibische Blitzgeräte (Modelle SB-104 und SB-105).
Ein weiterer Anbieter von Unterwasserkameras ist SeaLife mit der Reefmaster-Modellreihe, in der auch wasserdichte Digitalkameras wie die SL 121 Reefmaster DC200 Digital mit einem umfangreichen Zubehörsortiment angeboten werden; die Auflösung dieser Kamera von 1,3 Megapixeln ist jedoch so gering, dass sie kaum als ernsthafte Alternative für den engagierten Fotoamateur betrachtet werden kann.
Aufgrund der Absorption des Lichts und der langwelligen Anteile des elektromagnetischen Wellenspektrums, d.h. der roten Farbanteile, tritt ab etwa drei Meter Wassertiefe eine zunehmende Verblauung bei gleichzeitiger Verringerung des Kontrastes ein. Theoretisch könnte man dem mit Filtern entgegenwirken, da die Lichtstärke unter Wasser jedoch auch zurückgeht, wird der zusätzliche Verlust etwa einer Blende durch entsprechende starken Rotfilter wie KR3 i.d.R. unerwünscht sein.
Man sollte daher möglichst eine künstliche Lichtquelle zur Verfügung haben; dies kann ein in die Kamera eingebautes Blitzgerät sein – wenn dieses nicht durch das Unterwassergehäuse abgeschattet wird – oder beispielsweise eine akkubetriebene Videoleuchte bzw. notfalls auch eine Halogenlampen, die auch unabhängig vom Fotoapparat bewegt werden kann. Unterwasserlampen gehören ohnehin zur Taucherausrüstung, sollten also meistens verfügbar sein, haben jedoch eine schwer kalkulierbare Farbtemperatur, können also zu den wildesten Farbstichen führen.
Eine Alternative bei Kleinbildkameras ist die Verwendung spezieller Unterwasserfilme, die stärker für die Rotanteile sensibilisiert, also nicht orthochromatisch bzw. panchromatisch eingestellt sind. Bei höherwertigen, individuell konfigurierbaren Digitalkameras kann man auch versuchen, durch Modifizieren des Weissabgleichs eine Verblauung zu verhindern, beispielsweise ducrh Weissabgleich unter Wasser auf einen weissen Bootskiel. Bei der Kombination eines benutzerdefinierten Weissabgleichs mit einem Elektronenblitzgerät können dann allerdings wieder Farbverschiebungen auftreten.
Für Anfänger in der Unterwasserfotografie wird meist zu einem mittleren Weitwinkelobjektiv (etwa 35 mm Brennweite bei Kleinbild) geraten, da dies über eine reltiv hohe Tiefenschärfe bei gleichzeitig noch geringer Verzerrung verfügt. Die Aufnahmeentfernungen zum Motiv sollten zwischen 0,5 und 2 Metern liegen.
Zum Trockenhalten des Inneren der Kamera vor Kondenswasser wird häufig das Trockenmittel Silicagel (Kieselgel) verwendet.
Eine ältere Fassung dieses Artikels wurde am 6. Juli 2004 in der Wikipedia veröffentlicht. Zur älteren Artikelversion, die unter den Bedingungen der GNU FDL lizenziert wurde.
Silicagel (auch: Kieselgel) ist ein poröse Form von Siliziumdioxid, amorphe Kieselsäure in festem Zustand, mit großer innerer Oberfläche; es wird verwendet als Filter- und Adsorptionsmaterial (Trockenmittel), da es stark hygroskopisch (wasseranziehend) wirkt.
Kieselgel selbst ist farblos, die blaue Färbung entsteht durch Beifügung eines Indikatormittels; dazu wird meist Kobaltchlorid (CoCl2) verwendet. Wenn das Silicagel Wasser gebunden hat, verfärbt sich auch das Indikatormittel blaßrosa bis weißlich; dabei entsteht Kobaltchloridhexahydrat (CoCl2/6H2O). Das Silicagel verliert dabei seine Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen, kann jedoch regeneriert werden.
Silicagel wird zum Trocknen von feuchten chemischen Verbindungen und zur Stofftrennung in der Chromatographie eingesetzt.
In den 1930er Jahren gab es Versuche bei Zeppelin Silicagel zum Auftriebsausgleich zu verwenden. Die aufgenommene Feuchtigkeit sollte den Gewichtsverlust des verbrauchten Kraftstoffs ausgleichen.
Mit Silicagel gefüllte kleine Papiertütchen oder Kissen liegen vielen feuchtigkeitsempfindlichen Warensendungen bei (z. B. elektronischen Geräten und Nori-Algen für die japanische Küche), um deren Inhalt beim Versand trocken zu halten und die Bildung von Kondensations-Feuchtigkeit bei der Verbringung von warmen in kalte Umgebungen zu verhindern.
Auch in feuchtigkeitsempfindlichen elektronischen Gerätschaften sind sie oft zu finden; beispielsweise werden Tütchen mit Silicagel in der Unterwasserfotografie genutzt, um das Innere der Kamera trockenzuhalten.
In Alkoholteströhrchen wird das Silicagel mit Chromschwefelsäure getränkt, der vorbeiziehende Alkoholdampf reduziert das Dichromat zu grünen Chromverbindungen. Anhand der Stärke und Ausdehnung der Verfärbung lässt sich der Grad der Alkoholisierung abschätzen.
Eine ganz neue Idee ist die Verwendung als Wärmespeicher. Silicagel hat die Eigenschaft bei der Adsorbtion, der Aufnahme von Wasser, Wärme abzugeben und bei der Desorption, der Trocknung, Wärme aufzunehmen. Dieser Prozeß funktioniert als Chemische Wärmepumpe und kann beliebig oft wiederholt werden. Die Wärmekapazität ist mit 400 kWh/m³ etwa 7 mal so groß wie bei Wasser (etwa 60 kWh/m³). Zur Zeit wird Wasser als Wärmespeicher in Heizungsanlagen verwendet erste Versuche dies durch Silicagele zu ersetzen laufen bereits.
Kieselgel ist im Chemiehandel sowie im Versand zu beziehen. Kleinstmengen sind extrem teuer (ca. 1,50 Euro pro 5-Gramm-Tütchen), in größeren Verpackungen ist es billiger (ca. 2 Euro pro 100 Gramm), jedoch muss man das Silicagel dann selbst in geeignete Kissen oder Tütchen abfüllen.
Silicagel bleibt auch im erschöpften Zustand rieselfähig und formbeständig; es kann – eingebracht in metallischem Siebgitter oder einem Backblech – bei Bedarf zum Beispiel im Backofen bei etwa 120 bis 150 °C eigenhändig wieder getrocknet werden.
Befindet sich das Silicagel in permeablen Kunststoffverpackungen, beispielsweise aus Tyvek, darf die Trocknung bei maximal ca. 80 °C erfolgen. Der Mikrowellenherd ist zum Trocknen grundsätzlich nicht geeignet.
Abbildung: Regeneriertes Silicagel mit Indikatormittel nach ca. 15 Minuten Trocknung im Backofen bei 120 °C.
Die Sektion Themenfotografie beschäftigt sich mit der fotografischen Praxis ("Anwendung"). Aus der Erfahrung mit Fotoequipment u.a. ergeben sich Anwendungen der Fototechnik, die fotografische Praxis.
Sie ist konzeptionell abzugrenzen von den Sektionen Technik (Fakten, Daten, Fototechnik), Erfahrung (unsere individuellen Erfahrungen mit Fotoequipment u.a.) und Meinung (subjektive Positionen). Siehe auch Konzept.
Als Aktfotografie bezeichnet man ein fotografisches Genre der künstlerischen Fotografie, dessen Thema die Darstellung des nackten (Vollakt) oder teilweise nackten (Halbakt) menschlichen Körpers ist. Die Bestimmung des ästhetischen Wertes einer Aktfotografie und die Abgrenzung der Aktfotografie von der erotischen Fotografie ist intersubjektiv nur schwer zu leisten, darüber hinaus gibt es zahlreiche Überschneidungen mit der Pornografie; Aktfotografie und erotische Fotografie stehen immer im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit, Ästhetik, Kitsch, Provokation und dem Verstoß gegen "die guten Sitten" oder die Sexualmoral.
Ob es sich bei einem Bild um Kunst oder Kitsch handelt liegt immer im Auge des Betrachters. Eine (ebenfalls subjektive) Definition von Günter Rinnhofer: Ein Aktfoto ist dann gut wenn das Model es beim Geburtstag der Großmutter am Kaffeetisch rumzeigt und die Anwesenden es gut finden Andere Definitionen sind weitaus kontroverser, so ging es Horst Werner immer um die Provokation, um das Hervorrufen von Emotionen. Ihm war Abscheu oder Verstörung (z.B. Akt auf einem Friedhof, Akte von Behinderten) lieber als Gleichgültigkeit. Auch das Zeigen primärer Geschlechtsmerkmale ist mittlerweile nicht mehr völlig tabu. Im Gegensatz zur Pornographie verfolgt die Aktfotografie nicht das Ziel den Betrachter zu erregen. Das schließt natürlich nicht aus, dass sie dennoch in dieser Absicht konsumiert wird.
Die Aktfotografie gilt, neben der Porträtfotografie, als hohe Schule der Fotografie; neben technischen Fertigkeiten und einem gekonnten Umgang mit dem Licht als Gestaltungsmittel muss der Aktfotograf auch kommunikative Fähigkeiten mitbringen und eine positive Beziehung zu seinem Modell aufbauen können. Üblicherweise wird zwischen Fotograf und Model ein Modelvertrag abgeschlossen, in dem neben Honorar Veröffentlichungsrechte und Anderes geregelt werden.
Aktfotografie bietet drei grundlegende Darstellungsformen des Aktes: Den "klassischen" Vollakt (einfacher Hintergrund, Vollakt, Modell ist vollständig nackt), die Darstellung von Detailansichten (Details des Körpers, abstrahierend und anonymisierend, Betonung auf Formen und Strukturen, Nahaufnahme), sowie den Halbakt (Modell ist teilweise bekleidet oder teilweise durch Accessoires verhüllt).
Neben diesen drei Grundformen hat sich die Aktfotografie in zahlreiche Sub-Genres oder Sujets mit verschiedenen, teilweise spezifischen, Techniken aufgefächert. Dazu gehören beispielsweise:
Der Akt ist ein klassisches Motiv in der bildenden Kunst; bereits die frühen Hochkulturen (Sumer, Ägypten, Kreta, Indien u.a.) kennen Aktdarstellungen. Die Entwicklung lässt sich weiter verfolgen über die griechische Plastik, mit Einschränkungen auch durch die Kunst des Mittelalters bis in die europäische Kunst der Neuzeit. Seit der Renaissance gehört das Studum des menschlichen Körpers zur Ausbildung an Kunstakademien.
Seit etwa 1847 ist die Aktdarstellung auch Gegenstand der Fotografie; die damaligen Daguerreotypien wurden häufig entsprechend dem Zeitgeschmack handkoloriert. Zu den ersten Aktfotografen zählen beispielsweise Philippe Derussy, E. Delacroix, Eugène Durieu und B. Braquehais. Zu den Modellen zählten neben Professionellen auch Prostituierte; neben künstlerischen Aktfotografien wurden auch "pikante" Aktbilder angefertigt, die den Widerwillen von Moral- und Gesetzeshütern erregten.
Die Grenzen zwischen Aktfotografie, erotischer Fotografie und Pornografie sind fließend, den subjektiven Moralvorstellungen des Einzelnen und den jeweils allgemein gültigen kulturellen Vorstellungen von "guten Sitten" unterworfen. Eine Darstellung wird heute nach deutschem Recht als pornographisch bezeichnet, wenn sie unter Hintenansetzen sonstiger menschlicher Bezüge sexuelle Vorgänge in grob aufdringlicher, anreißerischer Weise in den Vordergrund rückt, und wenn ihre objektive Gesamttendenz ausschließlich oder überwiegend zur Aufreizung des Sexualtriebs abzielt (Stefen, 1989). Das deutsche Strafgesetzbuch (StGB) beinhaltet ein Totalverbot bestimmter pornographischer Schriften, die als sozialschädlich eingestuft werden (§ 184 Abs. 3).
Andererseits schützt das deutsche Grundgesetz explizit die Kunst: Die Kunst ist frei; die Freiheit der Kunst ist in Art. 5 Abs. 3 GG ohne Vorbehalt gewährleistet. Der Kunstbegriff ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nicht auf ein bestimmtes Niveau und daher auch nicht auf "wertvolle" oder gar klassische Kunst beschränkt (Beschluss vom 3. Juni 1987, Az: 1 BvR 313/85, BVerfGE 75, 369). Die Abwägung zwischen Kunstschutz und anderen durch die Verfassung geschützten Rechtsgütern, beispielsweise Jugendschutz, beschäftigt regelmäßig die Gerichte, so beispielsweise im Juni 1990 im Fall Opus Pistorum.
Der Jugendschutz bildet ein besonderes Problemfeld, da das Verbot einer Vorzensur ein komplexes Indizierungsverfahren so genannter jugendgefährdender Medien notwendig macht.
Am besten geeignet für konventionelle Aktfotograf sind leichte Teleobjektive im Bereich zwischen etwa 85 und 135 mm.
Softfokusobjektive, die mit einem einstellbaren Softeffekt arbeiten, können als qualitativ höherwertige Alternative zu Weichzeichner-Filtern oder der berühmten Vaseline auf dem UV-Filter eingesetzt werden.
Auch Makroobjektive sind geeignet, um Details hervorzuheben oder Formen und Strukturen zu betonen
Weitwinkelobjektive verzerren die perspektivische Darstellung, ermöglichen jedoch interessante Experimente. Im klassischen Sinne "schön" sind solche Bilder selten, spannend jedoch meistens.
Geeignete Locations sind beispielsweise:
Wichtig ist nach meiner Erfahrung eigentlich nur, dass sich zum einen das Modell wohl fühlt und Anwohner oder Passanten die Fotosession nicht als Belästigung empfinden. Grundsätzlich sehr vorsichtig sollte man natürlich bei Friedhöfen, Kirchen und (verlassenen) Klöstern und in fremden Ländern sein; einerseits bieten sich solche Locations geradezu für provokative Bilder an, andererseits sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass niemand alleine lebt auf der Erde. Ich will hier allerdings weder eine Empfehlung abgeben noch den moralischen Zeigefinger heben.
Requisitenvorschläge:
Ein seriöser Versandhändler für erotische Requisiten ist Adultshop.de:
Checkliste für eine gelungene Session:
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| Vergütung nach Veröffentlichung: Dem Modell stehen ___% der Nettoeinnahmen zu. |
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_______________ | _______________ |
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Die Architekturfotografie beschäftigt sich mit der fotografischen Abbildung von Architektur. In der Entwurfs- und Planungsphase umfasst dies die Fotografie von Modellen zur Darstellung des geplanten Bauvorhabens. In der Ausführungsphase wird der Entstehungsprozess eines Bauwerks auf der Baustelle dokumentiert. Nach der Fertigstellung wird das Bauwerk in seinem aktuellen Zustand dokumentiert.
Architekturfotografie steht in einer engen Beziehung zu den Genres der Sachfotografie, Industriefotografie und Landschaftsfotografie.
Die Sichtweise der Architekturfotografie ist traditionell von der Zeichnung abgeleitet. Die dabei angewandete Zentralperspektive geht dabei zumeist vom Standpunkt eines menschlichen Beobachters, der sich in der Umgebung des Bauwerkes bewegt oder einer erhöhte Position (Vogelperspektive) aus.
Die Umsetzung der Sichtweise der Planzeichnung in die fotografische Abbildung stößt auf einige Probleme:
Neben der künstlerisch-dokumentarischen Abbildung von Bauwerken kommt dem Einsatz fotografischer Methoden bei der Vermessung Bedeutung bei. Insbesondere ist durch stereoskopischen Aufnahmen eine räumliche Vermessung möglich.
Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, in der Fassung vom 10. Juli 2004 und wurde zuletzt am 26. März 2008 aktualisiert. Der Originalbeitrag steht unter der GNU Free Documentation License (Artikel | Bearbeiten | Diskussion | Versionen/Autoren | Backlinks | Drucken).
Die Astrofotografie umfasst jene Methoden der Fotografie, mit denen die Himmelskörper des sichtbaren Universums abgebildet und dauerhaft auf verschiedenen Medien (fotografisch oder elektronisch) gepeichert werden.
Mit ihrer Hilfe kann man auch Objekte darstellen, die zu lichtschwach für visuelle Beobachtung sind. Fotografische Filme oder Bildsensoren haben im Gegensatz zum Auge die Eigenschaft, die Wirkung des Lichts während langer Belichtungszeiten sammeln zu können. Die Objekte der Astrofotografie reichen von den Körpern des Sonnensystems über Objekte in unserer Milchstraße (Sterne, Sternhaufen, Nebel) bis zu Galaxien und Galaxienhaufen.
Die Spezialkameras der Astronomie werden Astrografen genannt. Sie ermöglichen es, auf Fotoplatten große Felder des Sternhimmels zu erfassen und
Über eines der weltweit größten Fotoplatten-Archive verfügt die von Cuno Hoffmeister gegründete Sternwarte in Sonneberg. Es umfasst über 277.000 Himmelsaufnahmen, die das astronomische Geschehen im Bereich der nördlichen Milchstraße über nahezu 70 Jahre dokumentieren und auf denen bisher mehr als 11.000 veränderliche Sterne entdeckt wurden.
1948 wurde auf dem Mount Palomar die 48-Zoll-Schmidt-Kamera (heute Oschin Telescope genannt) in Betrieb genommen. Mit diesem Gerät wurde der POSS (Palomar Sky Survey) durchgeführt, die wohl wichtigste Himmelsdurchmusterung des 20. Jahrhunderts.
Das Archiv des Harvard-College-Observatoriums umfasst über 500.000 astrofotografische Platten aus der Zeit von 1885 bis 1989. 1965 begann dort mit dem Harvard Sky Patrol Program ein Vorhaben, für das Sonneberg das Vorbild darstellte: eine möglichst lückenlose Dokumentation der Veränderungen am Sternhimmel. Für diesen Zweck wurden sechs eigens hierfür konstruierte Astrografen (nach dem Sponsor „Damon-Cameras“ genannt) eingesetzt, die auf 20x25-cm-Platten 30x40° Gesichtsfeld in drei definierten Farben erfassten. Das Ziel war, über Jahrzehnte hinweg einheitliche und damit vergleichbare Aufnahmen zu gewinnen und zu archivieren. Dieses Programm wurde im Jahr 1989 abgebrochen.
Die Astrofotografie stellt hohe Anforderungen an die Optik sowie (angesichts der im Allgemeinen langen Belichtungszeiten) an den Teleskopantrieb. Werden diese erfüllt – heute meist mit elektronischer Steuerung – so lassen sich lang belichtete Aufnahmen extrem lichtschwacher Objekte, wie ferne Galaxien oder feine Gasnebel, gewinnen. fast alle dieser Objekte wären ohne die Astrofotografie unsichtbar, da sie zu schwach leuchten um von unserem Auge wahrgenommen zu werden.
Bereits Monate vor der Veröffentlichung seines fotografischen Verfahrens (1838) soll Louis Daguerre eine Aufnahme vom Mond gemacht haben – dies wäre die erste Astrofotografie der Welt. 1840 fotografierte John William Draper den Mond, 1843 nahm er das erste Spektrogramm der Sonne auf. Im April 1845 gelang Leon Foucault und Armand Fizeau das erste Sonnenfoto; auf ihrer Daguerreotypie mit 12 cm Durchmesser waren Sonnenflecken klar erkennbar.
1850 wurde am Harvard College Observatory von John Adams Whipple erstmals ein Fixstern – die Vega – aufgenommen; die Montierung des verwendeten Teleskops war jedoch für die Belichtungszeit von 100 Sekunden nicht präzise genug. Nach Verbesserungen gelang 1857 eine gute Aufnahme des Doppelsternsystems Alkor und Mizar – nunmehr mittels Kollodiumplatte – die sich zu einer präzisen Bestimmung der relativen Positionen nutzen ließ. Bei der Sonnenfinsternis im Juli 1860 konnte mittels fotografischer Aufnahmen die Frage geklärt werden, ob Protuberanzen tatsächlich Sonnenausbrüche darstellen. 1872 konnte Henry Draper das erste Spektrum eines Fixsterns – wiederum war es die Vega – aufzeichnen. Pierre Janssen machte 1874 Fotos vom Venus-Durchgang; auf seinen Aufnahmen war erstmals die Granulation der Sonnenoberfläche zu erkennen. Am 22. Dezember 1891 fand Max Wolf als erster Astronom einen Kleinplaneten mit fotografischen Methoden.
1880 gelang Henry Draper erstmals eine Aufnahme (Bromsilber) von einem Gasnebel in der Milchstraße: es war der Orionnebel. 1884 folgte mit dem Andromedanebel (A. A. Common) die erste Galaxie; 15 Jahre später nahm Julius Scheiner in Potsdam das erste Spektrum dieses Objektes auf.
Mit der ständigen Verbesserung des Aufnahmematerials gewann der Gedanke an Boden, Himmelsatlanten mittels Astrofotografie zu erstellen. Damit würde man die Grenzhelligkeit, die etwa bei der Bonner Durchmusterung noch 9 bis 9,5 Größenklassen betragen hatte) erheblich steigern können. Das umfangreichste dieser Vorhaben war die Carte du Ciel unter der Führung des Observatoriums von Paris, das um 1880 begonnen, aber nicht zu Ende geführt wurde.
1905 nahm Edward Emerson Barnard auf dem Mount Wilson in Kalifornien (noch vor der Fertigstellung des 60-Zoll-Spiegels) 480 Fotos von Milchstraßenregionen auf, die unser Verständnis vom Aufbau der Milchstraße revolutionierten. Die Aufnahmen, die knapp 20 Jahre später mit dem 100-Zoll-Teleskop von den Außenbezirken des Andromedanebels gemacht wurden, revolutionierten dann unsere Vorstellung von der Struktur des Kosmos.
Durch die Verfügbarkeit immer größerer CCDs haben Fotoplatten (auch weil ihre Produktion ausläuft) in der Astronomie seit dem letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts keine praktische Bedeutung mehr.
In der Amateurastronomie werden neben analogen Spiegelreflexkameras auch digitale Kameras (meist auf CMOS-Basis), CCD-Kameras, spezielle Videokameras und häufig auch Webcams eingesetzt.
Astrofotografie ist bereits mit einer einfachen, ruhenden Kamera möglich. Damit bei derartigen Aufnahmen keine Strichspuraufnahmen entstehen, gilt – bei mittlerer Deklination – als Faustformel für die maximale Belichtungszeit (t) in Sekunden:
<tt>t = 420 / Objektivbrennweite</tt>
Die Amateurastrofotografie kann nahtlos in die Nachtfotografie übergehen, wenn Himmelsobjekte mit einem Hintergrund fotografiert werden, was ästhetisch sehr ansprechende Bilder liefern kann.
Die Fotografie der Sonne stellt einen Sonderfall der Astrophotographie dar, denn bei diesem Motiv hat man meistens zu viel Licht zur Verfügung. Man benötigt fast immer einen Filter. Ausnahmen sind:
Hierfür werden entweder mit Aluminium bedampfte Mylarfolien vor dem Objektiv angebracht oder es werden fotografische Filter mit der optischen Dichte ND5,0 oder ND6,0 (99,999 bzw 99,9999 % Absorption) verwendet. Da die letztgenannten Filter unsichtbare Infrarot- und UV-Strahlen nicht ausreichend unterdrücken, sollte man mit ihnen nur für kurze Zeit die Sonne beobachten, etwa zum Scharfstellen der Kamera oder zum Verfolgen der Sonne.
Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, in der Fassung vom 20. Juni 2004 und wurde zuletzt am 22. März 2008 aktualisiert. Der Originalbeitrag steht unter der GNU Free Documentation License (Artikel | Bearbeiten | Diskussion | Versionen/Autoren | Backlinks | Drucken).
Die Landschaftsfotografie setzt sich mit der Abbildung der belebten und unbelebten Umwelt des Menschen auseinander. Sie steht in einem engen Zusammenhang mit der Naturfotografie, der Architekturfotografie, aber auch der Stilllebenfotografie wenn sich die Betrachtungsräume beispielsweise den gestalteten Parks und Gärten annähern.
Ihre Pioniere, im 19. Jahrhundert Hermann Krone, im 20. Jahrhundert Ansel Adams, suchten die vom Menschen nicht beeinträchtigte Umwelt zum Mittelpunkt ihrer Arbeit zu machen. Ihr Ziel war die möglichst „naturgetreue“ Abbildung. Zumeist wurden große Bildformate in Fachkameras genutzt. Seit dieser Phase hat sich die Landschaftsfotgrafie in viele Richtungen entwickelt. Die menschliche Intervention in die Landschaft wurde als bestimmendes Element aufgegriffen. Beispielsweise zeigt Margherita Spiluttini großformatige Abbildungen der vom Menschen in die Umwelt gesetzten Steinbrüche und der vom Verkehr und der Wasserkraftnutzung überformten Alpen. Über den menschlichen Eingriff oder die Dokumentation von aktuellen Ereignissen lässt sich auch ein Bezug zur Reportagefotografie herstellten. Vom Krieg geschundene Welten, aber auch Umweltkatastrophen bieten weiten Raum für die fotografische Arbeit.
Während sich Spiluttini und viele andere Vertreter der Landschaftsfotografie der „exakten“ Abbildung widmen, verfremden manche zeitgenössische Fotografen wie der Finne Miklos Gaal reale Szenen mit den extremen Unschärfen, die durch die Verstellungen von Fachkameras möglich sind, zu surrealen Szenen, die an die Makroaufnahmen von Modelleisenbahnen erinnern. Darin könnte ein Aufgreifen der Ideen des beginnenden 20. Jahrhunderts gesehen werden, mit denen sich die Fotografie vom Zwang der exakten Abbildung befreite.
Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, in der Fassung vom 10. Juli 2004 und urde zuletzt am 2. März 2008 aktualisiert. Der Originalbeitrag steht unter der GNU Free Documentation License (Artikel | Bearbeiten | Diskussion | Versionen und Autoren | Backlinks | Drucken).
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Als Luftbildfotografie (auch Luftfotografie oder Aerofotografie, engl. aerial photography) wird ein fotografisches Genre bezeichnet, bei dem fotografische Abbildungen des Geländes aus der Vogelperspektive heraus angefertigt werden; man spricht dann von Luftbildern oder Luftaufnahmen. Die Branche, die sich mit dem Anfertigen von Luftbildern beschäftigt, wird auch als Luftbildwesen bezeichnet.
Thematisch verwandte Genres sind die Orbitalfotografie, die Astrofotografie und die Erstellung von Satellitenbildern.
Es gibt keine klare Definition, in welcher Höhe sich die Kamera mindestens befinden muss, ob ein bestimmter Bildwinkel oder Abstand zum Motiv eingehalten werden sollte, um eine Aufnahme als Lufbild klassifizieren zu können; die wohl entscheidenden Merkmale sind die Vogelperspektive, der relativ große Abstand zum abgebildeten Motiv und die damit verbundene Abbildung einer größeren Fläche.
Die Befliegung einer Landschaft erfolgt entweder, um Einzelaufnahmen bestimmter Objekte zu machen, oder um systematisch ein größeres Gebiet zu erfassen. In diesem Fall werden meist parallele Streifen mit 30-60% Überdeckung der Aufnahmen geflogen.
Die Bilder können als analoge oder digitale Aufnahmen angefertigt werden. Die Auswertung kann analog erfolgen (Einzelbildauswertung oder Stereofotogrammetrie) oder digital mit entsprechender Software. In diesem Fall sind analoge Bilder zuvor mit einem Scanner zu digitalisieren. Damit Luftbilder in einem GIS verwendet werden können, müssen sie zunächst auf jeden Fall entzerrt werden (Einzelbildentzerrung oder Erstellung eines Orthofotos aus zwei Bildern mit unterschiedlichen Blickwinkel).
Wichtige Einsatzgebiete der Luftbildfotografie sind:
Luftbilder werden seit der Erfindung des lenkbaren Luftschiffes und des Motorflugzeugs ab etwa 1900 angefertigt. 1915 wurde die ersten Reihenmeßkammern für Luftbildfotografie konstruiert.
Während die Luftbildfotografie von Anfang an im militärischen Bereich Verwendung fand, interessierten sich ab etwa 1920 auch Naturwissenschaftler für die neue Technik.
Die Luftbildfotografie ist heute eine wesentliche Grundlage zur Erstellung von Karten. Hierzu werden Aufnahmen in Lotrichtung verwendet.
Bekannt und populär wurden Luftaufnahmen in den vergangenen Jahren vor allem durch die Arbeiten von Yann Arthus-Bertrand (Bildband »Die Erde von oben«).

Abbildung: Luftbildfoto der Sahara. Fotografie von Agon S. Buchholz, 21. September 2003 - mit Minolta Dimage 7Hi.

Abbildung: Luftbildfoto aus dem Balkan. Fotografie von Agon S. Buchholz, 21. September 2003 - mit Nikon Coolpix E-995.

Abbildung: Luftbildfoto von Berlin. Aufnahme von einem Landeanflug auf Flughafen Tegel (TXL) - Fotografie von Agon S. Buchholz, 21. September 2003 - mit Minolta Dynax 9.
Dieser Artikel wurde am 12. Dezember 2003 in der Wikipedia veröffentlicht; vgl. Versionen; zum GFDL-lizenzierten Artikel.
Zur Technik der Luftbildfotografie:
Bildbände mit Luftbildfotografien:
Als Nachtfotografie wird ein Bereich der Themenfotografie bezeichnet, bei dem fotografische Aufnahmen bei speziellen Lichtverhältnissen – in der Dämmerung, bei Anbruch der Nachtstimmung sowie in Form von Langzeitbelichtungen in der Nacht unter Verwendung von Belichtungszeiten von einigen Sekunden bis Minuten durchgeführt werden. Die bevorzugten Motive sind Architektur, Stadtansichten oder Landschaften.
Eine Variante der Nachtfotografie ist die Available-Light-Fotografie, in der vergleichsweise kurze Belichtungszeiten verwendet und bewegliche Objekte fotografiert werden, deren gestalterisches Ziel jedoch auch das Einfangen bestimmter Lichtstimmungen ist. Verwandte fotografische Genres sind die Astro- und die Landschaftsfotografie, in denen ähnliche Arbeitstechniken und Bildgestaltungen verwendet werden.
In Nachtfotografien treten aufgrund der relativ langen Belichtungen (einige Sekunden bis Minuten) fotografische Effekte wie der Schwarzschildeffekt (in der analogen Fotografie) oder vermehrtes Rauschen (in der digitalen Fotografie) in Erscheinung.
Voraussetzung für Nachtfotografien ist ein Stativ; lichtstarke Wechselobjektive helfen bei der Bildgestaltung, da sie ein vergleichsweise helles Sucherbild ermöglichen. Hochempfindliche Filme können eingesetzt werden, um den Schwarzschildeffekt zu reduzieren, häufig wird jedoch mehr Wert auf die bessere Schärfe, geringere Körnigkeit und kräftigere Farbwiedergabe normalempfindlicher Filme gelegt. Eine besonders attraktive Zeit für Nachtfotografien ist die so genannte Blaue Stunde, also die Dämmerung.
Available-light-Fotos sind Aufnahmen in Innenräumen oder bei künstlicher Beleuchtung sowie bei Einbruch der Dämmerung, die das vorhandene Licht nutzen. Bevorzugte Motive sind Szenen, Personen oder reportageartige Bildserien. Sie werden i.d.R. aus der Hand oder unter Verwendung eines Einbeinstativs fotografiert. Relativ verwacklungsfreie Fotos können mit Hilfe von hoch- und höchstempfindliche Filmen sowie lichtstarken Objektiven erzielt werden.
Griechisches Dorf bei Nacht (Ägäis, Kykladen, Griechenland), 80er Jahre:

Langzeitbelichtung, Aufnahme mit Minolta 9000 - Fotografie von Agon S. Buchholz.
Stadtansicht - Gedächtniskirche bei Nacht (Breitscheidplatz, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin-Charlottenburg), ca. 1989:

Langzeitbelichtung, Aufnahme mit Minolta 9000 - Fotografie von Agon S. Buchholz.