Agons Fotobiographie: Fotografische Themen (ca. 1995 bis ca. 2000)

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1997 ergaben sich entscheidende Veränderungen in meinem Leben; ich begegnete nach einem halben Jahrzehnt einer Frau wieder, die meine Einstellung zu Menschen und zum Leben an sich veränderte: Constance. Fotografie ist für mich seitdem die Beschäftigung mit einem Individuum, mit einem denkenden und fühlenden Subjekt; mein Interesse daran, Menschen nur "schön" abzubilden, tendiert seitdem gegen Null. Viel interessanter erscheint es mir nun, durch das Bild zum Wesen des Fotografierten zu finden, den Kern und die Peripherie der Persönlichkeit zu visualisieren. Durch Constance begriff ich, warum ich in den Jahren zuvor so viel Abstand von der Fotografie gewonnen hatte. Vieles änderte sich in meinem Leben, und vor allem: Meine Lust, mein Bedürfnis zum Fotografieren war wieder erwacht, diesmal bedeutend ernsthafter und dauerhafter.

Durch die Fotografie lernte ich dann auch zufällig einen weiteren Menschen kennen, der eine grosse Bedeutung für mich erlangt hat: Konstanze. Den Rahmen bot ein Kurs zur Theaterfotografie; Konstanze sang die Micaela in Bizets "Carmen"; Konstanze fotografiert übrigens auch.

Ab 1997 besuchte ich verschiedene fotografische Kurse an den Berliner Volkshochschulen, darunter waren Kurse mit Winfried Mateyka und Oliver Scholten:

  • Theaterphotographie »Carmen« (Leitung: Winfried Mateyka, VHS Neukölln, Herbst 1997)
  • Labor Schwarzweiß-Fotografie (F320) (Leitung: Oliver Scholten, VHS Kreuzberg, Frühjahr 1998)
  • Labor Schwarzweiß-Fotografie (F371) - (Leitung: Oliver Scholten, VHS Kreuzberg, Frühjahr 1998)
  • Portrait- und Aktfotografie I und II (Leitung: Dr. Horst Werner, VHS Kreuzberg, 2000)

Meine Erfahrungen mit Fotografie an der Berliner VHS habe ich an anderer Stelle zusammengefasst.

Zeitgleich ergaben sich auch ein paar Veränderungen in meinem fotografischen Equipment:

  • Kurz zuvor hatte ich mir eine neue Kamera zugelegt, die Minolta 9xi,
  • mein Equipment um einen weiteren Blitz (Minolta 5400xi) ergänzt und neue Objektive waren hinzugekommen:
  • Sigma 1:3,5-4,5/18-35mm (ab 1997),
  • Sigma 1:2,8/28-70 mm,
  • Minolta 1:2,0/100mm.

Als ständigen Begleiter führte ich damals eine kompakte Point-and-Shoot Sucherkamera, die Yashica T5, mit mir.

Seitdem arbeite ich recht kontinuierlich an verschiedenen fotografischen Themen; beispielsweise beschäftige ich mich mit dem Berliner Stadtbild:

  • Impressionen aus Pankow (1997 ff.; Berlin-Pankow).
  • Schrottplatz (1998; Berlin-Wedding).
  • East Side Gallery (1998; Berlin-Friedrichshain)
  • Silberlaube, Freie Universität Berlin (1997 ff.; Berlin-Zehlendorf) u.a.

Das Projekt Auf Greenspuns Spuren ist seit dieser Zeit ebenfalls am entstehen; mehr dazu später.

Meine Leidenschaft gilt jedoch weiterhin den Menschen, den Individuen, denen ich mich als Fotograf und Mensch verpflichtet fühle.

  • Menschen (1987 ff.)
  • Portraits (1998 ff.)

Eine andere Beschäfitigung mit Menschen ermöglichten mir Kurse bei Dr. Horst Werner zur Portrait- und Aktfotografie. In den dazugehörigen Workshops entstanden einige interessante Arbeiten:

  • Akt-Workshop 1/2000 (Agons Galerie).
  • Akt-Workshop 2/2000 (Agons Galerie).
  • Akt-Workshop 3/2000 (Agons Galerie).
  • Akt-Workshop 4/2000 (Agons Galerie).

Quasi zwangsläufig erweiterte ich nach diesen Erfahrungen erneut meine Ausrüstung:

  • Eine gebraucht gekaufte, relativ preiswerte Studio-Blitzanlage (Nieber Profi-Flashlight SB-250) aus DDR-Produktion, bestehend aus zwei Blitzköpfen mit Reflektorschirmen (einen dritten Blitzkopf übernahm Steffen) sollte den grundstock für ein eigenes Fotostudio legen.
  • Ein ebenfalls gebraucht gekaufter Handbelichtungsmesser (Gossen Mastersix) diente der Belichtungsmesung jenseits von TTL-Beleichtungsmessung und Programmautomatik.

Die Tücken des Gebrauchtkaufs hielten mich jedoch davon ab, die Blitzanlage jemals ernsthaft auszuprobieren; zu vieles funktionierte an den Blitzköpfen entweder gar nicht nicht oder nur sporadisch. Und leider gelang es uns bisher nicht, die Blitzköpfe zu vertretbaren Preisen reparieren zu lassen.

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