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BildmanipulationManipulationen an Fotos gab es bereits im analogen Zeitalter. Mit der digitalen Technik ist es jedoch viel einfacher, mal eben einen Pickel aus dem Gesicht oder ein Baby auf den Arm zu retuschieren. Auf der Suche nach einer Manipulation hilft ein erster Blick auf die Perspektiven der Personen und Objekte. Professionelle Bildforensiker nehmen sich jedes einzelne Pixel vor, so das Computermagazin c't in der Ausgabe 18/2008. Bildmanipulationen sind für viele ein großer Spaß - in der journalistischen Berichterstattung aber eine Bedrohung der Glaubwürdigkeit. Wer herausfinden möchte, ob ein Foto manipuliert wurde, kann erste Hinweise mit geübten Blick erkennen: Wenn von links die Sonne scheint, sollte der Schatten aller Objekte auf dem Foto nach rechts gehen, soweit keine weitere Lichtquelle im Spiel ist. "Die Beleuchtung verrät dem menschlichen Auge oft auf den ersten Blick, dass etwas faul ist", so c't-Redakteurin Andrea Trinkwalder. Richtige Bildforensiker forschen bis in die Tiefen einer Bilddatei nach Manipulationen. Dabei untersuchen sie etwa Störungsmuster, doppelte Kompression oder zerstörte Farbsäume. Anhand des Bildrauschens können Profis sogar den Kameratyp eindeutig bestimmen. weiter »
Das Banner des Sieges ist ein Sachbuch von Ernst Volland aus dem Jahr 2008. Eine Ikone der Bildgeschichte: Das berühmte Foto der Flaggenhissung im Mai 1945 auf dem Berliner Reichstag symbolisiert wie kein anderes das Ende des Zweiten Weltkrieges, das Ende Hitler-Deutschlands und damit das Ende des deutschen Faschismus. Das Foto wurde von einem russischen Kriegskorrespondenten der Roten Armee, Jewgeni Chaldej, am 2. Mai 1945 aufgenommen. Ein Blick in sowjetische und russische Dokumente zeigt, dass es nicht das einzige Foto der Flaggenhissung war. Doch das von Jewgeni Chaldej hat sich als das perfekteste und meist veröffentlichte in der Nachkriegsgeschichte durchgesetzt, es ist fest im kollektiven Bewusstsein verankert. Doch je häufiger das Motiv publiziert und je öfter es weltweit in Schulbüchern, Zeitschriften und im Fernsehen veröffentlicht wurde, desto vielfältiger sind die Fragen, die an dieses Motiv gestellt werden. Wie entstand dieses Bild? Wer sind die handelnden Personen? Wie wurde es zum Symbol für Generationen? Zeit, dieses historische Bild näher zu analysieren, die vielen Varianten des Motivs zu präsentieren und einen Blick auf einige bis heute aktuelle Reproduktionen zu werfen. weiter » Immer ausgereiftere Bildbearbeitungsprogramme erlauben es sogar unbedarften Nutzern, vergleichsweise einfach digitale Bilder zu manipulieren. Aktuelle Beispiele in den Medien zeigen, dass Bildmanipulationen nicht nur ein häufig eingesetztes Mittel zur Retusche von "Schönheitsmakeln" sind, sondern auch eingesetzt werden, um die generelle Aussage eines Bildes zu verändern - wie etwa die bereits vom Fotograf gefälschten Bilder aus dem Libanonkrieg 2006 einer bekannten Nachrichtenagentur oder die im Zusammenhang mit geschönten Forschungsergebnissen präsentierten Bildfälschungen von Hwang et al. im renommierten Wissenschaftsmagazin Science. Von besonderer Bedeutung ist die Echtheit digitaler Bilder, wenn sie bspw. vor Gericht als Beweismittel oder Indiz dienen sollen. In letzter Zeit gewinnt daher die digitale Bildforensik an wissenschaftlichem Interesse. Dabei handelt es sich um Techniken, mit denen der Ursprung digitaler Bilder bestimmt und Manipulationen erkannt werden können. Die Entwicklung von Methoden, mit denen überprüft werden kann, ob digitale Medien echt sind, steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. Bisherige forensische Verfahren erlauben eine zuverlässige Unterscheidung zwischen echten und gefälschten Bildern lediglich unter definierten Testbedingungen. Wie die Mitarbeiter an der Professur für Datenschutz und Datensicherheit zeigen konnten, scheitern bisherige Verfahren im praktischen Einsatz im Falle eines umsichtigen Fälschers. Sie haben sich daher zum Ziel gesetzt, forensische Verfahren für die Praxis zu schaffen. weiter » |
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