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Italienisches Kulturministerium veröffentlicht 16 Gigapixel großes Digitalisat von Da Vincis "Abendmahl"
Das Unternehmen HAL9000 S.r.l. veröffentlichte im Auftrag des italienischen Kulturministeriums das angeblich größte Foto der Welt. Das in einer aufwändigen Prozedur erstellte Digitalisat zeigt da Vincis Meisterwerk "Das Abendmahl" (Il Cenacolo), das zwischen 1495 und 1497 entstand. Die gigantische Reproduktion weist die Abmessungen 172.181 x 93.611 Pixel auf, es besteht also aus insgesmat 16.118.035.591 Pixeln mit 16 Bit Farbtiefe. Die Dateigröße des Bildes beträgt stattliche 96 Gigabyte. Aufgenommen wurde das Risenfoto des 4,60 mal 8,80 Meter (4,20 mal 9,10 Meter) großen Freskos in 1.677 Einzelbildern; Verwendung fand eine Nikon D2Xs-Kamera in Verbindung mit einem AF-S Nikkor 600mm f/4D IF-ED II-Objektiv. Die 1.677 Einzelbilder mit einer Durchschnittsgröße von 73 Megabytes wurden anschließend am Computer zusammenmontiert, wobei rund 120 Gigabyte an Daten verarbeitet werden mussten. Eingesetzt wurde hierzu ein Computer mit zwei AMD Quad-Core Opteron-Prozessoren, 16 Gigabytes RAM und einem 2-Terabyte-Festplattenarray. Unter Leitung des Istituto Centrale per il Restauro del Ministero per i Beni e le Attività Culturali wurde die Nikon D2Xs auf einen Clauss Rodeon VR-Panoramakopf montiert und verschiedene Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um das Gemälde weder durch mechanische Einflüsse noch durch Emissionen der Lichtquelle zu beschädigen. Tatsächlich scheint diese erste offizielle Reproduktion von Il Cenacolo eine deutlich bessere Qualität auf als die bisher verfügbaren Digitalisate zu haben:
Abbildung: Leonardo da Vinci: Das Abendmahl, Digitalisat von The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei (Directmedia Publishing 2002). Das Digitalisat von HAL9000 S.r.l. scheint deutlich homogenere Farben und eine bessere Gesamtschärfe aufzuweisen - genau könnte man das aber erst in einer höheren Auflösung feststellen. Doch auch hier steck der Teufel im Detail; möchte man das Gemälde dann wirklich im Detail betrachten, liefern mir sämtliche installierten Browser nichts als: "Se non vedi qui abilita JS". Dienste wie Google Maps, Google Earth oder auch Stadtplandienst.de zeigen, wie man vernünftig mit Patchworks aus großen Bilddatenmengen umgehen kann. Abgesehen von den gar nicht übersetzten Fehlermeldungen gibt es die Website haltadefinizione.com in Italienisch, Englisch und Japanisch, nicht jedoch in deutscher Sprache. Il Cenacolo ist übrigens nicht der erste Versuch von HAL9000 S.r.l. mit hochauflösenden Digitalisaten; zuvor waren bereits
Auch diese Digitalisate zeigen unsere Browser leider nur in der Thumbail-Darstellung an. Netmarks
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